
Ratgeber Schneidebretter
Schneidebretter sind praktische Küchenhelfer und sollten in keinem Haushalt fehlen. Doch welches Material eignet sich am besten und wie werden die Schneideunterlagen hygienisch und antibakteriell gereinigt? Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie in unserem Ratgeber.
1. Materialien von Küchenbrettern
Gute Schneidebretter dienen nicht nur als Unterlage bei Küchenarbeiten, darüber hinaus schonen sie die Klingen von Messern.
Bei der Wahl des Materials haben Sie zumeist die Auswahl zwischen:
- Holz
- Kunststoff
- Glas
- Keramik
- Stein
Generell gilt: Sobald ein Brettchen viele Kratzer auf der Oberfläche aufweist, sollte es ausgetauscht werden.
1.1 Holz
Holz ist ein natürliches Material und überzeugt bei der Verwendung als Küchenbrett mit vielen Vor- und nur wenigen Nachteilen:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Antibakterielle Wirkung, Material wirkt für eine gewisse Zeit keimabtötend | Dürfen nicht in der Spülmaschine gereinigt werden |
| Schonend zur Messerklinge, lässt diese langsamer abnutzen | Reinigung und Pflege sehr zeitintensiv |
| Langlebig, kann jederzeit wieder aufbereitet werden | |
| Naturprodukt ohne chemische Zusätze | |
| Ansprechende Optik |
Jedoch eignet sich nicht jede Holzart als Material für ein Schneidebrett. Besonders weiche Hölzer werden schnell durch die Klingen der Messer abgenutzt, harte Varianten können diese hingegen beschädigen.
Folgende Holzarten eignen sich besonders gut:
- Bambus: Diese Holzart hat sehr feine Poren, sodass weniger Bakterien in die Oberfläche eindringen können. Außerdem ist Bambus sehr hygienisch und messerschonend und es lösen sich wenige Holzsplitter von der Oberfläche.
- Oliven- oder Nussbaumholz: Auch diese Hölzer sind sehr feinporig, sodass Essensgerüche nicht angenommen werden. Zudem wirken die Bretter durch den hohen Ölanteil des Holzes optisch lange ansprechend.
- Tropenhölzer wie Teak: Obwohl Teak-Holz recht hart ist, eignet es sich dank seiner antibakteriellen Wirkung ebenfalls sehr gut als Schneidebrettchen. Achten Sie beim Kauf unbedingt auf das „FSC-100% Siegel“, damit nicht die illegale Abholzung des Tropenwaldes unterstützt wird.
Hinweis: Küchenbretter aus Holzfiberlaminat sind eine Mischung aus Kunststoff und Naturprodukt und können in der Spülmaschine gereinigt werden.
Reinigung & Pflege:
Küchenbretter aus Holz müssen von Hand gereinigt werden.
Im Gegensatz zu anderen Materialen ist Holz nur bedingt oder gar nicht spülmaschinengeeignet. Küchenbretter aus Holz müssen deswegen von Hand gereinigt werden. Hierzu muss das Schneidebrett sehr heiß abgespült, mit etwas Spülmittel gesäubert und anschließend an der Luft getrocknet werden.
Pflegetipp: Küchenbretter aus Holz können mit der Zeit unangenehme Gerüche annehmen. Hier hilft es, das Brettchen hin und wieder mit Essig zu reinigen. Wird das Holz darüber hinaus regelmäßig mit einem neutralen Speiseöl eingerieben, verlängert sich die Haltbarkeit. Dieses wirkt als eine Art Imprägnierung und verhindert, dass Feuchtigkeit in das Küchenbrett einzieht. Außerdem können Küchenbretter, die mit der Zeit unansehnlich geworden sind, mit einem Schleifgerät abgehobelt werden.
1.2 Kunststoff
Bretter aus Kunststoff gibt es in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Darüber hinaus zeichnen Sie sich durch folgende Eigenschaften aus:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Spülmaschinenfest, hygienisch zu reinigen | Können durch scharfe Messer schnell beschädigt werden |
| Festsetzen von Bakterien in Schneiderillen | |
| Preiswert | Können durch farbintensive Lebensmittel verfärben |
| Weiches Material, Messerklingen werden nicht beschädigt |
Küchenbretter aus Kunststoff eignen sich besonders gut für empfindliche Lebensmittel wie rohes Fleisch oder Fisch. Im Gegensatz zu Schneideunterlagen aus Holz können Kunststoff-Bretter in der Spülmaschine gereinigt werden, sodass die Gefahr einer Salmonellen-Belastung gering gehalten wird.
Reinigung & Pflege:
Besonders gut geeignet rohes Fleisch oder Fisch.
Farbintensive Lebensmittel wie Karotten oder rote Beete können ein helles Schneidebrett aus Kunststoff verfärben. Vor allem in den Schneiderillen lassen sich diese Farbveränderungen nur schwer mit Wasser und Spülmittel beziehungsweise in der Spülmaschine entfernen. Mit einer der drei folgenden Möglichkeiten lassen sich auch starke Verfärbungen reduzieren:
- Brettchen mit Öl einreiben und über Nacht stehen lassen.
