
Alles über Mützen
Eine Kopfbedeckung schützt vor Wind und Wetter und ist zugleich ein modisches Accessoire. Egal, ob Sie nach einer funktionalen Mütze für den nächsten Skiurlaub suchen oder eine coole Beanie für den Freizeit-Look: Wir stellen Ihnen die verschiedenen Mützenarten vor und geben Tipps zur Pflege und zum Styling.
1. Mützenarten
Beanie

Mittlerweile der Klassiker unter den Mützen: Die Beanie. Der Name entstammt dem englischen Wort „Bean“ also Bohne. Die Mütze sitzt eng an der Stirn und passt sich an die Kopfform des Trägers an. Ursprünglich wurde die Mütze von Arbeitern getragen, um zu vermeiden, dass ihnen ihre Haare in das Gesicht fallen. Heute ist die Kopfbedeckung vor allem in der Skater- und Snowboardszene verbreitet – doch dank der Verwendung hochwertiger Materialien dient sie auch gerne als modisches Accessoire.
Long Beanie

Die Long Beanie ist eine Abwandlung der klassischen Beanie-Mütze. Hier ist das hintere Ende der Mütze in die Länge gezogen. Viele Long Beanies bestehen aus Jersey-Stoff und sind daher auch für Frühjahr und Sommer als Kopfbedeckung geeignet.
Chullo

Chullos werden umgangssprachlich auch Ohrenklappmützen genannt. Der Begriff ist spanisch, da die Mütze seit der präkolumbischen Zeit Teil der traditionellen Männertracht in den Anden ist. Die Chullo wird meist aus Naturwolle gefertigt und ist besonders in kalten Regionen eine beliebte Kopfbedeckung. Das Mützeninnere ist oft mit Fleece oder Fell ausgestattet, was den Wärmeschutz stark erhöht.
Pudelmütze

Pudelmützen werden aufgrund ihrer Form auch Bommelmützen genannt. Ein Bommel aus Wolle oder Fell ist hier an der Spitze der Kopfbedeckung befestigt. Die Mützen bestehen meist aus Wolle und eignen sich ideal für den Winter, da sie sich fest über die Ohren ziehen lassen. Daher ist sie vor allem beim Skisport ein beliebtes Accessoire. Früher bestanden die meisten Pudelmützen aus Fell und erinnerten so an den frisierten Kopf eines Pudels, daher der Name.
Funktionsmütze

Funktionsmützen eignen sich sowohl für den Wintersport als auch für andere Outdoor-Sportarten. Sie sind meist aus atmungsaktiven Materialien gefertigt und halten zugleich warm, da sie eng am Kopf anliegen. Viele Ski- und Snowboard-Fahrer tragen die Mützen auch unter ihren Helmen, da sie sich dank ihres dünnen Materials perfekt darunter anpassen können.
Ballonmütze

Ballonmützen basieren auf der Form der klassischen Baskenmütze. Sie sind meist aus Grobstrick gefertigt und sitzen locker auf dem Kopf. Je nach Mode werden die Mützen gerade oder schräg auf den Kopf gesetzt und sorgen dank ihrer Form dafür, dass Ihre Frisur nicht plattgedrückt wird. Bei vielen Modellen ist ein Bommel am Hinterkopf oder ein Schirm im Stirnbereich befestigt.
Schiebermütze

Schiebermützen sind Mützen mit einem flachen Schirm und wurden ursprünglich als Kopfbedeckung beim Autofahren ohne Verdeck eingesetzt. Der Name entstammt dem Berliner Begriff „Schieber“, was Vorarbeiter bedeutet – diese trugen die Mütze als Schutzbekleidung in den Werkstätten und Fabriken. Lange wurde die Mütze als altmodisch abgetan, mittlerweile liegen Sie mit diesem Accessoire jedoch voll im Trend.
Mützen für Babys und Kinder

Kindermützen tragen oft Motive beliebter TV-Serien oder Kinderhelden wie Disney-Charaktere oder Figuren aus Marvel Comics. Achten Sie hier jedoch nicht nur auf die Optik der Mütze, sondern auch auf die Qualität. Wintermützen sollten innen mit Fleece oder einem anderen wärmenden Stoff versehen sein, damit Ihr Kind bei kalten Temperaturen besonders gut geschützt ist.
Karnevalsmützen

