
Mäntel Ratgeber
Egal ob bei Regen, Schnee oder einer kühlen Brise am Sommerabend: Ein Mantel ist in jedem Fall der richtige Begleiter. Wir informieren Sie über Mantelarten, Materialien, Passform und Pflege.
1. Mantelarten
Staubmäntel für den Frühling, Dufflecoats für den Herbst und Daunenmäntel für den Winter: Wir helfen Ihnen, die passende Variante für jede Situation zu finden. Zudem zeigen wir Ihnen zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten. Unser Figuren-Guide unterstützt Sie bei der Suche nach einem Mantel für Ihre individuelle Körperform.
Grundsätzlich ist ein Mantel ein Kleidungsstück, das mindestens unterhalb der Hüfte endet. Anders als Jacken bedecken Mäntel auch den Becken- und Hüftbereich und enden in vielen Fällen auf Höhe der Oberschenkel oder der Knie. Einige Mäntel gehen auch bis zur Wade oder zum Knöchel, man spricht hier von Oversize-Mänteln. Gefütterte Modelle mit Daunen, Kunstfasern oder Plüsch sind Wintermäntel, die in der kalten Jahreszeit besonders viel Schutz vor Kälte und Wind bieten.
Mäntel gibt es in den verschiedensten Varianten und für alle Jahreszeiten und für die Übergangszeit. Wir stellen Ihnen einige klassische und moderne Mantelarten vor.
Trenchcoat
Der Trenchcoat ist der Klassiker unter den Mänteln: Er kommt nie aus der Mode und ist vielfältig einsetzbar.
Der meist oberschenkel- bis knielange Kurzmantel wurde ursprünglich für britische Soldaten im ersten Weltkrieg von Thomas Burberry entworfen, daher der Name (engl. trench – Schützengraben; coat – Mantel). Ikonisch für das Kleidungsstück sind die doppelte Knopfleiste, der kurze Kragen, die Aufnäher an den Schultern sowie ein Taillengürtel. Mittlerweile gibt es zahlreiche Abwandlungen des Klassikers, der traditionell aus einem wasserabweisenden Baumwollstoff besteht und Sie damit vor Nässe schützt. Auch als Übergangsmantel ist der Trenchcoat ideal geeignet.

Wollmantel
Wollmäntel gibt es in zahlreichen Schnitten, Längen und Ausführungen. Die meisten Mäntel werden aus einem Wollgemisch in Verbindung mit Kunstfasern hergestellt, viele bestehen aber auch aus reiner Schurwolle, Mohair, Alpaka oder Kaschmir. Wollmäntel sind in der Regel einfarbig gehalten oder mit klassischen Mustern wie Hahnentritt oder Karos versehen.
Die Silhouetten können bei Wollmänteln stark variieren – sie gibt es als gerade geschnittene Mäntel mit H-Linie, leicht ausgestellt mit A-Linie oder O-förmig als sogenannte Egg-Shape-Mäntel.

Staubmantel
Die sommerliche Variante des Kleidungsstücks ist der Staubmantel. Er ist aus besonders leichten Stoffen wie Baumwolle, Viskose oder Polyamid gefertigt und in verschiedenen Längen erhältlich. Die meisten Staubmäntel sind gerade geschnitten und haben maximal zwei Außentaschen.
Das auch Duster genannte Kleidungsstück diente ursprünglich Kutschern, die sich vor dem Staub (engl. dust) der Straßen schützen wollten. Heute wird der Mantel vor allem als Modeaccessoire getragen und eignet sich sowohl für laue Sommernächte als auch für coole Festival-Looks.

Regenmantel
Bei Regen kommt es vor allem auf den richtigen Schutz an, damit Sie trocken bleiben. Regenmäntel aus wasserdichtem Kunststoff sind die Lösung. Der Klassiker ist der sogenannte Friesennerz, ein langer Regenmantel in Gelb. Sie finden die schützenden Kleidungsstücke jedoch auch in gedeckten Farben wie Grau oder Schwarz. Diese lassen sich sehr gut auch zu Business-Looks tragen, sodass Ihr Anzug oder Kostüm für förmliche Anlässe wie das nächste Meeting geschützt und trocken bleibt.
