
Praktische Helfer: Zeitschaltuhren
Strom ist ein essenzieller Bestandteil des modernen Haushaltes, der zur Nutzung vieler Gegenstände des Alltags unersetzlich ist. Mithilfe von Zeitschaltuhren wird der Umgang
mit elektrischen Geräten nicht nur bequemer und kostengünstiger, sondern auch sicherer.
Welche Zeitschaltuhr die richtige für Ihre Bedürfnisse ist und wie Sie Ihr Exemplar einstellen, zeigen wir Ihnen in diesem Ratgeber.
1. Funktionsweise
Zeitschaltuhren werden im Haushalt eingesetzt, um die Stromzufuhr elektrischer Geräte oder Installationen zu steuern. Zwischen der Stromversorgung und dem Endgerät geschaltet unterbrechen sie den Kontakt oder stellen ihn her. Die Zeiten, zu denen Strom fließen soll, können individuell eingestellt werden. So lassen sich einzelne Geräte punktgenau steuern, ohne dass Sie selber eingreifen müssen.
Zeitschaltuhren ermöglichen es Ihnen unter anderem, Ihre Lichtquellen bequem zeitgebunden ausschalten zu lassen.
2. Vorteile von Zeitschaltuhren
Zeitschaltuhren bieten eine deutliche Zeitersparnis im Alltag. Mithilfe der kleinen Helfer öffnen oder schließen sich automatisch zum gewünschten Zeitpunkt Ihre Rollläden, die Kaffeemaschine kann bereits vor dem morgendlichen Aufstehen mit dem Brühen beginnen oder Ihr Garten wird auch ohne Ihre Anwesenheit bewässert.
Eine Rollladen Zeitschaltuhr mit Zufallsoption und automatischem Wechsel zwischen Winter- und Sommerzeit.
Ein weiterer Vorteil ist die Reduzierung des Stromverbrauchs. So gehören mit einer Zeitschaltuhr nicht nur ungenutzt brennende Lichtquellen der Vergangenheit an, Sie können auch zu Uhrzeiten, zu denen kein Warmwasser benötigt wird, den Heizbetrieb automatisch abstellen lassen.
Nicht zuletzt kann der Einsatz von Zeitschaltuhren Ihr Heim vor Einbrüchen schützen. Besonders bei längerer Abwesenheit, zum Beispiel zur Urlaubszeit, können Sie mithilfe der Zeitschaltuhren Ihre Rollläden zu gewohnten Zeiten öffnen und schließen lassen, das Radio oder den Fernseher betreiben, das Licht im Haus ein- und ausschalten und dadurch Anwesenheit simulieren.
3. Zeitschaltuhren-Typen
Beim Kauf einer Zeitschaltuhr haben Sie die Wahl zwischen verschiedenen Ausführungen. Wir zeigen Ihnen die Optionen und ihre jeweiligen Vor- und Nachteile.
Beachten Sie: Nicht alle Zeitschaltuhren sind für den Außenbereich geeignet. Möchten Sie Ihre Zeitschaltuhr draußen einsetzen, zum Beispiel in einer Gartensteckdose , achten Sie darauf, dass Ihr Modell für den Außeneinsatz geeignet ist! Diese zeichnen sich zum Beispiel wie das Modell rechts durch eine Schutzklappe gegen Feuchtigkeit aus.
Digitale vs. analoge Zeitschaltuhr
Grundsätzlich können Sie sich zwischen analogen (beziehungsweise mechanischen) und digitalen Zeitschaltuhren entscheiden.
Analoge Zeitschaltuhren
Analoge Zeitschaltuhren verfügen über eine Uhr, die von einem Einstellring mit kleinen Schaltern umgeben ist. Mittels dieser lassen sich Zeitspannen einstellen, in denen Strom fließen soll. Dabei können im 24-Stunden-Takt mehrere Zeitspannen angegeben werden. Analoge Zeitschaltuhren erlauben in der Regel Angaben im 15-Minuten-Takt und lassen sich daher nicht minuten- oder sekundengenau einstellen. Der Stromverbrauch für ihren Betrieb liegt in der Regel bei etwa einem Watt.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
Einfach zu bedienen
Günstige Anschaffung
Stromverbrauch sehr gering
Nur grobe Intervalle einstellbar
Keine individuellen Einstellungen für verschiedene Tage verfügbar

