
E-Book-Reader: für mehr Lesevergnügen
1. E-Book-Reader: Eigenschaften und Vorteile
Bei einem E-Book-Reader oder E-Reader handelt es sich um ein handliches Lesegerät für digitale Buchinhalte. Durch das Berühren des Touchscreens oder der Bedienelemente am Gehäuse navigierst du zum und im jeweiligen Buch. Einige Ausführungen sind mit verschiedenen Funktionen und Apps wie dem E-Book-Shop des Herstellers oder einem Browser ausgestattet. Die durchschnittliche Akkulaufzeit beträgt bis zu mehreren Wochen, kann aber durch das individuelle Nutzungsverhalten des Lesers variieren.
Um die Augen zu schonen, setzen die Hersteller auf elektronisches Papier: Diese Anzeigetechnik imitiert das Aussehen von bedrucktem Papier und kann ohne zusätzlichen Farbfilter lediglich Schwarz, Weiß und 16 Graustufen darstellen. Viele E-Book-Reader, etwa von Marken wie PocketBook oder Onyx Boox, bieten jedoch Farb-E-Ink-Displays, die ein breiteres Farbspektrum darstellen können.
Hüllen zum Aufklappen schützen deinen E-Book-Reader umfassend.
E-Book-Reader zeichnen sich durch zahlreiche Vorteile gegenüber dem gedruckten Buch aus:
Alle Geräte weisen ein geringes Gewicht (etwa 160 bis 250 Gramm) auf, das von der Anzahl der gespeicherten Texte unabhängig ist. Daher eignen sie sich perfekt für Personen, die gerne mehrere Romane parallel lesen und sich unterwegs nicht zwischen den Titeln entscheiden oder schweres Gepäck tragen wollen. Als Begleiter auf mehrtägigen oder -wöchigen Reisen bieten sie sich ebenfalls an.
Umfangreiche Werke mit mehr als 600 Seiten liegen – gerade als Hardcover – auf Dauer schwer in der Hand und lassen sich auf einem E-Book-Reader deutlich komfortabler lesen.
E-Books sind in der Regel günstiger als das gedruckte Buch – besonders bei Publikationen von kleinen Verlagen und in Originalsprache tritt die Preisdifferenz deutlich zutage. Da diverse E-Book-Shops kostenlose Leseproben ihrer Bücher bereitstellen, kannst du so auch abseits des Buchladens beziehungsweise außerhalb der Öffnungszeiten einen Roman anlesen, bevor du dich zum Kauf entscheidest.
Außerdem hast du die Möglichkeit, Flatrate-Dienste und digitale Leihservices für E-Books in Anspruch zu nehmen, was wesentlich günstiger ist, als die einzelnen Titel zu kaufen. Liebhaber von Klassikern können in der amerikanischen digitalen Bibliothek Project Gutenberg zahlreiche urheberrechtsfreie Texte kostenlos, in verschiedenen Sprachen und den gängigen E-Book-Formaten herunterladen.
Die Anzahl der Texte, die sich gleichzeitig lesebereit auf deinem Gerät befinden können, ist enorm. Einige Geräte bieten auf ihrem internen Speicher Platz für bis zu 6.000 E-Books. Verglichen mit einem Bücherregal stehen dir somit deutlich größere Kapazitäten zur Verfügung, um deine Buchkäufe aufzubewahren.
Darüber hinaus bieten viele Hersteller inzwischen eigene Cloud-Dienste an, die bereits beim Kauf des Geräts inkludiert sein können. Alternativ weisen manche E-Book-Reader einen Slot für Speicherkarten auf.
Zwar werden für die Herstellung des E-Book-Readers verschiedene Ressourcen wie Mineralien benötigt, dafür fällt jedoch das Papier für den Bücherdruck weg. Dieses stammt nur äußerst selten aus Recyclinganlagen, weshalb der Produktion Abholzung sowie eine hohe Menge an Wasser und Chemikalien vorausgehen. Zudem fallen zum Teil lange Transportwege der fertiggestellten Bücher an.
Besonders Vielleser sollten zum Lesegerät greifen: Für die Produktion von 50 gedruckten Büchern wird bereits mehr als das Zehnfache der Ressourcen benötigt als für die Fertigung eines E-Book-Readers.
Anders als bei dem Onlinekauf eines Taschenbuchs oder Hardcovers gibt es keine Wartezeit, weil der Download in der Regel sofort zur Verfügung steht und du nach wenigen Sekunden und ohne Lieferzeit mit dem Lesen beginnen kannst. Titel aus dem Ausland erhältst du auf diesem Weg oft lange, bevor eine deutsche Übersetzung erhältlich ist.