Viele Regenmäntel können Sie mit farblich passenden Gummistiefeln kombinieren.

Dufflecoat
Düffel ist ein Wollstoff, der aus der Stadt Duffel in Belgien stammt und typischerweise für den Dufflecoat verwendet wird. Der meist oberschenkel- oder knielange Mantel weist aber noch ein weiteres Markenzeichen auf: Die klassischen Knebelverschlüsse sowie eine Kapuze sind ein Muss für jeden Dufflecoat.
Das Modell eignet sich für Damen, Herren sowie Kinder und kann sportlich zur Jeans oder elegant zum Anzug getragen werden. In der Regel sind Dufflecoats unifarben in Dunkelblau, Bordeaux, Braun oder Schwarz gehalten.

Daunenmantel
Daunenmäntel oder Steppmäntel mit Kunstfaser-Futter zählen zu den beliebtesten Mänteln des Winters. Nicht zu verwechseln mit Daunenjacken, enden sie mindestens unterhalb Hüfte. Manche Modelle reichen aber auch bis zu den Knien. Dank der isolierenden Daunenfüllung sowie dem wasser- und windresistenten Obermaterial aus Polyamid oder Polyester, kann ein Daunenmantel auch an kalten Wintertagen bei Minusgraden warmhalten.
Daunenmäntel sind sowohl mit als auch ohne Cape erhältlich. Beliebt sind auch Modelle mit einem Kunstfell-Besatz. Den gefütterten Wintermantel erhalten Sie in zahlreichen Farben sowie mit oder ohne Taillengürtel.
Die Bezeichnung Funktionsmäntel ist ein Oberbegriff für unterschiedliche Mantelarten: Regenmäntel können damit ebenso gemeint sein wie Daunenmäntel. Verbindend ist stets die Eigenschaft, dass das jeweilige Kleidungsstück eine Funktion erfüllt, wie zum Beispiel besonders effektiv vor Nässe, Wind oder Kälte zu schützen. Die meisten Funktionsmäntel sind lang und reichen bis an die Knie.
Ledermantel
Ledermäntel strahlen Eleganz aus und sind je nach Ausführung für praktisch alle Jahreszeiten geeignet: Einen dünnen Ledermantel können Sie im Frühjahr und Sommer tragen, während sich für die Winterzeit gefütterte Modelle anbieten. Generell haben Sie bei diesem Kleidungsstück die Wahl zwischen verschiedenen Merkmalen:
- Glattleder, Veloursleder oder Wildleder
- Naturleder oder synthetisches/Kunstleder
Naturleder wirkt besonders hochwertig, ist jedoch pflegeintensiver und mit höheren Anschaffungskosten verbunden als Kunstleder. Bei Nässe sollten Sie Glattleder vorziehen, weil Wasser und Feuchtigkeit besser daran abperlen können.

Kragenarten von Mänteln
Der Kragen eines Mantels entscheidet stark über die Stilrichtung des Kleidungsstücks. Während Blazerkragen eher seriös wirken, sind Schalkragen meist an femininen Modellen zu finden. Hier eine Auswahl gängiger Mantelkragen:
| Blazerkragen | Schalkragen | Umlegekragen |
|---|---|---|
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| Kragenlos | Revers | Stehkragen |
|---|---|---|
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Einige Mäntel, insbesondere sportliche Modelle, haben eine Kapuze in ihrem Kragen versteckt. Diese kann bei Bedarf ausgefaltet werden und anschließend durch Einrollen wieder im Kragen verstaut werden.
2. Materialien und Pflege
Je nach Jahreszeit sollten Sie einen Mantel wählen, der entweder aus Wolle und anderen Naturfasern, synthetischen Stoffen oder Leder gefertigt ist. Jedes Material besitzt spezifische Eigenschaften, die wir Ihnen im Folgenden aufzeigen. Außerdem verraten wir Ihnen, wie Sie Ihren Mantel am besten pflegen. Beachten Sie dabei allerdings stets die Pflegeanweisungen des Herstellers.