Digitale Zeitschaltuhren
Digitale Zeitschaltuhren werden über ein Tastenfeld bedient und die Einstellungen über das Display kontrolliert. Sie verfügen in der Regel über umfangreiche Optionen für die Einstellung der Stromzufuhr und können darüber hinaus sekundengenau programmiert werden. Für ihren Betrieb benötigen sie mehr Stromzufuhr als die analoge Variante, daher liegt ihr durchschnittlicher Verbrauch bei bis zu sechs Watt.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
Umfangreiche Zusatzoptionen
Äußerst geräuscharm
Schaltung präzise programmierbar
Für verschiedene Tage individuell einstellbar
Höhere Anschaffungskosten sowie
Höherer Stromverbrauch als bei der analogen Variante

Unabhängig vom Zeitschaltuhren-Modell sollten Sie unbedingt die maximale Schaltleistung beachten. Die meisten Modelle warten mit 3680 Watt auf, es sind jedoch nicht alle Modelle so leistungsstark.
Schaltzyklen
Möchten Sie die Einstellung der Zeitintervalle an unterschiedlichen Tagen variieren, benötigen Sie ein Modell, das einen flexiblen Schaltzyklus unterstützt. Dies ist in der Regel bei digitalen Zeitschaltuhren der Fall. Sogenannte Wochen- oder Jahreszeitschaltuhren ermöglichen es Ihnen, die Programmierung für einzelne Wochentage oder Jahresdaten individuell festzulegen. So können Sie die Heizung zum Beispiel am Wochenende zu einem späteren Zeitpunkt als wochentags einschalten lassen oder die Bereitstellung von Warmwasser in der Urlaubszeit unterbrechen.
Folgende Optionen können für Sie außerdem interessant sein:
Astrofunktion
Verfügt Ihr Modell über die Astrofunktion, kann es den optimalen Ein- beziehungsweise Ausschaltzeitpunkt für das gesteuerte Gerät anhand der von Ihnen angegebenen Ortskoordinaten selbstständig berechnen. Dies bietet sich an, wenn Sie zum Beispiel den Einsatz von Leuchtmitteln an Sonnenauf- beziehungsweise Sonnenuntergang koppeln wollen.
Automatische Umstellung Winter-/Sommerzeit
Erhält Ihre Zeitschaltuhr die Uhrzeit per Funk von einem Zeitzeichensender, verstellt sie sich automatisch zwischen Winter- und Sommerzeit.
Zufallsfunktion
Die Zufallsfunktion bietet sich insbesondere dann an, wenn Sie mithilfe von Unregelmäßigkeiten im Betrieb elektrischer Geräte Ihre Anwesenheit vortäuschen und so potentielle Einbrecher abschrecken wollen.
Einbauarten
Zeitschaltuhr zum Einstecken
- Wird wie ein Adapter in die Steckdose eingesteckt
- Kann problemlos ohne fachmännische Hilfe installiert werden
- Eignet sich besonders für mobile Endgeräte oder solche, die nicht dauerhaft gesteuert werden sollen

Unterputz Zeitschaltuhr
- Fester Einbau in der Wand
- Sollte durch einen Fachmann installiert werden
- Eignet sich für stationäre Geräte, die dauerhaft gesteuert werden sollen, wie Heizungen oder Rollläden

Zeitschaltuhr für Hutschienenmontage
- Für den Einbau in Schaltkästen
- Wird auf Hutschiene installiert
- Kann vom Schaltkasten aus ganze Strombereiche, wie Etagen oder Räume, steuern

Sonderformen
Einige Hersteller bieten spezielle Zeitschaltuhren an, die Sie für bestimmte Zwecke oder an spezifischen Orten einsetzen können. Wir stellen Ihnen eine Auswahl vor.
Funk Zeitschaltuhr
Funk Zeitschaltuhren können per Fernbedienung geschaltet und programmiert werden. Dies funktioniert auch durch Hindernisse, wie Wände, hindurch. Einige Modelle können auch per Smartphone, beziehungsweise mittels App bedient werden.

