
Nur das Beste für Ihr Tier: Katzenfutter
Das Wohlbefinden Ihres Vierbeiners wird in erster Linie von der richtigen Ernährung bestimmt: Gesundes Katzenfutter mit den passenden Inhaltsstoffen und Vitaminen ist ausschlaggebend für die körperliche Verfassung einer Katze. Dabei haben Sie die Wahl zwischen Trocken- und Nassfutter, während manche Tiere eine speziellere Kost wie hypoallergenes Katzenfutter benötigen. Wir stellen Ihnen das Ernährungsverhalten Ihrer Katze und die verschiedenen Futtersorten vor und klären Sie über Inhaltsstoffe auf.
1. Die artgerechte Ernährung der Katze
Katzen sind Nachkommen von Beute- und Raubtieren und zählen somit zur Gattung der Karnivore, also Fleischfresser. Im Laufe der Domestizierung haben sich die Stubentiger zwar nach und nach auch an das Fressen anderer Lebensmittel gewöhnt, die Beutetiere bevorzugen jedoch nach wie vor Fleisch als Hauptnahrungsmittel. Dies unterscheidet sie stark von Hunden, die Karni-Omnivore sind und sowohl Fleisch als auch andere Lebensmittel gut verdauen können. Für Katzen ist daher eine Ernährung bestehend aus Katzenfutter mit einem hohen Fleischanteil ratsam.
In der folgenden Ernährungspyramide sehen Sie, welche Nährstoffe eine gesunde Katze braucht:
- Vitamine: Unterstützen Knochenstoffwechsel, stärken das Immunsystem und fördern die Haut- und Haargesundheit.
- Mineralstoffe: Unterstützen sämtliche Körperfunktionen.
- Kohlenhydrate: Können von Katzen nur in geringen Mengen aufgenommen werden, insbesondere auf Gluten sollte verzichtet werden.
- Ballaststoffe: Die rohfaserreichen Stoffe unterstützen die Verdauung Ihrer Katze.
- Fette: Fette wie Talg, Öl oder Schmalz sollten Linolsäure enthalten, die wiederum Arachidonsäure produziert. Sie unterstützt die Nahrungsaufnahme Ihrer Katze.
- Tierisches Eiweiß: Proteine nimmt Ihre Katze vor allem aus Fleisch-, Fisch- sowie Milchprodukten zu sich. Sie fördern das Wachstum bei Jungtieren, den Gesamtorganismus sowie die Energiegewinnung.

Lebensnotwendige Stoffe für Katzen sind: Arginin, Taurin, Methionin und Nicotinsäure.
Die optimale Ernährung Ihrer Katze sollte sich demzufolge so zusammensetzen:
- 60 bis 70 Prozent tierisches Eiweiß
- Zehn bis 20 Prozent Fette und Öle
- Fünf bis zehn Prozent Ballaststoffe
- Maximal fünf Prozent Kohlenhydrate
- Vitamine und Mineralstoffe je nach Futterart und Bedarf

Wie viel Futter pro Tag ist gut für meine Katze?
Wie viel Nahrung Ihr Tier am Tag braucht ist sehr individuell. Bewegt sich die Katze viel im Freien, setzt sie beispielsweise mehr Energie um als Hauskatzen. In der Regel können Sie sich aber am Gewicht des Tieres orientieren und so die zu fütternde Menge wie folgt ausrechnen:
| Katze | Täglicher Kalorien-Bedarf pro Kilogramm Körpergewicht |
|---|---|
| Katzenwelpe | 100 bis 250 kcal/kg |
| Erwachsene Katze, eher ruhig | 60 kcal/kg |
| Erwachsene Katze, normal | 70 kcal/kg |
| Erwachsene Katze, sehr aktiv | 80 kcal/kg |
| Schwangere Katze | 120 bis 180 kcal/kg |
| Stillende Katzenmutter | 180 bis 250 kcal/kg |
| Geplantes Abnehmen (bitte hier langsam vorgehen) | 40 bis 50 kcal/kg |
Die Kalorienanzahl des Futters können Sie im Regelfall der Produktetikettierung entnehmen.
