
Ratgeber Heizlüfter
Heizlüfter sind ideal für unbeheizte Räume und als zusätzliche Wärmequelle geeignet. Dabei ist besonders praktisch, dass die Geräte mobil und innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit sind. Welche Technik den Heizlüftern zugrunde liegt und welche Punkte Sie beim Kauf sowie bei der Verwendung beachten sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
1. Aufbau von Heizlüftern
Heizlüfter funktionieren ähnlich wie Ventilatoren. Der Unterschied besteht darin, dass sie mit einem Heizelement ausgestattet sind, das in der Regel aus Drahtspiralen zusammengesetzt ist. Diese erhitzen sich wie bei einer Glühbirne durch elektrischen Strom. Dadurch wird die Luft erwärmt und anschließend vom eingebauten Propeller im Raum verteilt.
Dieser Heizlüfter bietet eine Gebläsefunktion.
Aufgrund ihrer geringen Größe und des niedrigen Gewichts sind Heizgebläse in der Regel mobil nutzbar. Dadurch können Sie die Geräte in mehreren Zimmern verwenden oder beispielsweise mit in den Urlaub nehmen. Wie breit gefächert die Einsatzmöglichkeiten sind, erfahren Sie im Folgenden.
1.1 Einsatzgebiete
Lüfter mit Heizfunktion eignen sich beispielsweise für diese Räumlichkeiten:
- Keller
- Gartenhäuser
- Geräteschuppen
- Garagen
- Werkstätten
Sie sind eine temporäre Lösung und werden aufgrund der relativ hohen Betriebskosten nicht als Ersatz von Zentralheizungen genutzt. Um den Stromverbrauch beziehungsweise die damit verbundenen Kosten zu berechnen, gehen Sie wie folgt vor:
Multiplizieren Sie die angegebene Leistung in Watt mit der Betriebszeit in Stunden. Teilen Sie das Ergebnis anschließend durch 1.000. Diesen Wert multiplizieren Sie mit den Kosten, die Sie pro Kilowattstunde zahlen müssen. Den jeweiligen Preis können Sie bei Ihrem Energieversorger erfahren.
1.2 Wichtige Kaufkriterien
Je nach Einsatzzweck sollten Sie bei Ihrer Wahl unterschiedliche Aspekte beachten. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengefasst:
Leistung und Leistungsstufen
Die Leistung, die in Watt (W) angegeben wird, gibt Aufschluss über die Schnelligkeit und Intensität der Wärmeentwicklung. Beachten Sie, dass Heizlüfter eher für kleinere Zimmer geeignet sind und Sie je nach Größe ein entsprechend leistungsfähiges Gerät wählen sollten. Die meisten Modelle bieten Ihnen etwa 1.000 bis 2.000 Watt. Die Leistung ist zumeist mit einem Schalter in zwei Stufen einstellbar, wodurch eine Anpassung an die jeweiligen Temperaturen möglich ist.
Generell gilt eine Leistung von 1.600 bis 2.000 Watt als empfehlenswert. Für große Industriehallen oder Baustellen werden spezielle Bauheizer mit bis zu 15.000 Watt angeboten.
Kaltluftfunktion
Darüber hinaus sind die meisten Heizgebläse mit einer zusätzlichen Kaltluftfunktion ausgestattet. Bei dieser wird lediglich der Ventilator betrieben, während die Heizstäbe nicht mit Strom versorgt werden und daher kühl bleiben.
Thermostat
Ein integriertes Thermostat misst die Raumtemperatur und sorgt für eine automatische Abschaltung des Heizlüfters.
Zeitschaltuhr
Eine Zeitschaltuhr erlaubt Ihnen das Programmieren der Betriebszeit. Dabei können Sie zumeist die Betriebsdauer festlegen. Einige Geräte ermöglichen jedoch auch ein automatisiertes Einschalten.
Kippschutz
Bei Ihrer Wahl sollten Sie unbedingt auf einen Kippschutz achten, da dieser ein wichtiges Sicherheitsmerkmal darstellt: Am Sockel befindet sich ein Schalter, der bei aufrechtem Stand ununterbrochen betätigt wird. Sollte der Heizlüfter umfallen, wird die Stromverbindung automatisch getrennt, wodurch Schäden am Untergrund sowie der Entstehung eines Feuers vorgebeugt wird.
