Quelle Headerbild: Vladyslav – stock.adobe.com
Mähroboter: smarte Gartenhelfer
Rasenroboter mähen das Gras im Garten selbstständig und sind individuell programmierbar. In unserem Ratgeber erfahren Sie, was Sie bei der Anschaffung eines Mähroboters beachten sollten.
1. Vorteile von Rasenmäher-Robotern
- Vollautomatischer Betrieb
- Flexible Einstellungsmöglichkeiten (beispielsweise Schnitthöhe, Arbeitsbeginn und –ende)
- Spart Zeit und Mühe bei der Gartenarbeit
- Geringe Lautstärke
Der größte Vorzug der akkubetriebenen Geräte ist das selbstständige Arbeiten: Haben Sie Details wie die Mähzeiten und die Schnitthöhe festgelegt, beginnt der Mähroboter ohne Ihr weiteres Zutun mit der Arbeit. Das Leerlaufen des integrierten Akkus wird dadurch verhindert, dass der Roboter rechtzeitig die Ladestation anläuft.
Mithilfe eines Rasenmäher-Roboters sparen Sie nicht nur Zeit, sondern werden auch körperlich entlastet. Im Vergleich zu herkömmlichen Rasenmähern zeichnen sich die Geräte außerdem durch eine geringere Lautstärke aus.
Achtung: Um jedes Sicherheitsrisiko auszuschließen, sollten Sie das Gerät während des Betriebs nicht unbeaufsichtigt lassen, wenn sich Haustiere oder Kinder im Garten befinden.
Die Schnittbreite kann allerdings nicht individuell geregelt werden, sondern ist durch die Abmessungen des Mähroboters vorgegeben. Außerdem besitzt ein Mähroboter, anders als ein konventioneller Rasenmäher, keinen Auffangkorb, sodass das Schnittgut von Hand eingesammelt werden muss.
Die Entscheidung, welche Richtung der Roboter beim Mähen einschlägt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Die meisten Modelle arbeiten dabei nach dem Zufallsprinzip und werden von diversen Sensoren unterstützt. Einige Mähroboter, die auf dem neuesten Stand der Technik sind, benutzen zur Navigation das globale Positionierungssystem GPS. Bei solchen Ausführungen werden Rasenflächen in der Regel ordentlicher gekürzt als mit einem zufälligen Mähmuster. Eine Steuerung besitzen solche Rasenmäher allerdings ebenfalls nicht.
Mähroboter für den Hobbygärtner oder den professionellen Bedarf
2. Funktionsweise
Während des Betriebs bekommt ein Rasenroboter durch Sensoren und verschiedene Signale Informationen zu seiner Umgebung. Diese sind wichtig, damit das Gerät selbstständig arbeiten kann.
2.1 Begrenzungsdraht
Bevor Sie Ihren Rasenmäher-Roboter einsetzen nehmen können, müssen Sie festlegen, welcher Bereich in Ihrem Garten gemäht werden soll. Hierzu verlegen Sie einen Begrenzungsdraht um die entsprechende Fläche. Der Draht kann mit Heringen im Boden fixiert werden. Die losen Enden verbinden Sie mit der Ladestation des Mähers. Über Sensoren erkennt das Gerät den Draht als Grenze der zu bearbeitenden Fläche. Mancher Suchdraht kammn auch unterirdisch verlegt werden. In vielen Fällen werden die Kabel beziehungsweise Drähte entlang der Rasenkanten verlegt.
Beachten Sie: Befinden sich Bereiche wie ein Teich oder Blumenbeete innerhalb der eingefassten Fläche, sollten Sie diese ebenfalls mit dem Begrenzungskabel abstecken. Auf diese Weise verhindern Sie, dass das Gerät in diesen Bereichen arbeitet. Alternativ können Sie solche Zonen mit einer niedrigen Begrenzung wie großen Steinen umgeben.
