
Ratgeber Sonnencreme
Sonnencreme kann Sie effektiv vor einem Sonnenbrand und damit einhergehenden Hautschädigungen schützen. Was Sie bei der Wahl und dem Einsatz beachten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.
1. Wirkung von Sonnencreme
Sonnenlicht enthält UV-Strahlen, die in die Haut eindringen und diese schädigen können. Dadurch kann auch bei kurzen Sonnenbädern oder Spaziergängen im Sommer selbst bei bedecktem Himmel ein Sonnenbrand ausgelöst werden. Gleiches gilt für den Aufenthalt in den Bergen beziehungsweise Skigebieten: Die Kälte ist hierbei trügerisch, da die starke Sonneneinstrahlung weniger intensiv wahrgenommen wird. Außerdem reflektiert der helle Schnee die UV-Strahlung zusätzlich, weswegen die Haut der Strahlung besonders stark ausgesetzt ist. Die Umgebungstemperatur hat dabei keinen Einfluss auf die Intensität der UV-Strahlung. Zum Schutz der Haut sollten Sie daher Sonnencreme auf alle freiliegenden Hautstellen auftragen.
Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50
Sonnencremes enthalten chemische oder mechanische Bestandteile, welche die Haut vor UV-A- und UV-B-Strahlung schützen. Achten Sie bei der Wahl der Sonnencreme unbedingt darauf, dass diese vor beiden Strahlungsarten schützt.
Die Haut von Kindern und Babys ist besonders empfindlich. Zudem haben Hautschäden bei jungen Personen Langzeitauswirkungen, weswegen diese besonders geschützt werden müssen. Sehen Sie sich hierzu unser Angebot an Baby-Sonnencremes an.
Nach dem Aufenthalt in der Sonne ist zudem eine Behandlung der Haut mit einer pflegenden After-Sun-Lotion empfehlenswert.
1.1 Lichtschutzfaktor
Zunächst teilt der Lichtschutzfaktor (LSF) Sonnencremes in vier unterschiedliche Schutzstufen ein:
- 6-10: leichter Schutz
- 15-25: mittlerer Schutz
- 30-50: hoher Schutz
- 50+: sehr hoher Schutz
Darüber hinaus gibt er Aufschluss darüber, wie lange Sie sich an einem Tag maximal der Sonnenstrahlung aussetzen sollten.
Die Haut verfügt über eine sogenannte Eigenschutzzeit, die angibt, wie lange sie sich selbst vor einem Sonnenbrand schützen kann. Diese ist insbesondere vom Hautton abhängig: Bei Personen mit blonden oder roten Haaren und heller Haut fällt dieser mit wenigen Minuten (maximal zehn) deutlich geringer aus als bei dunkelhaarigen Menschen mit entsprechend pigmentierter Haut. Daher sollten vor allem hellhäutige Typen einen besonders hohen Lichtschutzfaktor wählen.
Kinder-Sonnencreme: als Milch zum Einreiben und als Spray zum Einsprühen
Durch den Einsatz einer Sonnencreme wird die Schutzzeit entsprechend des Faktors verlängert. Bietet Ihre Haut beispielsweise fünf Minuten Eigenschutz, wird dieser durch den Lichtschutzfaktor 50 auf 250 Minuten erhöht (5 x 50 = 250). Dies ist die Sonnenzeit, der maximale Zeitraum, den Sie sich an einem Tag der Sonnenstrahlung aussetzen sollten.
Da ein Teil der UV-Strahlung immer in die Haut eindringt, wird angeraten, maximal 60 Prozent der Gesamtschutzzeit wirklich zu nutzen. Zudem sollten Sie sich nach Möglichkeit im Schatten aufhalten. Auch dort erreichen UV-Strahlen die Haut, weswegen auch dieser Zeitraum zur Sonnenzeit zählt.Bedenken Sie stets, dass die Haut bereits vor dem Auftreten eines Sonnenbrands langfristig geschädigt werden kann.
1.2 Arten von Sonnencreme
Sie erhalten Sonnenschutzmittel in unterschiedlichen Ausführungen, die an die verschiedenen Hauttypen angepasst sind, oder sich in der Art des Auftragens unterscheiden.
Sonnencreme
Sonnencreme ist die klassische Variante. Sie zeichnet sich durch eine verhältnismäßig dickflüssige Konsistenz und einen relativ hohen Fettgehalt aus.
Sonnenmilch & Sonnenlotion
Sonnenmilch beziehungsweise Sonnenlotion weist eine leichtere Textur als Sonnencreme auf. Sie lässt sich daher leichter auf der Haut verteilen und einreiben.
Sonnenöl
Sonnenöle eignen sich insbesondere bei sehr trockener Haut. Beachten Sie jedoch, dass Sonnenöl auch ohne Lichtschutzfaktor erhältlich ist und diese entsprechend keinen Schutz vor einem Sonnenbrand bieten.
Sonnengel
Sonnengel ist aufgrund der feuchtigkeitsspendenden Formulierung ohne Fett ideal für fettige und zu Unreinheiten tendierende Haut geeignet.