Das Naturmaterial ist einer der beliebtesten Stoffe für Mäntel, da es bei kühlen Temperaturen warmhält und trotzdem atmungsaktiv ist. Wolle stammt in der Regel von Schafen, für besonders hochwertige Mäntel wird auch Kaschmir, Alpaka oder Mohair verwendet. Viele Wollmäntel bestehen außerdem aus einem Gemisch aus Natur- und Kunstfasern wie Acryl oder Polyester.
Pflegehinweis: Wolle sollten Sie entweder nur bei sehr niedrigen Temperaturen mit Wollwaschmittel in die Waschmaschine geben oder besser noch von Hand in einer Seifen-Wollwaschmittel-Lauge waschen. Zum Trocknen hängen Sie Wollmäntel am besten auf einen Bügel und streichen ihn glatt. Bei besonders empfindlichen Materialien wie Kaschmir empfiehlt sich der Gang zur Reinigung.
Für viele Mäntel werden künstlich hergestellte Materialien wie Viskose, Polyamid, Acryl oder Polyester verwendet. Sie sind je nach Verarbeitung wasserresistent und wärmend zugleich. Bei den meisten Wintermänteln besteht auch das Innenfutter aus Kunstfasern. Mit günstigen Stoffen wie Polyester laufen Sie jedoch Gefahr, dass Sie in dem Mantel schnell schwitzen.
Pflegehinweis: In der Regel ist Kleidung aus Kunstfasern sehr pflegeleicht. Waschen Sie Ihren Mantel einfach bei 30 Grad Celsius in der Waschmaschine. Mäntel aus synthetischen Stoffen hängen Sie zum Trocknen am besten an einen Bügel.
Baumwolle wird für leichtere Mäntel sowie Trenchcoats verwendet. Bei Letzteren besteht die Baumwolle aus einem engmaschigen Gewebe, sodass das Material wasserabweisend ist. Der einfache, leichte Baumwollstoff wird bei dünneren Mänteln auch gerne als Innenfutter verwendet.
Pflegehinweis: Hochwertige Trenchcoats mit einer wasserabweisenden Beschichtung sollten Sie in der Regel nicht in der Waschmaschine waschen. Setzen Sie auf Auslüften an der frischen Luft und wischen Sie kleinere Flecken direkt mit einem feuchten Tuch ab. Bei stärkeren Verunreinigungen empfiehlt es sich, den Mantel in die Reinigung zu geben. Normale Baumwollstoffe können Sie je nach Herstellerangabe regulär in der Waschmaschine säubern und nach dem Trocknen glattbügeln.
Einige Mäntel bestehen aus (Kunst-)Leder oder haben Ledereinsätze. Das Material wird entweder aus der Haut von Tieren wie Rindern oder Ziegen gewonnen oder künstlich hergestellt. Beide Lederarten gibt es in verschiedenen Variationen wie Glatt-, Wild- oder Veloursleder.
Pflegehinweis: Handelt es sich um echtes Leder (Materialhinweise beachten), dann darf der Mantel nicht in die Waschmaschine gegeben werden. Setzen Sie hier auf Handwäsche und imprägnieren Sie das Leder mit einem Spray, Wachs oder Öl vor dem Tragen. Mäntel aus Kunstleder können Sie problemlos in der Waschmaschine reinigen.
