
Ratgeber Hüte
Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter: Hüte sind zu jeder Jahreszeit ein modisches wie praktisches Accessoire. Welche Modelle es gibt und was Sie beim Kauf beachten sollten, lesen Sie im Folgenden.
1. Hüte: Allgemeines
In einem Hut verbinden sich Funktionalität und Stil: So kann Sie die Kopfbedeckung nicht nur im Sommer vor Sonne und im Winter vor Schnee schützen, sondern ebenso eine Bereicherung für Ihr Outfit sein. Varianten für Damen und Herren sind dabei genauso erhältlich wie Unisex-Modelle sowie Ausführungen für die Freizeit oder für formellere Anlässe.
Was Hüte von Mützen (wie beispielsweise Strickmützen und Beanies) oder auch Caps beziehungsweise Kappen abgrenzt, ist vor allem die sogenannte Hutkrempe oder kurz Krempe: ein umlaufender, meist einige Zentimeter abstehender Rand. Insbesondere Sonnenhüte verfügen über eine lange Krempe, um möglichst viel Schatten zu spenden.
Der Teil eines Hutes, der direkt über dem Kopf sitzt, wird als Krone oder Kopf bezeichnet.
2. Material
Das Material des Hutes bestimmt neben der Optik auch die Situationen, in denen er bevorzugt getragen werden sollte – schließlich eignet sich nicht jeder Stoff gleichermaßen für jede Witterung. Nachfolgend stellen wir Ihnen einige der gängigsten Hutmaterialien vor.
2.1 Leder
Leder ist ein hochwertiges Material, das unter anderem folgende Vorteile bietet:
- Es ist robust und langlebig
- Es bietet Schutz vor Sonne, Regen und Schnee
- Es überzeugt mit edler Optik
Klassischer Lederhut mit Glattleder
Je nachdem, von welchem Tier das Leder stammt, gibt es einige Unterschiede. Gängige Varianten und ihre Eigenschaften sind unter anderem:
- Rindsleder: gilt als überaus widerstandsfähig
- Ziegen- und Schafsleder: ist flexibler als Rindsleder
- Kalbs- und Schweinsleder: liegt mit seiner Geschmeidigkeit zwischen den obigen Sorten
Eine weitere Unterscheidung ist die zwischen glattem und rauem Leder; zu letzterem zählt etwa Veloursleder. Ersteres fällt oft geschmeidiger aus als Rauleder. Rauleder selbst besticht dafür mit einer samtartigen Oberfläche.
Tipp: Lederhüte sind auch mit gefütterter oder gepolsterter Innenseite erhältlich, was dem Tragekomfort zugutekommen kann.
2.2 Filz
Filz ist seit jeher ein populäres Material für Hüte und überzeugt insbesondere durch folgende Vorzüge:
- Ansprechende Optik
- Gute Isolationseigenschaften, Schutz gegen Kälte und Hitze
- Robust und formstabil
- Wasserabweisend
Filzhut
Sowohl für Damen als auch für Herren gibt es eine Vielzahl an verschiedenen Filzhüten; lesen Sie hierzu auch das folgende Kapitel.
2.3 Stroh
Stroh ist nicht so stabil wie Leder oder Filz, besitzt aber dennoch einige Eigenschaften, die es zu einem beliebten Material für Hüte machen:
- Geringes Gewicht
- Gute Luftdurchlässigkeit
Lässiger Strohhut
Aufgrund dieser Eigenheiten sind Strohhüte vorwiegend für den Sommer geeignet: Sie spenden Schatten und lassen dennoch Luft an den Kopf strömen.
2.4 Kunststoff (Polyacryl, Polyester)
Neben natürlichen Materialien kommen bei der Hutherstellung oft auch Kunststoffe zum Einsatz, etwa Polyacryl und Polyester. Sie sind verhältnismäßig günstig, dabei widerstandsfähig und besitzen ein geringes Gewicht. Zudem sind diese synthetischen Stoffe sehr vielseitig: Ein Leder-ähnliches Aussehen lässt sich mit ihnen ebenso realisieren wie Hüte in Strohoptik.
Hut aus Kunststoff
3. Ausgewählte Modelle
Auch wenn es beinahe unzählige verschiedene Hüte gibt: Einige Varianten haben sich als Klassiker etabliert und sind stets gefragt. Wir stellen Ihnen ausgewählte Hutmodelle vor.
3.1 Schlapphut
Charakteristisch für Schlapphüte sind die großzügig bemessenen Krempen, während das Kopfteil passgenau ausfällt. Dank dieser Form eignen sie sich gleichermaßen dazu, bei Sonnenschein Schatten zu spenden als auch dazu, vor Niederschlag zu schützen. Zudem werden Schlapphüte durch ihr Design zu einem modischen Accessoire, mit dem Sie Ihr Outfit ideal abrunden können.
Lässiger Schlapphut
Schlapphüte sind aus diversen Materialien erhältlich, darunter die oben genannten:
- Leder
- Filz
- Stroh
3.2 Cowboyhut
Der Cowboyhut ist einer der bekanntesten Hüte überhaupt und heute wegen seines ikonischen Designs vor allem als außergewöhnliches Accessoire beliebt. Gleichzeitig ist er überaus funktional: Oft aus Filz oder Leder hergestellt, sind Cowboyhüte robust und schützen zuverlässig vor Sonne und Regen.
Cowboyhut
Als ursprünglicher Cowboyhut gilt der 1865 in den USA eingeführte Stetson, benannt nach dem gleichnamigen Hersteller. Auch heute können Sie dieses Modell noch erstehen.