2. Katzenfutterarten
Sie können bei der Katzenernährung zwischen Trocken- und Nassfutter wählen. Außerdem gibt es Spezialfutter, welches für Katzen mit besonderen Bedürfnissen eingesetzt werden kann.
2.1 Trockenfutter
Trockenfutter kann sowohl als Hauptmahlzeit als auch als Snack gereicht werden. Es ist besonders günstig in der Anschaffung und zudem eine hygienische Art der Fütterung. Katzen benötigen nur wenige Mengen Trockenfutter, da dieses im Bauch aufquillt und sie so schneller satt macht. Trockenfutter unterstützt zudem das natürliche Essverhalten des Tieres: Dies besteht aus zehn bis 15 kleinen Mahlzeiten über den Tag verteilt. Anders als Nassfutter können Sie eine geeignete Menge Trockenfutter in den Napf geben und die Katze kann sich in beliebigen Abständen kleine Rationen davon holen.
Beim Füttern von Trockenfutter sollte immer ausreichend Wasser verfügbar sein.
Die Pellets können in zwei verschiedenen Varianten produziert werden: Mit einem Extruder oder kaltgepresst.
Extruder-Futter: Ein Extruder funktioniert wie eine Art Dampfgarer und Fleischwolf kombiniert. Die Inhaltsstoffe werden zunächst in Wasser aufgewärmt und anschließend sehr stark erhitzt. Fette, Vitamine und andere Antioxidantien werden hinzugefügt, Klebereiweiß sorgt für die Festigkeit der Pellets.
Kaltgepresstes Trockenfutter: Bei dieser Herstellungsart werden die Zutaten in Pulverform in einen Trichter gegeben und anschließend so lange unter geringer Wärmezufuhr vermengt, bis sie aus einer Öffnung gepresst werden können. Die niedrigen Temperaturen sorgen dafür, dass alle Inhaltstoffe und Mineralien im Futter erhalten bleiben. Da das kaltgepresste Futter in kleineren Mengen hergestellt wird, ist es in der Regel frischer als Extruder-Futter.
Bitte beachten Sie, dass in den meisten Trockenfutterarten Getreide, insbesondere Gluten, enthalten ist. Dies ist für Katzen jedoch schwer verdaulich. Daher sollten Sie das Verhalten Ihres Tieres nach dem Verzehr beobachten. Sollten Verdauungsprobleme auftauchen, setzen Sie besser auf Katzenfutter ohne Getreide.
Achten Sie darauf, dass Ihre Katze immer genügend Wasser mit ihrem Trockenfutter bekommt. Dies ist bei extrudiertem Futter besonders wichtig. Bei kaltgepresstem Futter sollte die Katze aufgrund seiner schnellen Quellfähigkeit erst 15 Minuten nach dem Verzehr etwas trinken.
Bekannte Hersteller von Katzen-Trockenfutter sind:
Bosch Tiernahrung Trockenfutter
Mera Cat Trockenfutter
Royal Canin Trockenfutter
2.2 Nassfutter
Nassfutter, auch Feuchtfutter oder Dosenfutter genannt, wird in der Regel aus Fleisch sowie anderen tierischen Nebenerzeugnissen hergestellt. Einige Futtersorten werden auch mit Fisch angeboten. Kombiniert werden die Inhaltsstoffe mit Gemüse, Getreide und Fetten. Das Futter wird in Dosen, Schälchen oder Frischhalteverpackungen verkauft.
Nassfutter zeichnet sich vor allem durch seinen hohen Wasseranteil aus.
Nassfutter hat, anders als Trockenfutter, einen sehr hohen Wasseranteil von 60 bis 85 Prozent. Es wird als Gelee angeboten, als Stückchen in Soße sowie als Paté.
Die Rohstoffe stammen von Tieren, die auch für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Hochwertiges Katzenfutter zeichnet sich dadurch aus, dass es neben Wasser aus einem hohen Prozentsatz wertvoller Inhaltsstoffe wie Fleisch oder Fisch besteht.
