
Ratgeber Fahrradcomputer
Ein Fahrradcomputer zeigt während der Fahrt unterschiedliche Parameter an oder zeichnet diese auf. Somit kann er die Motivation steigern und ein zielgerichtetes Training sinnvoll unterstützen.
1. Aufbau und Einsatz von Fahrradcomputern
Fahrradcomputer bestehen in der Regel aus zwei Hauptkomponenten: einer Basiseinheit und einem Sensor. Die Basiseinheit verfügt über ein Display zur Darstellung der unterschiedlichen Werte. Je nach Ausführung umfassen diese beispielsweise:
- Geschwindigkeit und Trittfrequenz
- Distanz (Kilometerzähler)
- Herzfrequenz
Damit die entsprechenden Daten stets gut ablesbar sind, wird die Basiseinheit am Lenker des Fahrrads befestigt. Dies geschieht mithilfe einer Halterung, die es erlaubt, den Radcomputer beim Abstellen des Rads abzunehmen.
Fahrradcomputer mit Anzeige von Geschwindigkeit und Fahrtzeit
Um sicherzustellen, dass das Display jederzeit – auch bei schlechten Lichtverhältnissen – gut zu erkennen ist, sollten Sie sich für ein Modell mit Hintergrundbeleuchtung entscheiden und auf eine ausreichende Displaygröße achten.
Der Sensor wird in der Regel an der Gabel des Vorderrads angebracht und überträgt sein Signal kabelgebunden oder per Funk an die Basiseinheit. Wie genau der Sensor funktioniert, erfahren Sie im Folgenden.
2. Technologie: Magnetsensor versus GPS
Fahrradcomputer können mit einem Magnetsensor oder einem GPS-Empfänger ausgestattet sein. Je nach Technologie unterscheidet sich die Datenmessung:
Bei einem Magnetsensor, der an der Fahrradgabel angebracht wird, kommt ein weiteres Element zum Einsatz, welches an einer Speiche des Rads zu befestigen ist. Dabei müssen Sie darauf achten, dass sich beide gegenüberliegen, wenn sich die entsprechende Speiche parallel zur Gabel befindet. So kann der Sensor die Anzahl der Radumdrehungen erkennen und der Fahrradcomputer die zurückgelegte Distanz sowie die Fahrtgeschwindigkeit errechnen. Für eine exakte Berechnung muss jedoch die Radgröße an der Basiseinheit eingestellt werden.
Fahrrad-Navis bieten umfangreiche Funktionen.
Komfortabler sind Fahrradcomputer mit GPS: Diese arbeiten besonders exakt und Bedienfehler durch falsche Einstellungen (beispielsweise bei der Eingabe der Radgröße) sind auszuschließen. Mithilfe des Satellitensignals werden die Strecke und Geschwindigkeit ermittelt. Darüber hinaus lassen sich entsprechende Geräte an mehreren Fahrrädern verwenden, ohne dass Sie beim Wechsel Anpassungen in den Einstellungen vornehmen müssen. Dies bietet sich beispielsweise an, wenn Sie sowohl ein Mountainbike für Geländetouren als auch ein Rennrad für schnelle Fahrten nutzen.
3. Funktionsumfang
Ein Fahrradcomputer ermöglicht es Ihnen, die Ergebnisse Ihres Radtrainings nachzuvollziehen und zu protokollieren.
Bei der Ausstattung sollten Sie dementsprechend darauf achten, dass die von Ihnen gewünschten Daten erhoben werden können. Einfache Modelle erfassen in der Regel lediglich die aktuelle Geschwindigkeit sowie die gefahrene Strecke. Geräte mit größerem Funktionsumfang bieten zudem folgende Optionen:
Durch die Erhebung der Herzfrequenz beziehungsweise des Pulses können Sie sicherstellen, im für Sie optimalen Herzfrequenzbereich zu trainieren. In der Regel dient ein Brustgurt als Pulsmesser, der die Daten per Funk an die Basiseinheit sendet.
Auch die Höhenmessung der aktuellen Position in Metern über dem Meeresspiegel ist möglich. Dies geschieht zumeist in Kombination mit dem bewältigten Höhenunterschied oder der entsprechenden Steigung beziehungsweise dem Gefälle.
Anhand entsprechender Eingaben und Berechnungen können Fahrradcomputer zudem einen Näherungswert des Kalorienverbrauchs berechnen. Diese Funktion ist besonders dann sinnvoll, wenn Sie trainieren, um Ihr Gewicht zu verringern.
Einige Modelle können die aktuelle Temperatur sowie Uhrzeit anzeigen lassen. Zudem schaltet sich das Display teilweise in den Standby-Modus, wenn das Fahrrad eine gewisse Zeit lang nicht bewegt wird.
Fahrrad-Navis
Eine besondere Ausführung der Fahrradcomputer sind Fahrrad-Navigationsgeräte , die einen Routenplaner bieten. Bei diesen Modellen können Sie – je nach Kartenmaterial – Strecken anhand des Geländes planen. Einige Navigationsgeräte berücksichtigen dabei automatisch den ausgewählten Fahrradtyp.
4. FAQ
Was muss ein Fahrradcomputer können?
Der Funktionsumfang kann zwischen den verschiedenen Modellen stark variieren. Welche Möglichkeiten und Optionen Ihnen das Gerät bieten sollte, ist primär davon abhängig, für welchen Zweck Sie Ihr Fahrrad hauptsächlich nutzen und welche Daten Sie erheben wollen. Um die Distanz auf einer gemütlichen Spazierfahrt zu überprüfen, reicht in der Regel ein einfaches Modell aus. Wenn Sie hingegen mit Ihrem Fahrrad trainieren, empfiehlt sich ein Fahrradcomputer, mit dem Sie Höhenunterschiede, Kalorienverbrauch und Ihre Herzfrequenz dokumentieren können.
Wie funktioniert ein kabelloser Fahrradcomputer?
Bei dieser Ausführung erfolgt die Datenübertragung zwischen dem Magnetsensor und der Haupteinheit per Funk. Ebenso kommen Fahrradcomputer mit GPS ohne Kabel aus, da die Daten über das GPS-Signal auf den Computer übertragen werden.
Wo bringt man einen Fahrradcomputer an und wo befestigt man den Sensor?
Die Bedieneinheit eines Fahrradcomputers ist mit dem Display ausgestattet, weswegen sie am Lenker befestigt wird. Auf diese Weise sind Sie auch während der Fahrt stets in der Lage, die angezeigten Werte oder die geplante Route abzulesen.
Der Sensor wird bei den meisten Ausführungen hingegen am Vorderrad befestigt: Der mit dem Computer verbundene Teil wird dabei an der Gabel installiert und sein Gegenpart an einer Speiche des Rads.


































