
Ratgeber Werkbänke
Eine stabile Werkbank gehört zur Grundausstattung jedes Handwerkers. Egal, ob Sie Hobby-Bastler, Heimwerker oder professioneller Handwerker sind: Werkbänke bieten in jeder Werkstatt große Arbeitsflächen und Stauraum für Werkzeuge. So werden Hammer, Schraubenzieher und Co. übersichtlich und sicher gelagert. Worin sich die verschiedenen Werkbänke unterscheiden und worauf Sie beim Kauf einer solchen achten sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
1. Eigenschaften einer Werkbank
Die Werkbank gilt als einer der wichtigsten Bestandteile einer Werkstatt. Berufshandwerker nutzen den Tisch zum Ausbreiten, Einspannen und Bearbeiten der Arbeitsmaterialien. Zudem dient die Werkbank der Lagerung unterschiedlichster Werkzeuge. Doch auch für Heimwerker ist ein Arbeitstisch in den eigenen vier Wänden nützlich: Während dieser in großen Räumen eine feste Station zum Werken bietet, dient eine mobile Werkbank dem spontanen Arbeiten an verschiedenen Orten. Beim Kauf sollten Sie die Werkbank auf mehrere Eigenschaften prüfen:
Stabilität
Oberste Priorität bei der Auswahl einer Werkbank sollte die Stabilität haben. Zum einen liegt diese Relevanz in der Krafteinwirkung auf den Tisch begründet. Je nach verrichtetem Handwerk ist es für die Sicherheit der Fachkraft besonders wichtig, dass der Arbeitsplatz auch bei starker Beanspruchung standfest bleibt. Zum anderen weisen viele Werkzeuge ein hohes Eigengewicht auf, das zusätzlich auf die Werkbank einwirkt. Dieses muss vom Tisch zusätzlich getragen werden. Eine stabile Werkbank erkennen Sie an einem hochwertigen Metall-Gestell, rutschfesten Füßen und einer massiven Arbeitsplatte.
Traglast
Die maximale Tragkraft einer Werkbank darf unter keinen Umständen überschritten werden. Informieren Sie sich deshalb im Voraus über die individuelle Traglast Ihrer Werkbank – diese wird in der Produktbeschreibung angegeben. Beachten Sie zudem, dass neben Material und Krafteinwirkung auch das Eigengewicht des Werkzeugs zur Traglast gerechnet wird.
Langlebigkeit
Werkbänke sind täglich enormen Belastungen ausgesetzt. Damit Sie möglichst lange etwas von Ihrem Werktisch haben, sollte dieser aus hochwertigem Material hergestellt sein. Robuste Arbeitsplatten aus Massivholz oder Metall sind schlag- und bruchsicher.

Sollte der Platz in der Werkstatt eingeschränkt sein, empfiehlt sich unter Umständen der Einsatz eines Werkstattwagens.
2. Material
Während Gestelle von Werkbänken in der Regel aus Metall oder Holz gefertigt werden, werden Arbeitsplatten aus verschiedensten Werkstoffen angeboten.
Massivholz
- Hochwertige Optik
- Nur bei entsprechender Lackierung kratzfest
- Nicht brandsicher
- Hoher Pflegeaufwand
- Widerstandsfähig
- Druckfest
- Nicht geeignet für die Arbeit mit Wasser

Stahlblech
- 2 mm starker Bezug auf Holz
- Brandfest
- Pflegeleicht
- Geeignet für Schweißarbeiten und die Arbeit mit Chemikalien oder Lösungsmitteln

Linoleum
- Spanplatte mit Linoleum-Bezug
- Pflegeleicht
- Geeignet für Schweißarbeiten und die Arbeit mit Chemikalien oder Lösungsmitteln Unempfindlich gegen Hitze und Chemikalien
- Antistatisch

MDF
- Mitteldichte Faserplatten
- Hoher Pflegeaufwand
- Günstiger Preis
- Gleichmäßiger Kantenverlauf
- Empfindlich bei Feuchtigkeit und Hitze