Welche Inhaltsstoffe des Katzenfutters als sehr wertvoll, mittelmäßig oder weniger wertvoll gelten, erfahren Sie unter Punkt Drei.
Die meisten Katzen trinken nur ungern oder vergessen es des Öfteren, weshalb sie häufig an Nieren- und Harnwegserkrankungen leiden. Nassfutter ist eine gute Möglichkeit, die Tiere mit Flüssigkeit zu versorgen. Nichtsdestotrotz sollte auch bei dieser Fütterungsform immer ein Wassernapf bereitstehen.
Setzen Sie auch hier bei empfindlichen Katzen auf getreidefreies Futter beziehungsweise beobachten Sie das Verhalten des Tieres nach dem Verzehr. Einige Katzen kommen mit dem hohen Wasseranteil des Futters nicht zurecht, in diesem Fall sollten Sie auf Trockenfutter umsteigen.
Bekannte Hersteller von Katzen-Nassfutter sind:
Felix Nassfutter von Nestlé
Gourmet Nassfutter von Purina
Whiskas Nassfutter von Mars
Welche Vor- und Nachteile Nass- und Trockenfutter haben, sehen Sie im Folgenden auf einen Blick:
Trockenfutter
Vorteile
- Leicht zu tragen und zu lagern
- Weniger Verpackungsmüll
- Preiswert
- Unterstützt das natürliche Fressverhalten der Katze
- Fördert die Zahnhygiene
Nachteile
- Oft getreidehaltig und so schlecht verdaubar
- Bei falscher Lagerung Milbengefahr
- Kann aufgrund hoher Quellmenge Übergewicht verursachen
- Erhöht Gefahr, dass Katze dehydriert
Nassfutter
Vorteile
- Versorgt Katze mit ausreichend Wasser
- Kann ohne Zusatz von Kohlenhydraten produziert werden
- Lange haltbar
- Hilft Katze beim Abnehmen
- Oftmals frischere Zutaten als bei Trockenfutter
Nachteile
- In der Regel kostenintensiver
- Mehr Verpackungsmüll
- Nach Öffnen schnell verderblich
- Zu hoher Wasseranteil sowie Getreide können zu Verdauungsproblemen führen
Generell gilt, dass Sie Ihre Katze nach dem ersten Verzehr eines neuen Futters beobachten sollten. Verträgt sie es gut oder eher schlechter? Entscheiden Sie nach dem Verhalten Ihres Tiers, ob Sie ihr die gewählte Mahlzeit erneut anbieten möchten.
In manchen Fällen ist eine Mischfütterung der Katze sinnvoll, sprich das Füttern von Nass- und Trockenfutter. Zudem kann es sein, dass gesundheitliche Probleme eine plötzliche Umstellung von Trocken- auf Nassfutter verlangen. Daher ist es wichtig, dass Sie Jungkatzen von klein auf an beide Futterarten gewöhnen. Achten Sie bei der Mischfütterung lediglich darauf, dass die Katze nicht zunimmt – lesen Sie hierfür die Rationsempfehlungen, die Sie meist auf den Produktverpackungen finden.
2.3 Spezialfutter
Manche Katzen reagieren auf reguläres Katzenfutter sehr sensibel. Hier können unter anderem Verdauungsprobleme auftreten sowie Nierenschäden, Harnwegserkrankungen oder gar Essensverweigerung. Daher wurden zahlreiche Spezialfutter wie hypoallergenes Katzenfutter oder Futter ohne Zucker entwickelt, die auf die Bedürfnisse sensibler Stubentiger eingehen.
Hier eine Auswahl verschiedener Spezialfutter und für wen sie geeignet sind:
Futter für sterilisierte Katzen: Wurde eine Katze kastriert oder sterilisiert, so kann der Hang zum Übergewicht größer werden, da das Tier allgemein träge und müder wird. Das Spezialfutter sollte getreidefrei sowie stark energiereduziert sein. Ein hoher Ballaststoffgehalt sorgt zudem für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl.
