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Wissenswertes über Konvektoren und Radiatoren
1. Konvektoren und Radiatoren im Vergleich
Konvektoren und (elektrische) Radiatoren sind zwei Arten von Heizkörpern, die als Zusatz- oder Übergangsheizung benutzt werden können. Der Unterschied zwischen den beiden Geräten liegt vor allem in der Art der Wärmeabgabe, was sich auch im Namen widerspiegelt. Konvektoren erzeugen größtenteils Konvektionswärme, während Radiatoren in erster Linie Strahlungswärme abgeben. Allerdings arbeiten beide Varianten in geringeren Anteilen auch mit der jeweils anderen Form von Wärme.
Konvektoren gelten grundsätzlich als die energieeffizientere Option, wobei es mittlerweile auch sehr sparsam arbeitende Radiatoren gibt. Als Hauptheizung im Winter eignen sich allerdings beide nicht, da der Stromverbrauch einfach zu groß wäre.
1.1 Funktionsweisen

Konvektor
Das Gerät saugt kühle Luft unter dem Heizkörper an und erwärmt sie mit Hilfe von Heizdrähten. Die nun warme Luft steigt im Inneren des Geräts auf und wird am oberen Ende in den Raum abgegeben. Der Konvektor sorgt so für eine stetige Luftzirkulation im Raum. Die Heizelemente oder Rippen sind senkrecht angeordnet, damit die Luft ungehindert nach oben steigen kann und die Effizienz des Konvektionsvorgangs maximiert wird. Konvektionswärme macht etwa 80 Prozent der Heizleistung eines Konvektors aus, der Rest ist Strahlungswärme.

Radiator
Im Inneren befindet sich ein Speichermedium, normalerweise Wasser oder Öl, welches durch ein elektrisches Heizaggregat erhitzt wird. Da der Heizkörper aus Metall besteht, welches eine gute Wärmeleitfähigkeit hat, wird die Wärme darüber in Form von horizontalen Wärmewellen an die Umgebung abgegeben. Radiatoren haben oft Rippen oder Lamellen, um die Oberfläche zu vergrößern und die Heizleistung zu steigern.
1.2 Vor- und Nachteile
Beide Arten von Heizkörpern bringen dabei gewisse Vor- und Nachteile mit sich, welche wir in der folgenden Tabelle für dich zusammengefasst haben.
Konvektor Vorteile
- schnelle Raumaufheizung
- gleichmäßige Wärmeverteilung
- kompakte Bauform
Konvektor Nachteile
- Luftströmung eventuell unangenehm
- für Hausstauballergiker wegen aufgewirbeltem Staub ungeeignet
- komplizierte Reinigung
Radiator Vorteile
- günstiger als andere Heizkörper
- keine Luftbewegung
- für viele Menschen angenehmere und intensiver empfundene Wärme
Radiator Nachteile
- lange Aufheizphase
- nur punktuelle Raumaufheizung und Wärmeabsorption durch Gegenstände
2. Kaufkriterien
Wenn du dich für eine Art von Heizkörper entschieden hast, solltest du vor dem Kauf noch die in diesem Kapitel dargestellten Merkmale beachten.
2.1 Konvektoren
- Heizleistung: Für kleine, gut isolierte Räume reichen 1.000 bis 1.500 Watt aus. Für größere Räume ab 25 Quadratmetern sollte die Leistung 2.000 bis 2.500 Watt betragen.
- Thermostat mit Raumtemperaturregler: Verhindert die Überproduktion von Wärme und lässt die Luftgeschwindigkeit stufenweise regulieren.
- Sicherheit: In Nassräumen muss das Gerät spritzfest sein. Dies erkennst du an der Kennzeichnung von IPx4 oder höher. Das GS-Siegel zeugt zusätzlich von Sicherheit.
2.2 Radiatoren
- Leistung: Für gut isolierte Räume reicht eine Leistung von etwa 80 Watt pro Quadratmeter Raumfläche aus. Bei schlechter Isolierung sollten es rund 122 Watt pro Quadratmeter sein.
- Thermostat und Timer: Mit einem Stufenregler-Thermostat lässt sich die Heizleistung an den Bedarf anpassen. Ein Timer stellt den Heizkörper nach einer gewissen Zeit automatisch ab.
- Rollen: Radiatoren sind mitunter ziemlich schwer. Wenn daran Rollen befestigt sind, kann das Gerät einfach in andere Räume geschoben werden.
3. FAQ
Was ist besser: Konvektor oder Radiator?
Beide Arten von Heizkörpern schaffen es in der Regel, einen Raum gut aufzuheizen. Ein Konvektor arbeitet dabei schneller und gleichmäßiger und gilt allgemein als die energieeffizientere Variante. Allerdings wirbelt er Staub auf und der Luftzug wird oft als unangenehm empfunden. Radiatoren heizen den Raum langsamer auf, die Wärme wird aber auch länger gespeichert und oft als angenehmer und wärmer empfunden.
Wie heizt ein Konvektor?
Bei einem Konvektor wird unten kühle Luft angesaugt und im Heizkörper erwärmt. Die jetzt warme Luft steigt nach oben und wird dort an die Umgebung abgegeben. So heizt ein Konvektor den Raum gleichmäßig und unter ständiger Luftbewegung auf. Mehr dazu erfährst du in unserem Ratgeber.
Wie viel Strom verbraucht ein Radiator?
Ölradiatoren erreichen meistens eine Leistung zwischen 1.000 und 2.500 Watt, also 1 bis 2,5 Kilowatt. Um den Stromverbrauch zu berechnen, musst du die Leistung in Kilowatt mit der Stundenanzahl, die das Gerät im Betrieb ist, multiplizieren und erhältst den Stromverbrauch in Kilowattstunden.












