Während des Karnevals sind Mützen in Tierform oder anderen humorvollen Motiven sehr beliebt. Gerne werden sie auch von größeren Gruppen wie auf Junggesellenabschieden als Erkennungszeichen getragen.
Tipp: Sie suchen eine Mütze für kalte Temperaturen? Setzen Sie auf engmaschige Strickmützen. Anders als Mützen mit groben Maschen weisen sie die kalte Luft ab und halten lange warm.
2. Material und Pflege
Mützen sind ein beliebtes Accessoire, das besonders im Winter gern zum Einsatz kommt. Oftmals wird die Mütze durch Schweiß, Schnee oder Regen verunreinigt und es besteht die Gefahr, dass sich Bakterien darin sammeln. Daher sollten Sie Ihre Mütze regelmäßig reinigen. Wir verraten Ihnen, was Sie beim Waschen der unterschiedlichen Materialien beachten sollten:
Das Naturprodukt Wolle ist sehr empfindlich und muss dementsprechend sorgfältig behandelt werden. Waschen Sie Mützen aus dem Material niemals bei heißen Temperaturen, da diese sonst verfilzen oder eingehen können. Nutzen Sie den Wollwaschgang oder reinigen Sie die Mütze per Hand. Setzen Sie hierbei besser auf Shampoo statt auf Waschmittel.
Das edle Material wird aus dem Fell der sogenannten Kaschmirziege gewonnen. Da es genau wie Wolle ein Naturprodukt ist, ist das Material sehr empfindlich. Daher darf es auf keinen Fall in der Waschmaschine gewaschen werden. Reinigen Sie Ihre Kaschmirmütze besser von Hand in einer Schüssel mit lauwarmem Wasser und Wollwaschmittel. Weichen Sie die Mütze ein und spülen Sie sie anschließend ab. Legen Sie sie zum Trocknen auf eine ebene Fläche und streichen Sie die Mütze glatt.
Das chemisch erzeugte Material ähnelt Wolle sehr und ist eine gute Alternative zu dem Naturprodukt. Mützen aus Polyacryl sind sehr pflegeleicht und können ohne Probleme in der Waschmaschine gewaschen werden. Nutzen Sie hier am besten den Feinwaschgang und stellen Sie die Temperatur auf maximal 40 Grad Celsius ein.
Mützen aus Filz halten warm und sind sehr robust. Sollten Sie dennoch einen Fleck bekommen, dann wischen Sie diesen am besten sofort mit einem feuchten Tuch ab. Waschen Sie Filz nicht in der Waschmaschine, sondern lediglich von Hand und mit kaltem Wasser. Je nach Material und Verschmutzung können Sie die Mütze auch einfach ausbürsten.
Das warme und kuschelige Material ist besonders bei Wintersportlern sehr beliebt. Es wird meist aus Polyester oder recyceltem PET hergestellt. Wir empfehlen Ihnen, die Mütze vor dem Waschen in der Waschmaschine auf links zu drehen. Stellen Sie hierfür das Feinwaschprogramm ein und vermeiden Sie Weichspüler.
Das mit Elastan versehene Material wird meist aus Baumwolle oder Viskose hergestellt. Es ist sehr pflegeleicht und knitterfrei. Mützen aus Jersey können ohne Bedenken mit anderen Kleidungsstücken in der Waschmaschine gewaschen werden. Achten Sie hier lediglich darauf, keine allzu hohe Temperatur einzustellen. Beim Trocknen sollten Sie die Mütze auf eine ebene Fläche legen.
Egal, ob Echtfell oder Kunstfaser – das Material ist sehr empfindlich und darf auf keinen Fall in der Waschmaschine gereinigt werden. Waschen Sie Mützen aus Fell lieber von Hand und nutzen Sie statt Waschmittel Shampoo. Sollten Sie sich unsicher sein oder die Mütze sehr starke Verunreinigungen aufweisen, geben Sie diese am besten in die Reinigung.
3. Welche Mütze passt zu meiner Kopfform?
Sie suchen eine Mütze, wissen aber nicht welche Art am besten zu Ihnen passt? Wir helfen Ihnen, die geeignete Mütze für Ihre Kopfform zu finden.