Für jede Arbeitsplatte gilt: Nutzen Sie diese nicht als Schnittunterlage. Die entstandenen Kratzer können nicht behoben werden. Grundsätzlich sollten Werkbänke nicht mit Scheuermitteln bearbeitet werden.
3. Ausstattungsmerkmale
Eine Werkbank erhalten Sie in unterschiedlichen Ausführungen. Neben der klassischen Stand-Werkbank, die sich besonders für große Räume eignet, gibt es auch Modelle mit Rollfüßen sowie klappbare Varianten für kleinere Zimmer. Diese Werkbänke fungieren oft als erweiterte Werkzeugkoffer, die auch mobil einsetzbar sind. Noch platzsparender sind Modelle mit Unterbauten, die durch Schubladen oder andere Elemente zum Ineinanderschieben zusätzlichen Stauraum bieten. Wenn sich Ihre Ansprüche häufiger ändern oder Sie die Werkbank nach und nach erweitern möchten, empfiehlt sich ein Baukastensystem. Hier haben Sie bei der Gestaltung Ihres Arbeitsplatzes freie Hand. Nützlich sind zudem Werkbänke, die sich in der Höhe verstellen lassen. Diese lassen sich für jede Arbeit optimal einstellen. Wenn Sie sich auf ein Handwerk spezialisieren möchten, sollten Sie auf die Werkbank zurückgreifen, die die entsprechenden Hilfsmittel bietet:
Hazet Werkstattwagen mit Schubladen
Hobelbank
Für Tischlerarbeiten ist eine Hobelbank sinnvoll. Um den Belastungen der oft schweren Werkstoffe standhalten zu können, sind diese Werkbänke besonders robust gefertigt. Neben der üblichen Arbeitsplatte verfügt eine Hobelbank auch über Spannvorrichtungen, die das Arbeiten erleichtern. Hierzu gehören, je nach Modell, sowohl fest angebrachte Spannzangen als auch Löcher für zusätzliche Spannmöglichkeiten. Die Arbeitsplatten dieser Werkbänke werden aus Holz gefertigt, um die Werkstücke zu schonen.
Spanntisch
Ein Spanntisch eignet sich für die Arbeit an kleineren Werkstücken. Dieser besteht aus zwei einzelnen Spannplatten, die sich mithilfe einer Kurbel aufeinander zu bewegen können. So kann das gewünschte Material für die Bearbeitung zwischen die Platten geklemmt werden. Je nach Modell lassen sich die Seiten der Spannplatten auch unabhängig voneinander bewegen, sodass auch Werkstücke eingespannt werden können, die an einer Seite spitz zulaufen.
Montagewerkbank
Montagewerkbänke, die auch Tischwagen genannt werden, sind in der Regel kleiner und einfacher konzipiert als normale Werkbänke. Sie verfügen selten über zusätzlichen Stauraum oder Haltevorrichtungen und werden dafür nur für kleine Arbeiten genutzt. Häufig verfügen diese Modelle über Rollen, sodass sie mobil eingesetzt werden können. Sie eignet sich besonders für Hobbyarbeiten oder in großen Werkstätten als zusätzliche Arbeitsfläche.
4. FAQ
Was ist der Unterschied zwischen einer Werkbank und einem Werktisch?
Obwohl die Begriffe oft synonym verwendet werden, unterscheiden sich Werkbank und Werktisch vor allem in der Stabilität. Während die Arbeitsplatte einer Werkbank in der Regel 40 Millimeter dick ist, verfügt die eines Werktischs nur über 25 Millimeter Stärke. Dementsprechend reduziert sich auch die Traglast. Achten Sie deshalb unabhängig von Begrifflichkeiten vor dem Kauf auf diese Angaben.
Wie pflege ich meine Arbeitsplatte richtig?
Die optimale Pflege richtet sich vor allem nach dem Material, aus dem die Arbeitsplatte besteht. Holzplatten, die meist aus Buche gefertigt werden, sollten mit einem Lackleinöl bestrichen werden, das die Platte vor Kratzern und Stößen schützt. Von Zeit zu Zeit hilft außerdem das Abschleifen mit geeignetem Schleifpapier. Unkompliziertere Beschichtungen aus Linoleum oder Stahlblech können einfach mit einem feuchten Tuch abgewischt werden. Platten aus MDF hingegen sollten Sie ausschließlich mit einem trockenen Tuch reinigen.
5. Verwandte Links
- Wagenheber
- Kabeltrommeln
- Werkstattkraene
- Hebebühnen




