Beispielsorte: Sanabelle Sterilized

Futter bei Diabetes: Vor dieser Volkskrankheit bleiben auch Vierbeiner nicht verschont. Das Futter für Katzen mit Diabetes sollte niedrige Fett- und Energiewerte, sowie einen hohen Rohfasergehalt aufweisen. Eine spezielle Zusammensetzung an Vitaminen und Mineralien sorgt dafür, dass die Glukosefreisetzung einfach erfolgt und der Blutzucker niedrig gehalten wird.
Beispielsorte: Kattovit Feline Diet Diabetes

Futter für Katzenwelpen: Wie auch beim Menschen gilt: Katzenbabys und Jungtiere brauchen besondere Aufmerksamkeit. Daher ist es wichtig, dass die Katzenwelpen bestes Katzenfutter erhalten. Antioxidantien sowie Vitamine, Taurin und Lutein unterstützen das Immunsystem der Kleinen und fördern das Wachstum.
Beispielsorte: Royal Canin Feline Babycat 34

3. Inhaltsstoffe
Welche Inhaltsstoffe in Katzenfutter enthalten sind, sehen Sie in dieser Übersicht. Gutes Katzenfutter zeichnet sich dadurch aus, dass es möglichst wenig Getreide und Konservierungsstoffe enthält. Bei Bio Katzenfutter wird zudem darauf geachtet, dass das Fleisch von Tieren stammt, die nur mit natürlichen Nahrungsmitteln gefüttert wurden.
TROCKENFUTTER
- Wertvolle Inhaltstoffe: Fleischmehl, Geflügelmehl, Fischmehl
- Wertvolle Nebenerzeugnisse: Federmehl, Blutmehl
- Weniger wertvolle Nebenerzeugnisse: Haut, Horn, Schnäbel
NASSFUTTER
- Wertvolle Inhaltstoffe: Rindfleisch, Muskelfleisch, Hühner- oder Putenbrust, Fisch
- Wertvolle Nebenerzeugnisse: Herz, Leber
- Weniger wertvolle Nebenerzeugnisse: Andere Organe, Euter, Pansen, Schlund
4. FAQ
Wie oft sollte ich das Katzenfutter wechseln?
Es ist möglich, das Katzenfutter von Zeit zu Zeit zu variieren. Haben Sie jedoch vier bis fünf Sorten gefunden, die Ihrer Katze munden, dann sollten Sie nur noch zwischen diesen in Monatsabständen rotieren. Häufige Wechsel können zu Unverträglichkeiten führen.
Welches Katzenfutter hilft beim Abnehmen?
Es gibt zahlreiche Futtersorten, die einen niedrigen Energie- und Fettgehalt aufweisen und somit als Diätfutter gelten. Generell hat sich jedoch bewährt, die Katze langsam an kleinere Mengen Futter zu gewöhnen. Hierbei kann die Diätnahrung unterstützend eingesetzt werden. Wie viele Kalorien pro Kilogramm Körpergewicht Ihre Katze zu sich nehmen sollte, entnehmen Sie der obenstehenden Tabelle.
Gibt es Katzenfutter, das die Mundhygiene unterstützt?
Ja, besonders in zahlreichen Trockenfutter-Sorten sind Stoffe wie Calcium enthalten, die die Mundhygiene und Zahnpflege Ihrer Katze unterstützen. Ob Ihre Katze an Parodontose leidet, entnehmen Sie folgenden Symptomen: Essensverweigerung, vermehrtes Berühren des Mauls mit der Pfote, Gereiztheit und Mundgeruch. Es gibt auch spezielle Zahnbürsten, mit denen Sie die Zähne Ihres Stubentigers reinigen können.
5. Verwandte Links
- Katzenpflegemittel
- Katzenbetten
- Katzenstreu
- Katzentoiletten
- Katzenklappen






