Überhitzungsschutz
Auch ein Überhitzungsschutz gilt als unverzichtbar. Bei zu langem, intensivem Betrieb können die Geräte sehr heiß werden. Um Beschädigungen des Lüfters vorzubeugen, wird er durch den Überhitzungsschutz automatisch ausgeschaltet.
2. Keramikheizlüfter
Als Keramikheizlüfter wird eine bauliche Untergruppe der konventionellen Modelle bezeichnet. Sie heben sich durch ihre Heizelemente aus Keramik ab und sind darüber hinaus nicht mit einem Gebläse ausgestattet. Stattdessen erfolgt die Wärmeverteilung über Abstrahlung. Der Vorteil dieser Technologie besteht in den folgenden Punkten:
Dieser Heizlüfter ist mit Keramik-Technologie ausgestattet.
- Keramikheizlüfter arbeiten effizienter und helfen Ihnen so, Strom zu sparen.
- Keramik-Heizelemente glühen nicht, wodurch die Gefahr von Bränden minimiert wird.
- Das höhere Eigengewicht, das durch den Einsatz von Keramik zustande kommt, sorgt für eine gesteigerte Standfestigkeit und kann ein Umfallen des Lüfters verhindern.
- Aufgrund des fehlenden Ventilators sind sie im Betrieb deutlich geräuschärmer.
- Die Geräte sind selbstregulierend bei der Hitzeentwicklung. Daher ist ein Überhitzen nicht möglich.
- Staub, der sich auf der Keramik ablagert, verbrennt nicht, wodurch im Gegensatz zu konventionellen Varianten bei diesen Geräten keine unangenehmen Gerüche auftreten.
- Generell gelten Heizlüfter mit Keramik-Technologie als besonders stabil und langlebig.
3. Sicherheitshinweise
Heizlüfter sind in modernen, ansprechenden Designs verfügbar.
Für einen störungsfreien und sicheren Betrieb sollten Sie die folgenden Hinweise beachten:
- Stellen Sie Heizlüfter immer möglichst frei auf. Dies verhindert Stauwärme, die im schlimmsten Fall einen Brand auslösen kann.
- Die Geräte sollten nicht in der Nähe von brennbaren Stoffen oder Gegenständen betrieben werden.
- Bauartbedingt fällt der Schutz gegen das Eindringen von Festkörpern und Wasser relativ gering aus. Daher sollten Sie insbesondere beim Einsatz in Badezimmern darauf achten, dass der Heizlüfter nicht mit Wasser in Berührung kommt.
- Zur Sicherheit raten wir dazu, die Geräte nicht unbeaufsichtigt zu betreiben.
In unserem Onlineshop finden Sie diverse Heizlüfter-Modelle. Schauen Sie sich beispielsweise das Angebot dieser beiden Markenhersteller an:
| Heizlüfter von Trotec | Heizlüfter von De'Longhi |
|---|---|
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4. FAQ
Wie funktioniert ein Heizlüfter?
Der Aufbau von Heizlüftern ähnelt dem von Ventilatoren. Sie sind jedoch mit einem Heizelement ausgestattet, das zumeist aus Drahtspiralen besteht und mithilfe von Strom auf hohe Temperaturen erhitzt wird. Diese Wärme wird dann durch das Gebläse in der Raumluft verteilt.
Warum gibt es Keramik-Heizlüfter?
Keramik-Heizlüfter funktionieren im Prinzip wie konventionelle Modelle. Dabei sind die Heizelemente aus Keramik gefertigt, weswegen diese Variante einige Vorteile bietet: So sind sie durch das höhere Eigengewicht standfester. Darüber hinaus kommt bei Keramik-Heizlüftern kein Gebläse zum Einsatz, sodass die Verwendung besonders leise ist und beispielsweise nicht beim Fernsehen stört. Weitere Unterschiede haben wir im zweiten Kapitel unseres Ratgebers für Sie zusammengefasst.
Wie teuer sind Heizlüfter?
Die Anschaffungskosten der mobilen Heizgebläse sind relativ gering. Allerdings sollten Sie stets den Energieverbrauch beachten, den Sie wie folgt berechnen:
Leistung in Watt x Betriebszeit in Stunden : 1.000 x Preis pro Kilowattstunde










