3.3 Panamahut
Der originale Panamahut gilt als einer der bekanntesten und beliebtesten Sommerhüte überhaupt. Er wird ausschließlich im südamerikanischen Staat Ecuador von Hand produziert, als Material kommt dabei ein besonderes Stroh zum Einsatz. Meistens ist die Kopfbedeckung in einer hellen Cremefarbe gehalten und die Krone mit einem schwarzen Band versehen.
Panamahut
Je feiner der Hut geflochten ist, desto wertvoller ist er. Besonders hochwertige Modelle können durchaus einen vierstelligen Betrag kosten.
Eigenschaften des Panamahuts auf einen Blick:
- Geringes Gewicht
- Meist besserer Sonnenschutz als herkömmliche Strohhüte
- Angenehmes Tragegefühl
3.4 Trilby
Der Trilby wurde nach seiner Einführung Ende des 19. Jahrhunderts zunächst fast nur von Herren getragen. Seit einigen Jahrzehnten ist er aber auch bei Damen als elegante Kopfbedeckung gefragt. Da dieser Hut eine kompakte Form mit kurzer Krempe besitzt, wirkt er unaufdringlich und setzt in erster Linie einen modischen Akzent – somit können Sie ihn leicht mit vielen unterschiedlichen Outfits kombinieren, ohne dass er den Look zu sehr dominiert.
Trilby
Trilbys sind in diversen Varianten und aus verschiedenen Materialien erhältlich, sodass Sie zu fast jedem Anlass das passende Exemplar finden können, zum Beispiel:
- Aus dunklem Filz zur Abendgarderobe und/oder als Winterhut
- Aus Stroh als Sommerhut
3.5 Fedora
Optisch zeichnet sich der Fedora vor allem durch die vorne an beiden Seiten eingedrückte Krone aus. Der Hut aus weichem Filz weist eine mittelbreite Krempe und einen deutlich ausgeprägten Kopf auf. Er eignet sich sowohl als Herren- als auch als Damenhut.
Fedora
Bekannt wurde der Fedora unter anderem durch Film und Fernsehen. So trägt zum Beispiel Harrison Ford alias Indiana Jones in der gleichnamigen Filmreihe eine solche Kopfbedeckung.
4. So finden Sie den richtigen Hut
Ein Hut soll nicht nur hübsch aussehen, er muss vor allem auch zu Ihrem Kopf und Gesicht passen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.
Die passende Hutgröße
Um die ideale Größe Ihres Hutes zu ermitteln, benötigen Sie lediglich ein Maßband. Legen Sie dieses um Ihren Kopf, und zwar in etwa so, wie auch ein Hut aufliegen würde – also an den Seiten oberhalb der Ohren und vorne im oberen Bereich der Stirn. Achten Sie darauf, dass das Band locker sitzt, andernfalls könnte ein entsprechend großer Hut am Ende drücken.
Führen Sie das Maßband oberhalb der Ohren um Ihren Kopf und lesen Sie den Umfang vorne an der Stirn ab.
Lesen Sie nun die Zentimeterangabe ab und wählen Sie darauf basierend einen Hut mit demselben Umfang.
Die passende Hutform
Grundsätzlich können Sie bei Ihrer Hutwahl in erster Linie nach Ihrem persönlichen Geschmack entscheiden. Nichtsdestotrotz gibt es gewisse Faustregeln, welche Hutform besonders oder weniger gut zu einem bestimmten Gesicht passt. Die folgende Tabelle bezieht sich auf Herren- und Damenhüte gleichermaßen.
| Gesichtsform | Vorteilhafte Hutformen | Geeignete Hüte (Auswahl) |
|---|---|---|
| Rund | Eckige Formen/Kanten, Asymmentrische und/oder betonte Krempe | Trilby, Panamahut, Fedora |
| Eckig | Relativ dezente Krone, Große Krempe, Rundes Design | Schlapphut, Cowboyhut |
| Oval | So gut wie keine Einschränkungen | Nahezu alle Modelle |
| Herzförmig | Große Krone, Schmale Krempe | Trilby, Fedora |
5. FAQ
Welche Hutgröße ist die richtige für mich?
Die richtige Hutgröße ermitteln Sie, indem Sie zunächst Ihren Kopfumfang bemessen. Führen Sie dazu ein Maßband oberhalb der Ohren um Ihren Kopf und an der Stirn zusammen. Ziehen Sie es jedoch nicht zu eng, damit später auch der Hut nicht zu eng sitzt. Mit dem abgelesenen Umfang können Sie nun ein Hutmodell mit entsprechender Größe wählen.
Welcher Hut empfiehlt sich bei einem eckigen Gesicht?
Bei einem eckigen Gesicht wirken gegensätzliche Designs oft besonders gut. Wählen Sie deshalb idealerweise einen runden Hut. Auch große Krempen und nicht zu ausgeprägte Kronen sind bei dieser Gesichtsform vorteilhaft. Als Modelle kommen hier etwa Schlapphüte infrage.
Was für ein Hut eignet sich für den Sommer, welcher im Winter?
Im Sommer sollte ein Hut zum einen Schutz vor der Sonne bieten und zum anderen luftig sein. Dementsprechend sind Strohhüte mit breiter Krempe gut geeignet, zum Beispiel Schlapp- oder Panamahüte. Bei Modellen für den Winter ist es hingegen wichtiger, dass sie Niederschläge abweisen und Wärme isolieren. Dafür bieten sich Hüte aus Filz (beispielsweise ein Trilby) an, oder auch gefütterte Varianten aus Leder.









































