- Schneideunterlage in Zitronensäure oder Essig einlegen.
- Lassen Sie das Schneidebrett mehrere Tage an der Sonne ausbleichen.
Wer seine Kunststoffbrettchen darüber hinaus desinfizieren möchte, kann diese auch bei 100° Celsius für eine Stunde in den Backofen legen, sodass alle Keime abgetötet werden.
Tipp: Verfärbungen werden verringert, wenn Sie das Brettchen vor dem Verwenden mit kaltem Wasser abspülen.
1.3 Sonstige Materialien
Neben Kunststoff und Holz finden auch häufig Glas, Keramik und Stein Verwendung als Küchenbrett.
- Glas: Dieses Material ist sehr hygienisch, nimmt kaum Geruch an und verhindert die Ablagerung von Bakterien. Jedoch ist Glas sehr hart, sodass empfindliche Messer beschädigt werden können. Außerdem empfinden viele Menschen das Geräusch des Schneidens auf Glas als unangenehm.
- Stein: Schneidebretter aus diesem Material wirken optisch sehr ansprechend und sind sehr schwer. Genauso wie Glasbretter sind solche Schneideunterlagen sehr hart, sodass sie sich nicht für das Arbeiten mit hochwertigen, sehr scharfen Messern eignen.
- Keramik: Keramik-Bretter können keinen Geruch annehmen und eignen sich deswegen hervorragend für das Schneiden von Fleisch oder Zwiebeln. Außerdem lassen sie sich in der Spülmaschine reinigen.
2. Schneidebretter-Modelle
Je nachdem, welche Lebensmittel auf dem Küchenbrett geschnitten werden sollen, gibt es unterschiedliche Modelle:
| Art | Eigenschaften | |
|---|---|---|
| Brotschneidebrett | Mit Fach oder Rillen zum Auffangen von Krümeln versehen | |
| Schneidebretter mit Saftrille | Für Fleisch oder Obst geeignet, Saftrille verhindert, dass der austretende Saft auf den Tisch hinabläuft | |
| Hackbrett | Besonders für Kräuter oder ähnliches geeignet, mit kreisförmiger Mulde, sodass das Schneidgut auf dem Brett zusammenbleibt | |
| Schneidebrett mit auswechselbaren Schneidfolien | Mit unterschiedlichen Auflagen versehen, die nach Bedarf ausgetauscht werden können, verschiedene Farben für unterschiedliche Lebensmittel, abgenutzte Auflagen können ausgetauscht werden | |
| Flexible Schneidunterlagen/Schneidematten | Können gebogen werden, sodass die geschnittenen Lebensmittel direkt in eine Schale gefüllt werden können, bestehen aus Kunststoff |
Besonders praktisch sind Bretter, die darüber hinaus mit Saugfüßen versehen sind, da sie während des Arbeitens nicht verrutschen können. Bretter mit zugehörigem Standfuß oder Ständer können außerdem besser hochkant gelagert werden.
3. FAQ
Wie viele Schneidebretter sollten in einem Haushalt vorhanden sein?
Unter hygienischen Gesichtspunkten sollten Sie für verschiedene Lebensmittel auch unterschiedliche Schneidebretter verwenden. So sind beispielsweise Bretter, auf denen rohes Fleisch geschnitten wurden, oftmals mit Salmonellen belastet, die sich auf andere Lebensmittel übertragen können. Arbeiten Sie beim Kochen deswegen immer mit mehreren Brettchen:
Jeweils ein separates Brett für
- Fisch
- Rohes Fleisch
- Gemüse
- Brot
Wie bekomme ich ein verfärbtes Schneidebrett wieder sauber?
Auf weißen Kunststoffbrettern kann es passieren, dass farbintensive Lebensmittel, wie beispielsweise rote Beete, Verfärbungen verursachen. Diese sind in der Regel sehr hartnäckig und lassen sich auch nicht in der Spülmaschine entfernen. Um die Verfärbungen zu lösen, können Sie das Brettchen mit Öl oder Zitronensaft einreiben oder es für einige Tage in die Sonne legen.
Was muss ich bei Schneidebrettern aus Holz beachten?
Damit die Klingen der Schneidemesser nicht beschädigt werden, darf das Holz keineswegs zu hart sein. Auf zu weichem Holz verursachen Messerklingen tiefe Schnittrillen, in denen sich Bakterien festsetzen können. Hölzer mit optimalem Härtegrad sind Bambus, Oliven- oder Teakholz. Darüber hinaus sind diese Materialien sehr feinporig, sodass Keime und Bakterien sich nicht beziehungsweise kaum festsetzen können.



































