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Poolpumpen – unverzichtbar für eine gute Wasserqualität
1. Welche Funktionen erfüllt eine Wasserpumpe für den Pool?
Neben Poolsaugern, Poolrobotern und anderem Reinigungszubehör ist die Poolpumpe das Herzstück eines Pools. Sie erfüllt drei wichtige Aufgaben, um dem Wachstum von Bakterien und Algen vorzubeugen und sicherzustellen, dass der Pool sauber und hygienisch bleibt.
Wasserzirkulation: Die Hauptaufgabe einer Poolpumpe besteht darin, das Wasser im Pool in Bewegung zu halten. Sie zieht das Wasser an, entweder durch einen Skimmer oder einen Abfluss im Boden, leitet es durch den Filter und führt es dann zurück in den Pool.
Filtration: Wenn die Pumpe das Wasser durch den Filter leitet, werden Schmutz, Ablagerungen und andere Unreinheiten entfernt.
Chemikalienverteilung: Die Poolpumpe hilft dabei, Poolpflegemittel gleichmäßig im Wasser zu verteilen. Dies ist wichtig, um einen optimalen pH-Wert aufrechtzuerhalten.
Eine Poolpumpe mit Sandfilter ist besonders einfach in der Wartung, da der enthaltene Quarzsand bis zu drei Jahre lang verwendbar ist. [Quelle: Evgeniya Sheydt – stock.adobe.com]
2. Welche Arten von Poolpumpen gibt es?
Wenn du eine Poolpumpe kaufen möchtest, stehen dir in der Regel drei verschiedene Varianten zur Wahl, die sich hinsichtlich ihrer Leistung und Energieeffizienz unterscheiden:
| Art der Poolpumpe | Beschreibung | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| Einzelgeschwindigkeitspumpen | Haben nur eine Geschwindigkeit und laufen konstant mit höchster Leistung | Günstig in der Anschaffung, einfach zu bedienen | Wenig energieeffizient, hohe Betriebskosten |
| Doppelgeschwindigkeitspumpen | Haben zwei Geschwindigkeiten, die je nach Bedarf eingestellt werden können: niedrige Geschwindigkeit für normalen Betrieb, höhere Geschwindigkeit für eine intensivere Reinigung | Energieeinsparungen bei niedriger Geschwindigkeit | Teurer in der Anschaffung |
| Variable Geschwindigkeitspumpen | Ermöglichen eine individuelle Einstellung der Geschwindigkeit auf die spezifischen Anforderungen des Pools | Äußerst energieeffizient, da sie nur so viel Energie verbrauchen, wie tatsächlich benötigt wird; können vor allem langfristig zur Reduktion der Energiekosten beitragen | Teurer in der Anschaffung |
Poolpumpen mit integrierter Zeitschaltuhr ermöglichen es, die Zeitpunkte für den Start und das Ende des Pumpenlaufs einzustellen. Dies kann ebenfalls dazu beitragen, den Energieverbrauch zu reduzieren.
3. Worauf sollte man beim Kauf einer Poolpumpe achten?
Das passende Poolpumpenmodell sollte immer durch die Poolgröße bestimmt werden. Dabei gilt: Je größer der Pool, desto höher muss die Leistung sein. Um die richtige Filterpumpe für deinen Pool zu finden, solltest du auf folgende Aspekte achten:
Die Leistung der Pumpe wird in Kilowatt (kW) oder Pferdestärken (PS) gemessen. Planschbecken und kleinere Aufstellpools starten meist bei 0,37 kW, während größere Pools bis zu 2,2 kW benötigen können. Beachte, dass eine zu schwache Pumpe möglicherweise nicht effektiv genug ist, um dein Poolwasser ordnungsgemäß zu zirkulieren und zu filtern, während eine überdimensionierte Pumpe unnötig Energie verbrauchen und deine Betriebskosten erhöhen kann.
Die Förderleistung beziehungsweise Durchflussmenge wird in Litern/Stunde (l/h) oder in Kubikmetern pro Stunde (m³/h) gemessen und ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium beim Kauf. Poolpumpen von Herstellern wie Steinbach oder Bestway variieren in der Regel zwischen 3.000 l/h bei kleinen und 11.000 l/h bei leistungsstarken Modellen.
