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Es werde Licht – Wissenswertes zum Thema Lux!
Für die optimale Ausleuchtung deiner Räumlichkeiten solltest du dich mit der Maßeinheit Lux beschäftigen: Sie gibt die Beleuchtungsstärke einer Lichtquelle an, die auf eine bestimmte Fläche trifft.
1. Definition von Lux und Berechnung des Werts
Lux (lx) ist eine SI-Einheit, also eine Maßeinheit des Internationalen Einheitensystems. SI steht hierbei für Système international d’unités. Mit dem Lux-Wert lässt sich bestimmen, wie stark eine Fläche beziehungsweise Umgebung von einer Lichtquelle erhellt wird.
Da die ideale Beleuchtungsstärke je nach Raum und Aktivität variiert, hilft dir die Berechnung des Lux-Werts dabei, in jedem Zimmer für perfekte Lichtverhältnisse und eine angenehme Atmosphäre zu sorgen.
Lux ist die physikalische Einheit, mit der die Beleuchtungsstärke einer Lichtquelle beschrieben wird, die auf eine bestimmte Fläche fällt: 1 Lux entspricht der Beleuchtung, die der Lichtstrom von 1 Lumen (lm) erzeugt, wenn er gleichmäßig eine Fläche von 1 Quadratmeter erhellt. Als Formel ausgedrückt, bedeutet das: 1 lx = 1 lm/m².
Beispiel zur Berechnung des Lux-Werts
Eine Lampe, die über 1.000 Lumen verfügt, hat eine Beleuchtungsstärke von 100 Lux, wenn sie einen Bereich von 10 Quadratmetern erhellt. Wird dagegen nur 1 Quadratmeter angestrahlt, erhöht sich der Wert auf 1.000 Lux.
Für den exakten Lux-Wert musst du jedoch auch den Abstrahlwinkel der Lichtquelle und ihre Entfernung von der jeweiligen Fläche berücksichtigen.
2. Unterscheidung von Lux, Lumen, Candela und Watt
Alle vier Begriffe bezeichnen verschiedene physikalische Einheiten, die jedoch in enger Verbindung zueinander stehen. Lux, Lumen und Candela sind Bezugsgrößen für die Wahrnehmung von Helligkeit, während Watt die Leistung angibt:
- Lumen (lm): Das Lumen ist die Einheit des Lichtstroms und zeigt dir an, welche Lichtmenge insgesamt von einer Lampe abgegeben wird.
- Lux (lx): Das Lux beschreibt dagegen, wie viel von diesem Lichtstrom gleichmäßig auf einen festgelegten Bereich trifft (Lumen pro Quadratmeter). Hieraus ergibt sich die jeweilige Beleuchtungsstärke.
- Candela (cd): Candela ist die Lichtstärke, also der Lichtstrom, der in einem dreidimensionalen Raumwinkel von der Lichtquelle abgegeben wird. Je höher der Wert ausfällt, desto konzentrierter ist die Helligkeit in diesem Bereich.
- Watt: Die Maßeinheit Watt gibt lediglich die elektrische Leistung und damit den Energieverbrauch einer Lampe an. Insbesondere bei den stromsparenden LEDs sagt eine niedrige Wattzahl nichts über deren Helligkeit aus.
Sowohl der Lux-Wert als auch die Lichtstärke in Candela hängen unter anderem vom Lumen der Lichtquelle ab.
Wichtig: Die Beleuchtungsstärke verändert sich, je nachdem wie groß der Bereich ist, der angestrahlt wird, und wie weit die Lichtquelle hiervon entfernt ist. Aus diesem Grund wird die Beleuchtungsstärke nicht in der Produktbeschreibung von Leuchtmitteln und Lampen angegeben.