3. Figuren-Guide
Besonders bei Wintermänteln gilt: Der Mantel sollte so sitzen, dass ein dicker Pullover oder Cardigan bequem darunter Platz hat. Generell sollte jeder das tragen, was er schön findet. Es gibt jedoch auch einige Tricks und Tipps, um für Ihre Figur den Mantel mit der idealen Passform zu finden und Ihre Vorzüge so am besten hervorzuheben:
A-Typ (Birne)
Dos
- Vertikal oder schräg verlaufende Taschen für schlankere Hüften
- Mäntel in A-Linie oder weiterem Rockteil
- Doppelreihige Knöpfe oder andere auffällige Details am Oberkörper
Don’ts
- Auffällige Muster, Taschen oder Accessoires am unteren Teil des Mantels
- Gerade Mäntel mit H-Linie
H-Typ (Gerade)
Dos
- Figurbetonte Mäntel
- Mäntel mit A-Linie
- Schmale Ärmel
- Auffällige Muster und Stoffe
- Wickelmäntel mit Taillengürtel für femininere Formen
- Dufflecoats
Don’ts
- Oversize-Mäntel
- Fließende, glatte Stoffe
O-Typ (Mollig)
Dos
- Mäntel mit gerader H-Linie
- Glatte Stoffe ohne Muster
- Dunkle Farben
- Taillierte Schnitte und Mäntel mit Taillengürtel
- Trenchcoats
- Mäntel mit tiefen Reverskragen
Don’ts
- Auffällige Muster
- Figurbetonte Mäntel
- Zu hochgeschlossene Mäntel
- Auftragende Mäntel mit Daunenfutter
V-Typ (Apfel)
Dos
- Mäntel mit A-Linie
- Mäntel möglichst offen tragen
- Taillierte Schnitte
- V-Ausschnitt oder Schalkragen
- Kürzere Mäntel
- Kleine Kragen
Don’ts
- Figurbetonte Mäntel
- Lange Mäntel
- Oversize-Mäntel
X-Typ (Sanduhr)
Dos
- Taillierte Schnitte und Mäntel mit Taillengürtel
- Trenchcoats
- Blazermäntel
Don’ts
- Gerade Mäntel mit H-Linie
- Oversize-Mäntel
Y-Typ (Athletisch, breite Schultern)
Dos
- Enganliegende Mäntel
- Fließende Stoffe
- Unifarben
- Mäntel mit A-Linie gleichen bei Damen breite Schultern aus
Don’ts
- Weit geschnittene Mäntel
- Egg-Shape-Mäntel
- Knöpfe und Riemen auf der Schulterpartie
- Dufflecoats oder Mäntel mit Kapuze
4. Kombinationsmöglichkeiten
Mäntel lassen sich je nach Anlass und Mantelart schick, trendy, businesstauglich, casual oder sportlich stylen. Wir stellen Ihnen einige modische Kombinationsmöglichkeiten vor, mit denen Sie bei den verschiedensten Gelegenheiten und Jahreszeiten eine gute Figur machen.
Auf dem Weg zum Business-Meeting
Blazer kombiniert mit Hemd, Chino und Schnürschuhen
Grauer Damenmantel mit Reverskragen und einer roten Bluse als Farbtupfer
Für den Spaziergang im Herbst
Langer Parka mit lässiger Jeans und robusten Boots
Auch die Kleinsten sind mit einem gelben Friesennerz geschützt.
Im Schneegestöber
Ein Dufflecoat wärmt in Kombination mit einem dicken Pullover auch im Winter.
Daunenmäntel sind für kuschelige Stunden im Schnee die beste Wahl.
5. FAQ
Welche Mantellänge ist die richtige für mich?
Generell gilt: Je kleiner Sie sind, desto kürzer sollte der Mantel sein. Dies streckt Ihre Figur. Großgewachsene Menschen können ebenso auf lange Mäntel zurückgreifen. Auch das restliche Outfit bestimmt die Saumlänge: Der Mantel sollte immer länger sein als das Kleid oder der Rock darunter.
Welche Mäntel sind zeitlos?
Wenn Sie sich eine hochwertige, zeitlose Garderobe zulegen wollen, sollten Sie auf Klassiker im Kleiderschrank setzen. Zu diesen zählen bei Mänteln vor allem Trenchcoats und Wollmäntel. Achten Sie auf einen klassischen, schlichten Schnitt wie beispielswiese eine H-Linie bei Herren oder eine A-Linie bei Damen. Setzen Sie zudem auf qualitative Materialien wie Wolle oder Kaschmir. Des Weiteren sind dezente Farben wie Schwarz, Camel-Braun, Grau oder Navy eine gute Wahl und mit vielen verschiedenen Kleidungsstücken und Mustern kombinierbar.
6. Verwandte Links
- Ponchos
- Pullover
- Winterjacken
- Schals
- Mützen
- Beige Wollmäntel
- Blaue Wollmäntel
- Graue Wollmäntel
- Rot Wollmäntel
- Schwarze Wollmäntel
- Damen Steppmäntel









































