Sowohl Sonnencreme als auch -lotion und -öl sind zudem als Sonnenschutzspray erhältlich. Der Vorteil dieser Ausführungen liegt im schnellen Auftrag auf der Haut: Mit Sonnenspray können Sie gezielt einzelne Körperstellen einsprühen, wobei sich das Schutzmittel großflächig verteilt und nur noch eingerieben werden muss.
2. Sonnencreme richtig anwenden
Bei der Verwendung von Sonnencreme, -milch, -öl und -gel sollten Sie einige Dinge beachten, damit das gewählte Produkt Ihrer Haut idealen Schutz bieten kann. Im Folgenden haben wir diese Informationen für Sie zusammengefasst.
2.1 Auftragen
Bei der Verwendung und dem Auftragen des Lichtschutzes sollten Sie die folgenden Aspekte berücksichtigen:
- Nehmen Sie unbedingt eine ausreichend große Menge an Sonnencreme. Erwachsene benötigen zum Eincremen des gesamten Körpers circa 30 bis 40 Milliliter, was grob drei Esslöffeln entspricht.
- Denken Sie stets daran, alle unbekleideten Körperstellen einzucremen. Vergessen Sie dabei nicht das Dekolleté, den Hals, Nacken, Ohren sowie das Gesicht. Sofern Sie kein oder nur sehr kurzes, lichtes Haar haben, muss auch die empfindliche Kopfhaut eingecremt werden. Auch Füße und Fußsohlen sollten nicht vernachlässigt werden.
- Tragen Sie den Sonnenschutz rechtzeitig auf: Es dauert rund 30 Minuten, bis die Creme richtig in die obere Hautschicht, die sogenannte Epidermis, eingezogen ist und zuverlässig vor einem Sonnenbrand schützt.
2.2 Nachcremen
Das einmalige Auftragen von Sonnencreme reicht nicht aus, um einen durchgängigen Schutz vor Sonnenbrand zu gewährleisten. Daher ist es wichtig, dass Sie den Schutz durch regelmäßiges Nachcremen aufrechterhalten:
- Generell sollten Sie sämtliche Körperstellen spätestens alle zwei Stunden erneut mit Sonnenschutz einreiben.
- Wenn Sie zwischendurch im Meer oder Pool schwimmen gehen, müssen Sie ebenfalls nach jedem Badevorgang und dem anschließenden Abtrocknen erneut Sonnenmilch auftragen. Einige Sonnencremes sind zwar mit dem Hinweis „wasserfest“ versehen. Bedenken Sie jedoch, dass dies nur einen Teilerhalt der Schutzwirkung nach dem Baden bedeutet und Sie sich daher trotzdem nachcremen sollten.
Beachten Sie: Das Nachcremen hält den Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlung lediglich aufrecht. Die Schutzzeit, die sich aus dem Eigenschutz Ihrer Haut und dem Lichtschutzfaktor ergibt, wird dadurch nicht verlängert.
3. FAQ
Läuft Sonnencreme ab?
Ja, wie die meisten Pflege- und Kosmetikprodukte trägt auch Sonnencreme ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Neben diesem befindet sich auf der Verpackung ein Hinweis darüber, wie lange Sie das Produkt nach dem Anbrechen verwenden können: Das Symbol eines geöffneten Cremetiegels gibt Aufschluss darüber. Die Angabe 6 M bedeutet beispielsweise, dass Sie die Sonnenmilch innerhalb von sechs Monaten aufbrauchen sollten. Nach Ende des Mindesthaltbarkeits- oder des Verbrauchzeitraums ist kein Schutz mehr gewährt.
Was bedeutet der Lichtschutzfaktor?
Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, um welchen Faktor die Sonnenmilch den Eigenschutz Ihrer Haut verlängert: Sind Sie beispielsweise blond oder rothaarig und ein heller Hauttyp, hat Ihre Haut eine geringe Eigenschutzzeit von circa fünf Minuten. Tragen Sie ein Produkt mit LSF 30 auf, wird der Schutz um das 30-fache verlängert, also auf 150 Minuten (5 x 30 = 150). Bedenken Sie hierbei, dass Sie den Sonnenschutz durch Nachcremen spätestens alle zwei Stunden erneuern sollten. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf die oben genannte maximale Schutzzeit, sondern erhält den Schutz vor UV-A- und UV-B-Strahlung lediglich aufrecht.
Wie entferne ich Sonnencreme aus meiner Kleidung?
Sonnencreme-Flecken in Ihren Klamotten sollten Sie nach Möglichkeit umgehend entfernen. Zudem ist es ratsam, den Sonnenschutz nach dem Auftragen gut einziehen zu lassen, bevor Sie sich anziehen, so können zahlreiche Flecken und Verfärbungen im Vorhinein vermieden werden. Da Sonnencreme einen hohen Fettanteil besitzt, können Sie hartnäckige Flecken vorbehandeln: Hierzu eignen sich Geschirrspülmittel, Fleckensprays und Gallseife. Zudem sollten Sie die betroffenen Kleidungsstücke bei möglichst hoher Temperatur waschen. Beachten Sie jedoch stets das Pflegeetikett des Kleidungsstücks.





