3. Die optimale Beleuchtungsstärke in verschiedenen Räumen
Ein hoher Lux-Wert bedeutet, dass ein Raum stark erhellt wird. Das ist jedoch nicht in jedem Fall gewünscht, denn die benötigte und als optimal empfundene Helligkeit hängt maßgeblich vom jeweiligen Raum beziehungsweise deiner Aktivität ab. So empfiehlt sich beispielsweise im Schlafzimmer eine weniger intensive Ausleuchtung als im Bad.
Im Folgenden findest du einen Überblick über verschiedene Räumlichkeiten mit ihren Richtwerten für die ideale Beleuchtungsstärke:
| Raum/Bereich | Richtwert für Beleuchtungsstärke in Lux |
|---|---|
| Flur und Treppenhaus | 100–300 lx |
| Küche | 300–750 lx |
| Arbeitszimmer und Büro | 500–800 lx |
| Wohnzimmer | 200–500 lx |
| Schlafzimmer | 150–300 lx |
| Badezimmer | 500–800 lx |
Hinweis: Welche Lichtmenge beziehungsweise Helligkeit als angenehm empfunden wird, unterscheidet sich auch von Mensch zu Mensch. Daher solltest du die obigen Werte nur als grobe Orientierung verstehen.
Luxmeter zur Ermittlung der Beleuchtungsstärke
Mithilfe eines Luxmeters kannst du messen, über welche Beleuchtungsstärke deine aktuellen Lampen verfügen. Davon kannst du ableiten, ob du bei der Neuanschaffung von Leuchtmitteln oder Lampen einen anderen Lumen-Wert wählen solltest. Denn die Höhe des Lichtstroms bildet den Ausgangspunkt für den Lux-Wert, der je nach Entfernung und Größe des beleuchteten Bereichs variiert. Eine Deckenlampe benötigt beispielsweise mehr Lumen als eine Tischleuchte, um deinen Arbeitsplatz ideal zu erhellen.
Darüber hinaus gibt es Apps, die eine entsprechende Messung vornehmen. Ihre Ergebnisse sind jedoch nicht so genau wie die Ermittlung der Beleuchtungsstärke durch das Luxmeter.
- Kerze (aus etwa 1 Meter Entfernung): 1 lx
- Straßenbeleuchtung: 10 lx
- Tageslichtlampe: 2.500 lx bis 10.000 lx
- Trüber Wintertag: 3.000 lx
- Schattiger Sommertag: 10.000 lx
- Sonniger Sommertag: 100.000 lx
4. FAQ
Warum ist für den Lux-Wert auch das Lumen wichtig?
Das Lumen gibt die Höhe der Lichtmenge einer Lichtquelle an, die diese insgesamt erzeugt. Dieser Wert bildet den Ausgangspunkt für die Beleuchtungsstärke in Lux, die wie folgt berechnet wird: 1 Lux entspricht der Beleuchtung, die der Lichtstrom von 1 Lumen (lm) erzeugt, der eine Fläche von 1 Quadratmeter gleichmäßig erhellt. Daher sind beide Werte wichtig, um die optimale Beleuchtung für verschiedene Räume und Tätigkeiten zu wählen.
Wie beeinflusst die Entfernung die Beleuchtungsstärke?
Je weiter eine Lichtquelle von der beleuchteten Fläche entfernt ist, desto geringer fällt die Beleuchtungsstärke in Lux aus.
Wie wird Lux gemessen?
Die physikalische Maßeinheit Lux wird mit einem Luxmeter gemessen. Hiermit wird die Beleuchtungsstärke einer Lichtquelle ermittelt, um beispielsweise die ausreichende Helligkeit an Arbeitsplätzen sicherzustellen. Es gibt auch Apps für das Smartphone, die eine entsprechende Messung vornehmen. Ihre Ergebnisse gelten jedoch als weniger zuverlässig beziehungsweise genau.
Kann ich den Lux-Wert erhöhen, ohne meine Lichtquelle zu ändern?
Durch den Einsatz von Reflektoren, hellerer Wandfarbe oder zusätzlichen Lichtquellen kann die Beleuchtungsstärke erhöht werden.