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Wissenswertes zu Strommessgeräten
In einer Zeit, in der Energieeffizienz immer mehr an Bedeutung gewinnt, spielen Strommessgeräte in Haushalten eine wichtige Rolle. Wie sie funktionieren und welche Modelle es gibt, erfährst du hier.
1. Die Vorteile eines Stromverbrauchsmessers
Knapp jedes fünfte Haushaltsgerät verbraucht mehr Strom als vom Hersteller angegeben , was die monatliche Stromrechnung schnell in die Höhe schießen lässt. Stromkostenmessgeräte ermöglichen es dir, deinen Stromverbrauch genau zu messen und zu überwachen. Indem sie den Energieverbrauch einzelner Geräte oder Systeme anzeigen, kannst du ineffiziente Geräte erkennen und gegebenenfalls austauschen oder optimieren.
Insbesondere ältere Haushaltsgeräte und Großgeräte wie Elektroherd, Kühlschrank, Waschmaschine oder Geschirrspüler verbrauchen viel Strom. Aber auch Unterhaltungsgeräte wie smarte Fernseher, Computer, Spielekonsolen oder Hi-Fi-Anlagen können echte Stromfresser sein.
Einige Messgeräte können zudem Daten zum Stromverbrauch über einen bestimmten Zeitraum aufzeichnen. Dies ermöglicht eine detaillierte Analyse deines Verbrauchsverhaltens und hilft bei langfristigen Planungen und Optimierungen.
Wirf vor dem Kauf immer einen Blick auf die angegebenen Verbrauchswerte und die Energieeffizienzklasse, um sicherzugehen, dass ein Elektrogerät möglichst energieeffizient ist. Geräte mit Klasse A arbeiten am sparsamsten, aber auch Klasse B wird noch als gut bewertet.
2. Wie funktioniert ein Strommessgerät?
Während Spannungsmessgeräte zum [Messen](/ der Spannung verwendet werden, sind Strommessgeräte – auch als Strommesser oder Energiemessgerät bezeichnet – dazu da, die Stromstärke zu bestimmen. Es handelt sich um mobile Adapter, die als Zwischenstecker fungieren und flexibel in jeder üblichen Schutzkontaktsteckdose platziert werden können.
Fernseher, Kühlschrank und Co. lassen sich anschließend wie gewohnt einstecken – die Funktion der Steckdose als Stromquelle wird durch das Strommessgerät nicht beeinträchtigt.
Smarte Strommessgeräte lassen sich mit einer App bedienen. [Quelle: Proxima Studio – stock.adobe.com]
Die Strommessung läuft recht einfach ab: Die meisten modernen Strommessgeräte für die Steckdose verfügen über einen integrierten Datenspeicher und eine Auswertungsfunktion. Der Strommesser misst den durchfließenden Strom zwischen Steckdose und Elektrogerät und zeigt in der Regel
- die Wattzahl und
- den aktuellen Verbrauch in Kilowattstunden an.
In welcher Form das geschieht, hängt von dem jeweiligen Modell ab.
3. Arten von Strommessgeräten
Es gibt drei verschiedene Typen von Energiemessgeräten, die sich in Einsatzzweck und Ausstattung unterscheiden:
| Analoge Strommesser | Digitale Strommesser | Strommessgeräte mit WLAN- oder Funkverbindung |
|---|---|---|
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| messen den Stromverbrauch in Echtzeit und zeigen den Stromfluss anhand einer Skala und eines Zeigers an | verfügen über eine digitale Anzeige, die entweder direkt im Gerät integriert oder extern mit einem Kabel verbunden ist | werden auch als Funksteckdosen bezeichnet |
| werden meist in Labor- oder Industrieumgebungen sowie älteren Elektroinstallationen eingesetzt | können sehr präzise Messungen durchführen | verfügen in der Regel nicht über ein eigenes Display – stattdessen lassen sich diese Strommessgeräte für die Steckdose an das WLAN anbinden und mit einer App bedienen |
| zeigen oft noch weitere Messwerte wie Stromkosten, Leistung, Spannung oder Frequenz an | sind oft noch mit weiteren Komfortfunktionen ausgestattet, wie Datenübermittlung, Kindersicherung, Smart-Home-Integration oder Kostenprognosen | |
| bieten darüber hinaus meist die Möglichkeit, Daten über einen bestimmten Zeitraum aufzuzeichnen |
4. Tipps zum Kauf
Bei der Wahl des richtigen Stromverbrauchsmessers solltest du insbesondere auf drei Kriterien achten:
Manche Elektrogeräte haben nur einen geringen Stromverbrauch, zum Beispiel wenn sie sich im Stand-by-Modus befinden. Möchtest du deren Verbrauch messen, solltest du einen Strommesser wählen, der auch niedrige Wattzahlen zuverlässig erfasst.
Befindet sich die Steckdose hinter dem Bett oder einem Schrank, bieten sich Strommessgeräte mit externem Display oder App-Bedienung an. Letztere ermöglichen es zudem, deinen Verbrauch auch aus der Ferne zu kontrollieren.
Möchtest du den Stromverbrauch eines Elektrogeräts messen, das dauerhaft in Betrieb ist, empfiehlt sich die Anschaffung eines Strommessers mit Speicher. Der Verbrauch eines Kühlschranks etwa kann bei der täglichen Benutzung stetig variieren – wird er häufig geöffnet, verbraucht er mehr Energie. Das Strommessgerät sollte daher über einen längeren Zeitraum – am besten einen Monat – zum Einsatz kommen, um einen durchschnittlichen Verbrauchswert zu ermitteln.
5. FAQ
Wie hoch ist das Leistungslimit von Strommessgeräten?
Das Leistungslimit liegt für die meisten handelsüblichen Strommessgeräte bei ungefähr 3.680 Watt. Dieser Wert entspricht der maximalen Belastung, die der Strommesser erfassen kann.
Was ist der Unterschied zwischen einem Stromzähler und einem Strommessgerät?
Ein Stromzähler wird vom Energieversorgungsunternehmen installiert, um den Gesamtstromverbrauch zu messen und abzurechnen. Ein Strommessgerät hingegen dient dazu, den Stromverbrauch einzelner Geräte oder Bereiche in deinem Haushalt zu überwachen.
Wie wird ein Strommessgerät gelesen?
Digitale Strommessgeräte zeigen auf einem Display den Stromverbrauch eines Elektrogeräts in Watt und Kilowattstunden an. Zusätzliche Funktionen wie Kostenanzeige oder Datenaufzeichnung sind je nach Modell verfügbar und lassen sich meist über das Gerätemenü abrufen. Analoge Geräte geben den aktuellen Verbrauch mittels einer Skala und eines Zeigers an.
6. Verwandte Links
- Lasermessgeräte
- Strahlungsmessgeräte
- Innenthermometer
- Smart Home Steckdosen
7. Quellenhinweise
- https://www.vzbv.de/pressemitteilungen/jedes-fuenfte-getestete-haushaltsgeraet-verbraucht-mehr-strom-als-angegeben









