Wenn du langfristig Geld sparen möchtest, solltest du eine energieeffiziente Poolpumpe in Betracht ziehen. Variable Geschwindigkeitspumpen sind zwar teurer in der Anschaffung, können die Energiekosten jedoch deutlich reduzieren und sich im Laufe der Zeit auszahlen.
Poolpumpen können entweder einzeln oder im Set mit integrierter Filteranlage gekauft werden. Letztere Variante verfügt meist über einen zylindrischen Filterbehälter, in dem sich je nach Modell verschiedene Filtermedien zur Reinigung und Wartung des Wassers befinden. In der Regel wird zwischen zwei Filterarten unterschieden:
Poolpumpe mit Sandfilter: Sandfilteranlagen eignen sich für mittlere bis große Pools und verwenden meist Quarzsand, um Schmutz und Verunreinigungen aus dem Wasser zu filtern. Alternativ kannst du den Filter auch mit speziellen Filterbällen aus Textil oder Filterglas befüllen. Die Filterleistung unterscheidet sich dabei leicht: Während Sand Partikel von 10 bis 20 Mikrometern filtern kann, liefern Filterbälle und -glas eine verbesserte Filterleistung von bis zu 5 Mikrometer kleinen Partikeln.
Poolpumpe mit Kartuschenfilter: Diese Pumpen nutzen spezielle, auswechselbare Filterscheiben oder -kartuschen aus Polyesterfaser- oder Papiermaterial, um Schmutz aus dem Wasser zu filtern. Sie eignen sich vorrangig für kleinere Pools und sind in der Wartung etwas aufwendiger, da die Kartuschen regelmäßig gereinigt oder gewechselt werden müssen.
Einige Poolpumpen können recht laut sein, was insbesondere in Wohnbereichen störend sein kann. Achte in der Produktbeschreibung daher auf die Schallimmission der Pumpe. Diese wird in der Maßeinheit dB(A) angegeben – 50 bis 55 dB(A) gelten als leise, während Pumpen mit 60 bis 75 dB(A) lautere Betriebsgeräusche von sich geben.
Wenn du dir nicht sicher bist, welche Filterpumpe du für deinen Pool wählen sollst, ließ dir immer die Angaben des Herstellers genau durch und konsultiere vor dem Kauf gegebenenfalls einen Experten.
4. FAQ
Wann sollte man eine Poolfilterpumpe laufen lassen?
Dies hängt von verschiedenen Faktoren wie der Größe des Pools oder der Art der Pumpe ab. Als Richtwert wird jedoch empfohlen, eine Poolpumpe insgesamt ca. 8 Stunden pro Tag in Betrieb zu haben, bestenfalls in Blöcken von 2x4 oder 4x2 Stunden.
Welche Pumpenleistung sollte meine Poolpumpe haben?
Um bestmögliche Reinigungsergebnisse zu erzielen, sollte der gesamte Beckeninhalt deines Pools innerhalb von 4 Stunden einmal umgewälzt werden. Gehst du von diesem Richtwert aus, lässt sich die für deinen Pool benötigte Pumpenleistung für eine empfohlene Laufzeit von 8 Stunden nach folgender Formel berechnen: Wassermenge deines Pools (in m³) x 2 (Umwälzungen) / 8 (Stunden Betriebszeit). Ein Pool mit 30 m³ Wasser hat also eine Durchflussmenge von 7.500 l/h (oder 7,5 m³/h). Daraus ergibt sich als Richtwert eine typische Pumpenleistung von 0,5 PS oder 0,37 kW.
Was verbraucht eine Poolpumpe an Strom?
Beispielrechnung: Läuft eine Filterpumpe 10 Stunden am Tag bei einer Stromaufnahme von 0,5 KW, werden 5 kWh Strom benötigt. Liegt der Strompreis zum Beispiel bei 0,50 €/kWh, belaufen sich die Stromkosten der Pumpe auf 2,50 € pro Tag.
5. Verwandte Links
- Poolthermometer
- Poolleitern
- Poolzubehör
- Poolschläuche
- Poolfolien
- Poolabdeckungen


































