
Wissenswertes zu Whiskygläsern
Egal ob Sie Ihren Whisky als Cocktail oder pur trinken – zum vollendeten Genuss gehört das richtige Whiskyglas. Während die Aromen eines feinen Single Malts am besten in einem Tasting-Glas zur Geltung kommen, werden amerikanische Bourbon Whiskeys meist in einem Tumbler serviert. Was Sie beim Kauf des richtigen Whiskyglases beachten müssen erfahren Sie in diesem Ratgeber.
1. Allgemeines zu Whiskygläsern
Whisky findet weltweit viele Liebhaber. Die wichtigsten Produktionsländer sind Schottland, aber auch Irland und die USA, wo das Getränk Whisky geschrieben wird. Kenner schätzen das alkoholhaltige Getränk, das als Single Malt oder Blend durch komplexe und aufregende Aromen überzeugt. Dabei kennt Whisky viele Zubereitungsarten: Ob als Cocktail, Whisky Soda, on the Rocks oder pur – für jede Gelegenheit existiert das passende Whisky- beziehungsweise Whiskeyglas.
Die Form und Verarbeitung der Gläser ist dabei an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst. Bei Cocktails wird im Glas Platz für verschiedene Zutaten benötigt. Wer seinen Whisky pur genießen möchte, greift hingegen meist zu einem Glas mit sich verjüngender Öffnung, sodass die Aromen nicht so schnell verfliegen. Damit Sie das ideale Whiskyglas für den perfekten Trinkgenuss finden, stellen wir Ihnen im nächsten Kapitel die wichtigsten Gläser vor.

2. Welche Whiskygläser gibt es?
Für welches Glas Sie sich beim Whiskygenuss entscheiden, hängt in erster Linie von der Zubereitungsart des Getränks und Ihren persönlichen Vorlieben ab. Cocktails können zum Beispiel in großen dickwandigen oder dünnen langstieligen Gläsern serviert werden. Purer Whisky wird häufig in sogenannten Tumblern oder Tasting-Gläsern dargereicht. Neben durchsichtigen Whiskygläsern werden auch Ausführungen in bunten Farben angeboten. Während einige Liebhaber die bunten Trinkgefäße gezielt als stylishes Accessoire einsetzen, bevorzugen Puristen durchsichtige Gläser, die die Farbe des Whiskys ungefiltert erkennen lassen.
In einer stilvollen Glaskaraffe lässt sich Whisky besonders ansprechend präsentieren.
Darüber hinaus bieten einige Hersteller Karaffen an, die im Design auf die Gläser abgestimmt sind. In diesen lässt sich der Whisky stilvoll aufbewahren. Beachten Sie jedoch, dass das Getränk beim Umfüllen aus der Flasche verstärkt mit Sauerstoff in Kontakt kommt, was den Geschmack verändern kann. Lassen Sie den Whisky am Gefäßrand in die Karaffe laufen, um ein Sprudeln und übermäßige Oxidation zu vermeiden.
Bewahren Sie Ihren Whisky nicht zu lange in der Karaffe auf (Richtwert: sechs bis zwölf Monate). Übermäßig lange Lagerung kann den Geschmack beeinträchtigen. Wählen Sie daher für die stilvolle Präsentation in der Karaffe einen Whisky, den Sie auch regelmäßig trinken.
2.1 Tumbler
Tumbler oder Whiskybecher sind vor allen Dingen aus amerikanischen Filmen bekannt und bei Whiskytrinkern nach wie vor sehr beliebt. Sie zeichnen sich durch ein vergleichsweise großes Volumen und einen dicken Boden aus. Ersteres bietet die Möglichkeit neben Eis auch weitere Zutaten in das Glas zu geben und zum Beispiel Cocktails zu mixen. Der dicke Boden hingegen sorgt dafür, dass sich das Glas nicht allzu schnell erwärmt und die Temperatur des Getränks konstant bleibt.
Tumbler eignen sich insbesondere für den Genuss amerikanischer Blendsorten, Whisky on the Rocks oder Cocktails wie Whisky Sour. Um die differenzierten Aromen eines schottischen Single-Malts genießen zu können, eignen sich hingegen Tasting-Gläser besser. Diese stellen wir Ihnen im nächsten Kapitel näher vor.
Der Boden dieses Tumblers weist einen schmuckvollen Schliff auf.
Teilweise unterscheiden sich Tumbler in Form und Schliff. Gemein haben aber alle Gläser dieses Typs den dicken Boden, ein großes Volumen sowie eine großzügige Öffnung.
2.2 Tasting-Gläser
Tasting-Gläser eignen sich aufgrund ihrer charakteristischen Form hervorragend für den Genuss von geschmacklich differenzierten Whiskys. Die auch Snifting- oder Nosing-Gläser genannten Trinkgefäße führen dank der Tulpenform Aromen gezielt an die Nase und sorgen dafür, dass diese lange im Glas bleiben. Verkostungsgläser, die sich zur Öffnung hin verjüngen, werden nicht nur für Whisky, sondern auch für andere Spirituosen wie Cognac, Armagnac oder Brandy benutzt.
Kelch
Der Kelch ist bei Tasting-Gläsern meist tulpenförmig gearbeitet. Da er sich zur Öffnung hin verjüngt, gelangt weniger Sauerstoff in das Glas, der das Geschmackserlebnis negativ beeinträchtigen könnte. Darüber hinaus verbleiben die Aromen länger im Glas und werden beim Trinken an die Nase geführt.
Stiel
Der Stiel verbindet Kelch und Fuß und dient dazu, das Glas während des Trinkens festzuhalten. Auf diese Weise wird verhindert, dass die Körperwärme der Hand die Temperatur des Getränks negativ beeinträchtigt.
Fuß
Der Fuß dient dazu, das Glas sicher abzustellen.