Steckdosen-Dimmer
Keine Zeitschaltuhr im klassischen Sinne ist der Steckdosen-Dimmer. Mit ihm lässt sich zwar die Schaltzeit nicht automatisieren, die Stromzufuhr jedoch händisch verstellen. Durch Regulierung der Intensität, lässt sich ein Dimm-Effekt Ihrer Leuchtmittel erzeugen.

Heizkörper-Regler
Der Regler steuert das Heizverhalten direkt am Heizkörper und ermöglicht mittels verschiedener Programme eine genaue Einstellung der Heizphasen.

Zeitschaltuhr zur Bewässerung
Diese wetterfeste Variante regelt die Bewässerung Ihres Gartens zum gewünschten Zeitpunkt und über die gewollte Dauer auch bei Ihrer Abwesenheit.

4. Das Einstellen der Zeitschaltuhr
Haben Sie Ihre Zeitschaltuhr installiert, müssen Sie diese einstellen, um sie in Betrieb nehmen zu können. Grundsätzlich sollten Sie dafür das Handbuch Ihres Modells zu Rate ziehen. Einige allgemeine Tipps für analoge beziehungsweise digitale Zeitschaltuhren haben wir für Sie hier zusammengestellt.
Analoge Zeitschaltuhr
- Auf der analogen Zeitschaltuhr befindet sich eine Uhr, die von Schaltern umkreist ist. Drücken Sie die entsprechenden Schalter der jeweiligen Uhrzeiten ihrer gewünschten Schaltungsspanne.
- Zum Ändern der Zeitspanne schieben Sie die Schalter wieder hoch.
- Sie können mehrere Intervalle gleichzeitig auswählen.
- Möchten Sie die Zeitschaltuhr eine Weile dauerhaft aktivieren, können Sie dies in der Regel über eine kleine Schaltfläche an der Seite.
- Bitte beachten Sie, dass sich bei analogen Zeitschaltuhren die Einstellungen nicht nach Wochentagen variieren lassen.
Digitale Zeitschaltuhr
- Digitale Zeitschaltuhren werden über das Tastenfeld programmiert. Ihre Einstellungen können Sie über das Display kontrollieren.
- Die Einstellmöglichkeiten von digitalen Varianten sind vielfältig. Auch die Tastenfelder variieren von Modell zu Modell. In der Regel sollte Ihre Zeitschaltuhr über eine ‚PRG‘- oder ‚Set‘-Taste verfügen. Mit dieser können Sie Ihr Exemplar einstellen.
- Folgende Tasten stehen Ihnen darüber hinaus in der Regel zur Verfügung:
- ‚Tag‘ = Einstellung des (Wochen-)Tages
- „Std“/„Min“= Einstellung der Tageszeit
- „S/A“= Einstellung der Sommer- beziehungsweise Winterzeit
- „Uhr“= Einstellung der aktuellen Uhrzeit
- „Modus“= Einstellung der vorhandenen Programme
5. FAQ
Sind Zeitschaltuhren geräuschlos?
Digitale Zeitschaltuhren sind absolut geräuschlos. Bei mechanischen Zeitschaltuhren sind unter Umständen Betriebsgeräusche vernehmbar.
Funktioniert meine Zeitschaltuhr auch bei Stromausfall?
Grundsätzlich benötigen Zeitschaltuhren für den Betrieb Strom. Es existieren jedoch Modelle, die über ein zusätzliches Batteriefach verfügen. Diese funktionieren auch bei Stromausfall. Digitale Zeitschaltuhren, die über eine Programmspeicherung verfügen, ersparen Ihnen nach einem Ausfall die erneute Einstellung Ihrer Zeitschaltuhr.
6. Verwandte Links
- Mehrfachsteckdosen
- Stromkabel
- Steckdosensteine
- Steckdosenleisten




































