
Pelletöfen - Wärme und Behaglichkeit
Pelletöfen sorgen für angenehme Wärme und eine behagliche Atmosphäre in Ihrem Heim. Dabei bieten sie gegenüber anderen Ofen- und Kaminsystemen diverse Vorteile. Wie unterscheiden sich Pelletöfen von anderen Heizsystemen? Was muss vor der Anschaffung beachtet werden? In diesem Ratgeber erklären wir Ihnen die Funktionsweise von Pelletöfen und geben Ihnen wichtige Tipps für den Kauf und den Betrieb dieses Heizsystems.
1. Funktionsweise von Pelletöfen
Vorteile eines Pelletofens:
- Pellets deutlich sauberer als Kohle oder Holz
- Umweltfreundlich und nachhaltig
- Vollautomatischer Betrieb möglich
- Emissionsarm
- Hohe Heizleistung
- Kostengünstiger Betrieb
Pelletöfen funktionieren ähnlich wie konventionelle Kaminöfen beziehungsweise andere Kaminarten. Im Gegensatz zu Pellet-Zentralheizungen werden Pelletöfen direkt in dem zu beheizenden Raum aufgestellt. Die meisten Modelle verfügen über einen integrierten oder externen Pellet-Vorratsbehälter. Von diesem gelangen die Holzpellets automatisch in die Brennkammer. Auf diese Weise kann der Ofen einen bis mehrere Tage betrieben werden.
Suchen Sie vor dem Kauf eine geeignete Stelle als Aufstellplatz für den Ofen aus. Dieser muss spezielle Kriterien erfüllen: So muss beispielsweise die Frischluft-Zufuhr garantiert und der Anschluss an einen Kamin möglich sein. Befragen Sie zudem einen Schornsteinfeger, ob die Verwendung des Ofens genehmigt wird.

Achten Sie bei der Wahl Ihres neuen Pelletofens auf Prüfsiegel wie beispielsweise das des TÜV. Diese stehen für kontrollierte Qualität und Sicherheit.
1.1 Aufbau und Betrieb
Von der Optik sind Pelletöfen nicht oder kaum von anderen Kaminöfen zu unterscheiden. Häufig verfügen sie jedoch über ein Display beziehungsweise ein Bedienfeld für den automatischen Betrieb, das an anderen Ofenmodellen nicht zu finden ist.
Über einen solchen Vorratsbehälter gelangen die Pellets in die Brennkammer.
Die Brennstoffzufuhr wird dabei je nach Bedarf und eingestellter Wunschtemperatur geregelt. Über verschiedene Sensoren erkennt der Ofen, welche Menge an Pellets er benötigt. Diese werden dann beispielsweise über eine Klappe oder mithilfe einer sogenannten Schnecke in die Brennkammer befördert, wo sie durch einen Zünddraht entzündet beziehungsweise bei laufendem Betrieb verbrannt werden. Durch ein Gebläse wird die benötigte Frischluft in die Brennkammer geleitet. Wenn die gewünschte Temperatur erreicht ist, reduziert der Ofen die Heizleistung beziehungsweise schaltet sich ab, indem beispielsweise die Frischluftzufuhr unterbrochen wird.
Pelletöfen können unter anderem am Display oder mithilfe einer Fernbedienung gesteuert werden.
Pelletöfen können mit vielen praktischen Funktionen ausgestattet sein. So lassen sich viele Modelle über eine integrierte Zeitschaltuhr regeln. Die elektronische Steuerung ermöglicht zudem das Einstellen diverser Tages- und anderer Heizzyklen. Einige Varianten können sogar mithilfe einer App über das Smartphone gesteuert werden.
Lediglich die Reinigung des Ofens muss in regelmäßigen Abständen manuell erfolgen. Wie Sie Ihren neuen Pelletofen am einfachsten reinigen, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.
1.2 Holzpellets
Holzpellets werden in der Regel aus Sägespänen gefertigt. Die Eigenschaften des stäbchenförmigen Brennstoffs haben wir in dieser Liste für Sie zusammengefasst:
- Durchmesser unter 25 mm
- Länge von 20 bis 50 mm
- Fast ausschließlich aus Holz (Sägespänen) hergestellt
- Zugabe von Maisstärke und Wasser erlaubt, um stabile Form zu erreichen
- Rohstoff wird unter hohem Druck durch eine Matrize in Form gepresst
- Ascheanteil von 0,5 %
- Umweltneutrale Verbrennung

1.3 Reinigung und Wartung
Da beim Einsatz eines Pelletofens nur geringe Mengen an Asche anfallen, gestaltet sich die Reinigung relativ einfach und kann beispielsweise mit einem speziellen Aschesauger durchgeführt werden.
