
Powerbanks – mobile Stromversorgung
Powerbanks sind praktische Begleiter, die Ihre mobilen Geräte mit Strom versorgen, wenn deren eingebaute Akkus leer sind. In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen die wichtigsten Eigenschaften und Bestandteile der flexiblen Stromreserven und verraten Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten.
1. Allgemeine Informationen zu Powerbanks
Powerbanks (oder externe Akkupacks) sind in sehr unterschiedlichen Ausführungen erhältlich: Neben diversen Größen finden Sie auch verschiedene Designs – von schlichter Eleganz bis hin zu Geräten in Form eines Lippenstifts, einer Handtasche oder eines Emojis ist alles möglich. Neben Ihrer Kernfunktion weisen einige Modelle spezielle Features auf, wie zum Beispiel die Funktion eines Starthilfekabels.
Hier sehen Sie einige außergewöhnliche Designs von externen Akkupacks.
Noch wichtiger als das äußere Erscheinungsbild ist die Kapazität des Geräts, denn sie gibt in Milliamperestunden die Höhe der elektrischen Ladung an, die von der Powerbank gespeichert und an andere Geräte abgegeben wird. Hier steht Ihnen ebenfalls eine große Bandbreite zur Verfügung, daher sollten Sie sich vor dem Kauf überlegen, wie der typische Einsatz Ihrer Powerbank aussehen wird. Ihre Ausmaße sind abhängig von der Kapazität – je mehr elektrische Ladung sie speichern kann, desto großer ist sie.
Überlegen Sie vor dem Kauf, welche Kapazität Sie benötigen und wie Sie den externen Akkupack transportieren werden, denn nicht alle Modelle lassen sich in der Hosentasche tragen. Auf Festivals oder Wandertouren lohnen sich große Powerbanks, die Sie beim Nichtgebrauch in Ihrem Rucksack verstauen können.
In der Regel laden Sie das Gerät mittels USB-Anschluss auf. Dieser darf nur über den PC oder Laptop, nicht aber an einem Steckdosenadapter (zum Beispiel für Smartphones) angeschlossen werden. Durch die zu hohe Spannung können andernfalls Beschädigungen auftreten.
2. Wichtige Eigenschaften und Bestandteile
Die folgenden Aspekte sollten Sie in Ihre Kaufentscheidung miteinbeziehen:
Kapazität
Die elektrische Ladung, die eine Powerbank aufnehmen und abgeben kann, wird in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Je mehr Geräte Sie anschließen möchten beziehungsweise je komplexer sie sind, desto höher muss die Kapazität des externen Akkupacks ausfallen, damit er sie mit Strom versorgen kann.

Richtwerte (rechnerisch*):
- 1.000 bis 2.000 mAh: Einmaliges Aufladen eines schlichten Handys
- 2.000 bis 5.000 mAh: Einmaliges Aufladen eines Smartphones oder kleinen Tablets
- 5.000 bis 12.000 mAh: Ein- bis mehrmaliges Aufladen eines Tablets
- 12.000 bis 20.000 mAh: Mehrmaliges oder gleichzeitiges Laden verschiedener Geräte
* Die angegebene (= rechnerische) Kapazität einer Powerbank ist immer höher als die tatsächliche: Da die Spannung der Akku-Zellen auf die USB-Spannung umgewandelt werden muss, entstehen Verluste. Ein Smartphone mit 2.000 Milliamperestunden können Sie also nicht zwei Mal vollständig laden, wenn Ihre Powerbank mit 4.000 Milliamperestunden ausgestattet ist.
Bei deutlichen Unterschieden, zum Beispiel einer Differenz von über 15 Prozent, sollten Sie sich an den Hersteller wenden.
» Einige Modelle können selbst aufgeladen werden, während sie die angeschlossenen Geräte mit Strom versorgen. Achten Sie jedoch auf die Herstellerhinweise: Das gleichzeitige Auf. und Entladen kann das Gerät beschädigen, wenn es nicht dafür konzipiert wurde.
Ausgangsspannung
Um verschiedene Geräte aufladen zu können, benötigen externe Akkupacks nicht nur die richtigen Anschlüsse, sondern auch eine entsprechende Ausgangsspannung: Bei den meisten Smartphones, einigen Tablets und vielen Kameras liegt die optimale Ladespannung bei fünf Volt, während für Laptops zwölf Volt geeignet sind.
Kleine Ausführungen mit nur einem USB-Anschluss bieten in der Regel lediglich eine Ausgangsspannung von fünf Volt. Bei hochwertigen Powerbanks können Sie diese entsprechend einstellen.
Beachten Sie im Zweifelsfall immer die Herstellerangaben zu der erforderlichen Voltzahl beider Geräte, um Ihren Akku nicht zu beschädigen.
Hier sehen Sie die typischen Ladespannungen einiger Geräte – um Starthilfe für die Autobatterie leisten zu können, muss die Powerbank über eine Ausgangsspannung von zwölf Volt verfügen.
Anschlüsse
Um Ihre mobilen Geräte an die Powerbank anzuschließen, benötigen Sie in der Regel ein USB-Kabel mit Micro-USB-Anschluss.
Manche Modelle verfügen zusätzlich zu ihrem USB-Schacht über Anschlussmöglichkeiten für MicroUSB oder Klinkenbuchsen für Netzteile. Darüber hinaus gibt es verschiedene Adapter, die sich entweder im Zubehör Ihres Akkupacks befinden oder separat erhältlich sind.