- Runde Gesichter sollten auf voluminöse Kopfbedeckungen wie Ballonmützen setzen. Auch Grobstrick eignet sich hier sehr gut. Gerne können Sie auch auf Mützen setzen, die Sie schräg ins Gesicht ziehen können: Das lockert die runde Form auf und lässt das Gesicht schmaler wirken.
- Wer eine ovale oder lange Gesichtsform hat, sollte auf Mützen bevorzugen, die die Stirn optisch verkürzen. Hierfür eignen sich Schiebermützen und Beanies besonders gut.
- Herzförmige Gesichter sehen mit Chullos, also Ohrenklappmützen, besonders reizend aus. Die breite Stirn wirkt schmaler und das spitze Kinn wird von den Bommeln der Mütze umspielt.
- Wer ein eher eckiges Gesicht besitzt, sollte auf kleine Mützen wie kurze Beanies oder Baskenmützen setzen. Diese Mützenarten lassen Ihr Gesicht weicher und schmaler wirken.
4. Kombinationsmöglichkeiten
Mützen sind nicht nur nützliche Accessoires, die vor Wind und Wetter schützen, sondern auch echte Hingucker. Wir zeigen Ihnen verschiedene Kombinationsmöglichkeiten zu Ihrem Lieblingsmodell.
Elegant: Beanie aus Kaschmir oder Wolle

Beanie-Mützen müssen nicht immer sportlich gestylt werden. Besteht Ihre Mütze aus hochwertigen Materialien wie Kaschmir oder Wolle, so können Sie diese auch zu einem eleganten Mantel und modischem Schals kombinieren. Zarte Farben passen gut zu kühlen Graunuancen, während bunte Beanies besser zu sportlichen Daunenjacken getragen werden sollten.
Sportlich: Pudelmütze in bunten Farben

Funktional und zugleich modisch: Pudelmützen mit Bommel liegen aktuell voll im Trend. Outdoor-Fans kombinieren dazu warme Fleece- oder Daunenjacken. Ein farblich abgestimmter Rucksäcke ist ein weiteres Highlight des Looks, ohne zu sehr von der Kopfbedeckung abzulenken.
Klassisch: Schiebermütze für einen stilvollen Look

Schiebermützen galten lange als Kopfbedeckung für Senioren. Mittlerweile liegen sie wieder im Trend. Modebewusste Herren kombinieren die Mütze klassisch: Ein hochwertiger Cardigan und eine elegante Uhr kreieren einen edlen Look. Achten Sie hier auf gedeckte Farben.
Hip und trendy: Sportliche Strick-Beanie

Strick-Beanies halten nicht nur warm, sondern sind unter Modebewussten auch ein beliebtes Accessoire. Einen Look für Wind und Wetter können Sie mit einem stylischen Regenmantel und warmen Winterboots kreieren. Bei Beanies ist die Farbauswahl groß und die Kombinationsmöglichkeiten lassen keine Wünsche offen.
Cool: Motivmütze als Hingucker im Kindergarten

Kinderkleidung sollte vor allem eines sein: funktional. Dank Regenhose und Softshell-Jacke ist Ihr Kind für jedes Wetter gewappnet. Buntes Highlight: Die Beanie mit Motivprint. Der lässige Look ist alltagstauglich und lädt zum sorglosen Spielen im Freien ein. Die Kopfbedeckung sorgt zudem für ausreichenden Schutz bei kalten Temperaturen.
Kuschelig: Warme Strickmütze mit Bommel

Wind und Schnee machen bei diesem Outfit keine Probleme: Die warme Pudelmütze aus Wolle ist von innen mit Fleece gefüttert und hält so der Kälte stand. Klassische Farben wie Dunkelblau lassen sich gut zu bunten Kleidungsstücken kombinieren. Warme Schneeboots aus hochwertigem Leder komplettieren den Winter-Look.
4. FAQ
Woher stammt der Begriff Mütze?
Eine große Kapuze war Teil der Mönchskutten aus dem Mittelalter. Diese wurde auf Arabisch „Almutia“ genannt. Später wandelte sich der Begriff über Varianten wie „Almuz“ bis hin zum heutigen Wort Mütze um.
Warum sollten Neugeborene immer Mützen tragen, wenn sie draußen sind?
Ein bis zu zwölf Wochen altes Baby sollte möglichst oft eine Mütze tragen, insbesondere dann, wenn Sie es mit nach draußen nehmen. Wärme geht hauptsächlich über den Kopf verloren. Da ein Baby ein ganz anderes Temperaturempfinden als ältere Kinder hat, muss dieser Wärmeverlust mit einer Mütze ausgeglichen werden. Des Weiteren schützt eine Mütze den empfindlichen Kopf und die Ohren des Neugeborenen.














































