Diese Abbildung zeigt die Brennkammer eines gereinigten Pelletofens.
Beachten Sie, dass Sie den Ofen nur reinigen sollten, wenn er und die darin befindliche Asche vollkommen abgekühlt ist. Darüber hinaus raten wir von dem Einsatz eines herkömmlichen Staubsaugers ab, da dieser bei der Arbeit beschädigt werden kann.
Ziehen Sie bei der Reinigung unbedingt das Handbuch zurate oder befragen Sie im Zweifel einen Fachmann. Eine beispielhafte Anleitung finden Sie in diesem Video:
Darüber hinaus müssen Pelletöfen in regelmäßigen Abständen gewartet werden, um die einwandfreie Funktionalität zu gewährleisten. Diese kann beispielsweise von einem Heizungs- und Ofenmonteur oder einem Schornsteinfeger durchgeführt werden.
2. Pelletofen-Arten
Je nach Einsatzgebiet und -zweck werden unterschiedliche Pelletofen-Arten angeboten. Wir stellen Ihnen die drei gängigsten Varianten genauer vor:
Pelletöfen ohne Ventilator/Gebläse
Moderne Pelletöfen arbeiten überaus leise. Dennoch kann die Wahl eines Geräts ohne Ventilator beziehungsweise Gebläse interessant sein, wenn Sie den Ofen beispielsweise im Schlafzimmer aufstellen wollen. Das Gebläse ist dafür zuständig, die entstehende Wärme möglichst gleichmäßig in dem beheizten Raum zu verteilen. Bei Varianten, die ohne Ventilator funktionieren, wird die Wärmeverteilung durch Luftströmung bewerkstelligt.
Raumluft-unabhängige Pelletöfen
Für den Einsatz in Niedrigenergie- sowie Passivhäusern werden speziell gefertigte Raumluft-unabhängige Pelletöfen angeboten. Diese benötigen eine bauaufsichtliche Zulassung durch das DIBt (Deutsches Institut für Bautechnik). Bei der Zulassung wird eine Dichtigkeitsprüfung durchgeführt, die einen sicheren Betrieb in Niedrigenergie- und Passivhäusern garantiert. Achten Sie daher beim Kauf auf das entsprechende DIBt-Zertifikat.
Wasserführende Pelletöfen
Eine weitere Kategorie bilden die wasserführenden Pelletöfen. Diese können an den Heizungskreislauf angeschlossen werden. Auf diese Weise wird die Beheizung mehrerer Räume mithilfe des Pelletofens ermöglicht. Dabei kann der Ofen sowohl als Unterstützung als auch als Austausch der konventionellen Heizanlage dienen.
Diese Abbildung zeigt eine kleine Auswahl unterschiedlicher Pelletofen-Modelle. Sie unterscheiden sich beispielsweise in Design, Form und Farbgebung.
3. FAQ
Wie funktioniert ein Pelletofen?
Ein Pelletofen wird ähnlich wie ein herkömmlicher Kaminofen betrieben. Als Energieträger werden Holzpellets (kleine zylindrische Presslinge) verwendet. Diese werden aus einem Vorratsbehälter automatisch in die Brennkammer geleitet, wo sie entzündet beziehungsweise verbrannt werden. Je nach Variante kann ein Pelletofen einen einzigen oder mehrere Räume beheizen.
Kann man mit Pelletöfen mehrere Räume heizen?
Einige Pelletöfen sind mit einer Wasserführung ausgestattet, die mit der Heizungsanlage verbunden ist. Auf diese Weise können wasserführende Pelletöfen nicht nur den Raum, in dem sie aufgestellt sind, sondern mehrere Räume gleichzeitig heizen.
Wer kann einen Pelletofen anschließen?
Mit der Installation und dem Anschluss Ihres neuen Pelletofens sollten Sie unbedingt einen Fachmann beauftragen. Fragen Sie einen Heizungs- oder Ofenmonteur und holen Sie zuvor die Genehmigung eines Schornsteinfegers für den Betrieb des Ofens ein.
Wie oft müssen Pelletöfen gewartet werden?
Neben der Reinigung des Innenraums von Asche und ähnlichen Rückständen muss bei Pelletöfen in regelmäßigen Abständen eine Wartung durch einen Fachmann erfolgen. Mit dieser sollten Sie einen Schornsteinfeger oder einen Heizungs- und Ofenmonteur beauftragen.
4. Verwandte Links
- Ölöfen
- Kaminöfen
- Ascheeimer
- Brennmaterial
- Ofenvorsetzer
- Kaminglasreiniger





