Dank der Adapter können Sie viele verschiedene Geräte aufladen.
Unabhängig von einzelnen Anschlüssen beziehungsweise Adaptern sind Sie mit einem externen Akkupack, der andere Geräte mittels Induktion aufladen kann (Qi-Standard).
Beachten Sie in jedem Fall die Ausgangsspannung der Powerbank und die benötigte Ladespannung des Geräts, das Sie mit Strom versorgen wollen.
Selbstentladung
Auch wenn die Powerbank nicht benutzt wird, verliert sie einen Teil ihrer elektrischen Ladung: Je nach Qualität gehen innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen etwa zwei bis 20 Prozent der Ladung verloren. Ein idealer Wert liegt hierbei zwischen zwei und fünf Prozent.
Bei sehr schneller beziehungsweise hoher Entladung sollten Sie sich in jedem Fall an den Hersteller wenden.
Solche Ausführungen lassen sich entweder konventionell oder mit Sonnenenergie laden. Unterwegs werden sie mit einem Karabinerhaken am Rucksack befestigt.
Eine Alternative, die das Problem der Selbstentladung vermindert, ist ein Gerät mit Solarzellen. Diese können Sie bei Nichtgebrauch vor ein sonniges Fenster legen, wodurch der Vorgang der Selbstentladung ausgeglichen wird.
Ladezustandsanzeige
Jeder externe Akkupack verfügt über eine Anzeige seiner verbliebenen Leistung. Bei schlichten Modellen finden Sie eine LED, die Ihnen entweder über Signalfarben eine grobe Orientierung bietet oder ab einem kritischen Wert zu leuchten beginnt. Andere Ausführungen verfügen über mehrere farbige Lämpchen: Je mehr LEDs leuchten, desto höher ist die elektrische Ladung. Eine äußerst akkurate Auskunft geben dagegen Powerbanks mit einem Display, das die Akkuleistung in Prozent anzeigt.
Ladezustandsanzeigen in Form von leuchtenden LEDs bieten nur einen Anhaltspunkt über die verfügbare Akkuleistung, während die prozentuale Angabe auf einem Display sehr genau ist.
Schutzmechanismen
Als elektronisches Gerät sollte eine Powerbank mit folgenden Schutzmechanismen ausgestattet sein:
- Kurzschlussschutz
- Überspannungsschutz
- Überladeschutz
- Tiefentladeschutz
Achten Sie auf die CE-Kennzeichnung externer Akkupacks: Damit garantiert der Hersteller beziehungsweise Importeur, dass sein Gerät den EU-Anforderungen entspricht. Mit den Prüfsiegeln von TÜV und GS (Geprüfte Sicherheit) ausgezeichnete Produkte sind besonders empfehlenswert.
Powerbanks, die Sie zum Camping mitnehmen, sollten mit einem stabilen Gehäuse aufwarten – die Taschenlampe ist ein praktisches Accessoire.
Bei einem Outdoorgerät sollten Sie außerdem sicherstellen, dass eine Zertifizierung nach IP67 vorliegt: In diesem Fall ist es staubdicht und für einen kurzen Zeitraum wassergeschützt, etwa beim zeitweiligen Untertauchen des Geräts.
Besondere Features
Einige Powerbanks können zusätzlich zur mobilen Stromversorgung für weitere Zwecke eingesetzt werden.
Erhältlich sind externe Akkupacks mit
- Taschenlampenfunktion
- Umfangreichem Zubehör und diversen Adaptern
- Funktion als Überbrückungskabel für die Autobatterie (und entsprechendem Zubehör)
- Qi-Standard für kabelloses Laden via Induktionstechnologie
- Outdoor-Eigenschaften
- Solarzelle(n)
Die Standardisierung durch Qi ermöglicht die Übertragung zwischen den verschiedensten mobilen Geräten und Ladestationen – auch bei unterschiedlichen Herstellern.
3. FAQ
Reicht eine Powerbank ab 5.000 Milliamperestunden aus?
Über welche Kapazität eine Powerbank verfügen sollte, ist abhängig vom Verwendungszweck: Wenn Sie lediglich eine tägliche Stromreserve für Ihr Smartphone benötigen, reichen Geräte mit 2.000 bis 5.000 Milliamperestunden völlig aus. Für Reisen empfiehlt es sich dagegen, zu Ausführungen mit mindestens 10.000 Milliamperestunden zu greifen.
Wann ist meine Powerbank voll aufgeladen?
Jede Powerbank hat eine Ladezustandsanzeige, die Ihnen Auskunft über die verfügbare Akkuleistung gibt. Wie differenziert die Anzeige ist, variiert jedoch stark: Während schlichte Geräte dank einer oder mehrerer LEDs einen eher groben Anhaltspunkt bieten, stellen elektronische Displays den genauen Wert dar.
Können Powerbanks explodieren?
Wie die meisten Smartphones nutzen auch externe Akkupacks Lithium-Ionen-Akkus, weshalb die Geräte ähnliche Risiken bergen. Allerdings besitzen sie verschiedene Schutzmechanismen und in der Regel Sollbruchstellen an den Akkuzellen, damit diese im Fall einer Beschädigung frühzeitig reißen anstatt zu explodieren. Outdoor-Modelle weisen darüber hinaus ein stoßfestes Gehäuse auf, das zumeist ebenfalls gegen Wasser und Staub schützt.







