Viele Lesegeräte haben einen Zugang via App zum jeweiligen Shop, sodass du neue Inhalte nach der einmaligen Anmeldung bequem über deinen E-Book-Reader herunterladen kannst.
Viele E-Book-Reader sind mit einer flexiblen Beleuchtung ausgestattet, dank der du von den bestehenden Lichtverhältnissen weitestgehend unabhängig bleibst.
Wenn du gerne im Garten oder auf dem Balkon liest, kannst du in der Dämmerung die Beleuchtung aktivieren und auf die gewünschte Helligkeit einstellen. Das ist außerdem praktisch, wenn du oft mit öffentlichen Verkehrsmitteln reist und dort nicht immer eine ideale Leseumgebung antriffst.
Einige kleine Verlage veröffentlichen zahlreiche Bücher ausschließlich oder vorab als E-Book, weil hierbei keine Material-, Vertriebs- und Druckkosten anfallen. Zudem müssen unverkaufte Exemplare nicht später vernichtet werden, um in den Lagern Platz für neue Bücher zu schaffen. Viele Titel von Selfpublishern sind ebenfalls nur als digitale Version zu erstehen.
Bücher, die im Ausland erschienen sind, werden häufig mit zeitlicher Verzögerung oder gar nicht übersetzt. Wenn du in der Lage bist, in der Originalsprache zu lesen, kannst du die digitale Variante beziehen, die dir von jedem Ort der Welt und ohne hohe Versandkosten bereitgestellt wird. Besonders praktisch: Die meisten E-Book-Reader haben vorinstallierte Wörterbücher, die einen unbekannten Begriff automatisch übersetzen, sobald du ihn auf dem Bildschirm markierst.
Fast alle Geräte bieten dir die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Schriftarten und -größen zu wählen. Während nur wenige gedruckte Bücher im Großformat erscheinen, kannst du auf deinem E-Book-Reader nahezu jeden Text auf eine angenehme Einstellung vergrößern. Durch die integrierte Beleuchtung und die Möglichkeit, den Kontrast anzupassen, wird das Lesen für Menschen mit Sehschwächen erheblich erleichtert.
2. Wichtige Ausstattungsmerkmale
Die essenzielle Funktion eines E-Book-Readers besteht darin, digitale Buchinhalte darzustellen. Daher kommen dem Display und den unterstützten Dateiformaten besondere Bedeutung zu.
2.1 Display
Technologie: Elektronisches Papier
Bei den Lesegeräten liegt das Hauptaugenmerk darauf, ein scharfes und kontraststarkes Textbild zu erzeugen, das die Augen auch bei langem Lesen nicht anstrengt. Daher setzt die Branche auf Imitationen von schwarzer Tinte auf weißem oder grauem Papier: Elektronisches Papier (E-Papier oder e-paper) ist optisch kaum von gedrucktem Text zu unterscheiden. Hierbei bilden Teilchen mit positiver Ladung (weiß) und negativer Ladung (schwarz) durch elektrische Spannung die gewünschten Buchstaben.
Die integrierte Beleuchtung des E-Book-Readers ermöglicht dir Lesegenuss in jeder Umgebung.
Die gängigsten E-Book-Reader stellen dementsprechend nur Schwarz, Weiß und 16 Graustufen dar. Durch einen Farbfilter lassen sich mit elektronischem Papier auch bunte Vorlagen ausgeben, deren Farbtiefe jedoch begrenzt ist. Brillante Farben erhältst du dagegen mit einem gewöhnlichen LC-Display, das sich allerdings nicht zum langen Lesen eignet und vor allem für Tablets genutzt wird.
Zum Teil wird der Begriff elektronische Tinte für E-Papier verwendet, da ein bekannter Hersteller dieser Technologie unter dem Markennamen E Ink E-Papier produziert.
Komfortabel und stromsparend
Die größten Vorteile des elektronischen Papiers liegen im Komfort für die Augen, die anders als beim Lesen auf Smartphone oder Tablets deutlich geschont werden. Sogar im Sonnenlicht kannst du dich der Lektüre deines Buchs ohne störende Spiegeleffekte oder andere Qualitätseinbußen widmen.
Darüber hinaus verbraucht die Anzeigetechnik nur wenig Akkuleistung, weil die Darstellung der geladenen Seite keinen Strom benötigt, sondern nur das Umblättern und damit die Neuanordnung der Teilchen. Beleuchtete Displays weisen LEDs auf, deren Licht über eine Diffusionsschicht gleichmäßig auf dem Bildschirm verteilt wird. Somit kannst du problemlos auf eine Leseleuchte oder Nachttischlampe verzichten.
