
Zirkel
1. Einsatzzwecke eines Zirkels
Der Zirkel gilt als klassisches Zeichengerät, welches die Konstruktion vollständig runder Kreise ermöglicht, was mit der Hand nur schwer gelingt. Des Weiteren wird er zum Abmessen und Übertragen von Distanzen – beispielsweise auf einer Landkarte – verwendet.
Für den Mathematikunterricht zur Konstruktion geometrischer Kreise: Zirkel
Ein Zirkel ist dabei in erster Linie ein mathematisches Instrument, welches neben dem Lineal und dem Geodreieck im schulischen Unterricht eingesetzt wird. Allerdings gehört ein Zirkel nicht nur zur Ausstattung von Schülern unterschiedlicher Altersklassen, sondern kommt auch im Studium und im Beruf zum Einsatz:
- Technische Zeichner
- Architekten
- Mathematiker
- Grafiker
Alle Zirkel sind dabei gleich aufgebaut: Sie bestehen aus zwei gleichlangen Stäben, den sogenannten Schenkeln, die über ein variables Gelenk miteinander verbunden sind. Die Schenkellänge variiert dabei je nach Modell und bestimmt den maximal möglichen Radius. Die verschiedenen Radien erhält man durch das Einstellen verschiedener Öffnungswinkel. In der Regel hat das Zirkelgerät einen durchschnittlichen Radius von 15 Zentimetern, sodass sich Kreise mit einem Durchmesser von zwei bis 30 Zentimetern einfach und präzise zeichnen lassen. Besonders große Ausführungen ermöglichen das Zeichnen eines Kreises mit einem maximalen Durchmesser von 40 Zentimetern.
Einen noch größeren Radius erreicht man, wenn eine Verlängerungsstange in den Schenkel des sogenannten Einsatzzirkels eingefügt wird.
Zirkel werden nicht nur im Mathematikunterricht in der Geometrie verwendet, sondern können auch im Zeichenunterricht zum Einsatz kommen. Sie begleiten das Kind bereits ab der dritten oder vierten Klasse bis in die Oberstufe, sodass Sie sich für ein hochwertiges Set entscheiden sollten.
2. Verschiedene Zirkel
Der klassische Schulzirkel besitzt an einem Schenkelende eine Spitze, die durch leichtes Drücken auf dem Papier fixiert wird. Am anderen Zirkelarm befindet sich hingegen eine Bleistiftspitze mit einer Minenstärke von zwei Millimetern, die zum Zeichnen des Kreises um den gesetzten Punkt dient. Häufig handelt es sich dabei auch um Schnellverstellzirkel: Der Radius lässt sich innerhalb weniger Sekunden variieren, indem die Schenkel auseinandergezogen werden. Für die Feinjustierung und die Feststellung des gewünschten Durchmessers besitzen solche Zirkel ein Rädchen.
Schnellverstellzirkel mit Gelenkarmen
Hochwertige Zirkel für den Schulunterricht bestehen aus Metall, während preiswerte Ausführungen aus Kunststoff gefertigt sind.
Darüber hinaus sind die folgenden Spezialzirkel erhältlich:

- Ermöglicht die Befestigung eines Bleistifts anstatt einer Mine
- Vorteil: Bleistiftmine muss nicht regelmäßig ausgetauscht werden, sondern ein Anspitzen ist ausreichend
- Wird auch als Bleistiftzirkel bezeichnet

- Zirkel mit zwei Spitzen, dient nicht dem Zeichnen von Kreisen, sondern dem Abmessen von Distanzen, beispielsweise auf Karten
- Wird auch als Federzirkel bezeichnet
- Mit Stellbogen
- Teil des nautischen Bestecks

- Für das Abmessen von Distanzen auf dreidimensionalen Gegenständen
- Auch als Außentaster bezeichnet Wird beispielsweise von Bildhauern und Steinmetzen verwendet
Weitere spezielle Zirkelgeräte sind beispielsweise Ellipsenzirkel zum Zeichen einer gleichmäßigen Ellipse sowie Fallnullenzirkel, Stangenzirkel, Reduktionszirkel und der Nullenzirkel. Eine Besonderheit stellt auch der Teleskopzirkel dar: Hierbei kann ein Schenkel nach dem sogenannten Teleskop-Prinzip ausgezogen und unter Zuhilfenahme einer Schraube arretiert werden. Dadurch können größere Radien gezeichnet werden.
Viele Zirkel sind in einem Set mit Radiergummi und Bleistift erhältlich. Des Weiteren können Sie auch einen Zirkelkasten erwerben, in dem nicht nur der Zirkel, sondern auch Minenbehälter und eventuell Adapter untergebracht sind.





