2.3 Glencairn-Gläser
Eine Besonderheit unter den Verkostungsgläsern stellen die Glencairn-Gläser dar. Das Glencairn-Glas verfügt über keinen herkömmlichen Stiel, aber dafür über einen relativ hohen und dicken Boden. Wie bei allen Tasting-Gläsern verjüngt sich auch hier ein bauchiger Kelch zur Öffnung hin. Das Design des Glases verbindet Eleganz mit Funktion und ist robust genug, um auch im Ambiente einer Bar feinsten Whiskygenuss zu ermöglichen.
Das Glencairn-Glas findet auf zahlreichen Whiskytastings Verwendung und ist bei Kennern überaus beliebt.
Das Glencairn-Glas ermöglicht höchsten Whiskygenuss.
2.4 Gläser für Cocktails auf Whiskybasis
Für Cocktails auf Whiskybasis eignen sich je nach Zusammensetzung des Getränks verschiedene Gläser. Einfache Cocktails wie der Old Fashioned oder Whiskey Sour werden in der Regel in einem klassischen Tumbler ausgeschenkt. Der Horse’s Neck hingegen ist ein Longdrink aus Whisky und Ginger-Ale, der in einem hohen Becherglas mit großem Volumen serviert wird. Auch langstielige Cocktailgläser in Kelchform finden Verwendung für Drinks auf Whiskybasis. So wird zum Beispiel der weltberühmte Manhattan meist in solchen Gläsern dargeboten.
3. Rezepte für beliebte Cocktails mit Whisky
In diesem Kapitel stellen wir Ihnen Rezepte für vier Cocktails auf Whiskybasis vor. Es handelt sich hierbei um klassische Varianten, die Sie je nach Belieben dem eigenen Geschmack anpassen können.

Zutaten
- 4 cl Bourbon Whiskey
- 2 cl Zuckersirup
- 2 cl Zitronensaft (frisch gepresst)
- Cocktailkirsche
- Tumbler
Zutaten zusammen mit Eiswürfeln in einen Cocktailshaker geben und durch Schütteln vermischen. In vorgekühlten Whiskybecher abseihen. Mit Cocktailkirsche garniert servieren.
Zutaten
- 6 cl Bourbon Whiskey
- 2 Dash Angostura Bitter
- Orangenschale (unbehandelt)
- Zuckerwürfel
- Tumbler
Zuckerwürfel in das Glas geben und mit Angostura Bitter bespritzen. Zucker zerstoßen und Bourbon Whiskey dazugeben. Mit Eiswürfeln und Orangenschale servieren.
Zutaten
- 4 cl (Canadian) Whisky
- 2 cl roter Wermut
- 1 Dash Angostura Bitter
- Cocktailkirsche
- Cocktailglas
Whisky, Wermut und Angostura Bitter verrühren. In gekühltes Cocktailglas geben und mit Kirsche verzieren. Kann auch mit Eiswürfeln serviert werden.
Zutaten
- 6 cl Bourbon Whiskey
- 2 Dash Angostura Bitter
- Ginger-Ale
- Zitronenschale (ca. 20 cm, unbehandelt)
- Highballglas
Eiswürfel und Zitronenschale so in das Glas geben, dass diese etwas über den Rand hängt. Whisky und Angostura Bitter hinzugeben. Glas anschließend mit Ginger-Ale auffüllen.
4. FAQ
Welche Schreibweise ist richtig, Whiskygläser oder Whiskeygläser?
Sowohl die Schreibweise Whiskey als auch Whisky sind geläufige Varianten. In Irland und den USA wird meist die Schreibweise Whiskey verwendet, während schottische Whiskys auf das e verzichten. Wenn also von Bourbon die Rede ist, wird dieser für gewöhnlich in einem Whiskeyglas serviert, während ein schottischer Single Malt in einem Whiskyglas ausgeschenkt wird.
Warum heißen langstielige Whiskygläser Nosing-Gläser?
Die sogenannten Nosing- oder Tasting-Gläser werden benutzt, um bei der Verkostung von Whisky möglichst viele Aromen schmecken und riechen zu können. Der tulpenförmige Kelch sorgt dafür, dass diese nicht so schnell verfliegen und beim Trinkvorgang an die Nase geführt werden. Aus dieser Praxis stammt der Name der Nosing-Gläser.
Wie bewahre ich angebrochenen Whisky am besten auf?
Whisky kann über die Jahre an Geschmack verlieren, wenn er in Kontakt mit Sauerstoff kommt. Angebrochenen Whisky können Sie sowohl in einer Karaffe als auch in der Flasche aufbewahren, solange diese luftdicht verschlossen ist. Wichtig ist hierbei allerdings, dass sich viel Flüssigkeit und möglichst wenig Luft im Gefäß befindet. Um die geschmacksmindernde Oxidation des Whiskys zu vermeiden, geben daher einige Whiskyfreunde Murmeln in die Flasche oder Karaffe. So wird der Füllstand des Getränks hoch und der Sauerstoffanteile im Gefäß möglichst niedrig gehalten.




