Achte darauf, deinen E-Book-Reader ausreichend zu sichern: Folien für das Display und Taschen für den Transport schützen vor Kratzern und erhöhen die Lebensdauer.
Entsprechendes Zubehör für deinen E-Book-Reader findest du hier:
| Schutzfolien für E-Book-Reader | Taschen für E-Book-Reader |
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Bildschirmauflösung
Die meisten Geräte haben die ungefähren Maße eines Taschenbuchs und eine Bildschirmdiagonale von sechs bis sieben Zoll (15 bis 17 Zentimetern). Ihre Auflösung variiert zwischen 1.448 mal 1.072 Pixeln und 1.872 mal 1.404 Pixeln.
Daneben ist die Punktdichte für die Qualität des Textbilds wichtig: Mit ppi (pixels per inch) wird die Detailgenauigkeit einer Bildschirmwiedergabe beschrieben. Je höher diese ausfällt, desto besser ist die Bildqualität. Gängige E-Book-Reader haben mittlerweile eine Auflösung von mindestens 300 ppi, was für ein sehr klares und angenehmes Leseerlebnis sorgt.
2.2 Dateiformat
E-Book-Reader unterstützen zahlreiche Textformate: Als gängigster Standard für E-Books gilt EPUB, der auf den Geräten fast aller Hersteller läuft. Lediglich der Kindle setzt stattdessen auf das Format Mobipocket. MOBI-Dateien können mittels App auch auf dem PC oder Smartphone gelesen werden, wohingegen das Lesen von EPUB-Texten auf einem Kindle problematisch sein kann.
Mit einem staubgeschützten und wasserfesten E-Book-Reader bist du sogar am Strand bestens ausgerüstet.
Am besten entscheidest du dich vorab, welche E-Book-Formate du hauptsächlich benutzen möchtest und prüfst, welche Lesegeräte diese unterstützen.
Studenten und Liebhaber von Klassikern sollten darüber hinaus darauf achten, ob der E-Book-Reader PDF-Dateien darstellen kann. Da sich die Schriftgröße innerhalb des Formats nicht verändern lässt, empfiehlt sich hierfür die Anschaffung eines Lesegeräts mit relativ großem Display (Bildschirmdiagonale ab 9 Zoll). Einige E-Book-Reader erlauben auch die Darstellung von Bildformaten wie JPEG und PNG.
Tipp: Wenn sich der E-Book-Reader auf eine horizontale Anzeige umstellen lässt, kannst du ihn drehen und erhältst einen breiten Lesebereich.
3. FAQ
Wie viele Bücher können gleichzeitig auf meinem E-Book-Reader gespeichert werden?
Das hängt zunächst von der internen Speicherkapazität deines Lesegeräts ab: Modelle mit vier Gigabyte bieten Platz für 1.000 bis 3.000 Bücher, während Modelle wie der Tolino Vision 4 HD mit acht Gigabyte bis zu 6.000 Bücher bereithalten können. Daneben kannst du gelesene E-Books auf eine Speicherkarte verschieben, sofern an deinem Gerät ein Slot vorhanden ist. Eine weitere Alternative besteht in der Nutzung von Cloud-Diensten – manche Hersteller stellen dir beim Kauf deines E-Book-Readers einen kostenlosen Online-Speicher zur Verfügung.
Wie kann ich ein Dateiformat umwandeln?
E-Book-Reader sind dazu in der Lage, viele verschiedene Dateiformate zu verarbeiten. EPUB, der gängigste Standard für E-Books, wird von allen Geräten außer dem Kindle verwendet. Dort findet sich das digitale Buch dagegen im Format Mobipocket. Eine Umwandlung dieser Dateien ist in der Regel nicht notwendig, da sie via App auf verschiedenen Plattformen und Systemen gelesen werden können. Viele E-Book-Reader anderer Hersteller akzeptieren neben EPUB auch das MOBI-Format. Fehlt bei deinem Lesegerät die Unterstützung eines Formats, lässt sich der Text normalerweise mit einem kostenlosen Konvertierer wie Calibre entsprechend umwandeln. Allerdings kann ein Kopierschutz (DRM = Digital Rights Management) das in einigen Fällen verhindern.
Verarbeiten E-Book-Reader noch andere Medien als E-Books?
Ob dies möglich ist, erkennst du anhand der unterstützten Dateiformate: So können die meisten Lesegeräte zahlreiche Textformate ausgeben, während einige Ausführungen zusätzlich Bild- und Audioformate akzeptieren. Dadurch kannst du neben E-Books, Zeitungen und Zeitschriften auch Hörbücher oder Musik genießen.











