2.2 Sensoren
Rasenmäher-Roboter sind mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet, welche die Bewegungen und den Mähbetrieb beeinflussen. Achten Sie bei der Auswahl unbedingt auf die folgenden Varianten:
- Stoßsensoren (Kollisionssensoren): Trifft der Roboter auf ein Hindernis, macht er automatisch kehrt.
- Kippsensoren (Neigungssensoren): Wird das Gerät angehoben, schaltet es sich augenblicklich ab.
- Regensensoren: Bei Regenwetter unterbricht der Mähroboter seine Arbeit und fährt in die Aufladestation zurück.
Beachten Sie: Bei einigen Modellen veranlasst der Stoßsensor die Umkehrbewegung erst nach der Ausübung eines gewissen Drucks auf das Hindernis. Aus Sicherheitsgründen sollte diese Widerstandsgrenze so niedrig wie möglich ausfallen.
Achten Sie außerdem bei der Auswahl darauf, dass der Kippsensor das sofortige Ausschalten des Geräts bewirkt, ohne dass die Schneidemesser nachdrehen. Bei vielen Geräten ist das erneute Aktivieren erst nach der Eingabe eines PIN-Codes möglich.
GARDENA Mähroboter
3. Bauform und wichtige Eigenschaften von Mährobotern
Bei der Wahl des richtigen Modells sind die Bauform und unterschiedliche Eigenschaften zu beachten, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen.
3.1 Display und Bedienelemente
Alle Modelle zeichnen sich durch die individuelle Programmierbarkeit des Mähbetriebs aus. Besonders hilfreich ist ein übersichtliches Display, über das Sie die Menüpunkte auswählen können. Im Idealfall sollte der Bildschirm die folgenden Eigenschaften aufweisen:
- Intuitive Menüführung
- Anzeige aller wichtigen Daten auf einen Blick (beispielsweise Betriebsmodus, Uhrzeit, Datum, verbleibende Akku-Laufzeit)
Daneben sollte das Gerät über einen gut sichtbaren und leicht zu erreichenden Notstopp-Schalter verfügen.
Begrenzungsdraht für Bosch Mähroboter
3.2 Ladestation und Akkulaufzeit
Die meisten Mähroboter verfügen über eine Akkulaufzeit bis zu vier Stunden. Danach begibt sich das Gerät zum Aufladen selbstständig zurück zur Ladestation. Ist der Akku erneut geladen, beginnt der nächste Mähzyklus.
Die Ladestation sollte wetterfest sein. Bei Frost und Schneefall wird empfohlen, das Gerät an einem trockenen und warmen Ort zu lagern. Die Leistungsstärke des Akkus sollte dabei von der Rasengröße abhängig sein. Manche Modelle zeichnen sich durch einen Automatikbetrieb von bis zu 50 Minuten aus, sodass bis zu 100 Quadratmeter Rasenfläche gemäht werden können. Empfohlen sind hierbei Lithium-Ionen-Akkus.
3.3 Schneidwerk
Anders als bei herkömmlichen Rasenmähern fällt das Schneidwerk bei Rasenmäher-Robotern sehr fein aus: Die rasierklingenähnlichen Messer sorgen für das tatsächliche Schneiden des Grases, wohingegen Rasenmäher mit groben Klingen Gras durch Wucht eher abschlagen. Für die Arbeit eines Rasenroboters haben die feinen Schneiden die folgenden Auswirkungen:
- Die meisten Modelle können nur niedriges Gras effektiv Mähen (durchschnittlich maximal 20 cm hoch).
- Das geschnittene Gras kann als Mulch benutzt werden.
- Für den kompletten Mähvorgang werden mehrere Betriebs-Zyklen benötigt.
- Mähroboter sollten in kurzen und regelmäßigen Zeitabständen eingesetzt werden.
Das Schneidwerk eines Mähroboters besteht aus dünnen und scharfen Klingen.
Da die Klingen aus Sicherheitsgründen nicht bis an den Außenrand der Geräte reichen, bleibt zwangsläufig überstehendes Gras zurück, das Sie mit einem Rasentrimmer kürzen können. Je länger die Klingen des Schneidwerks sind, desto schneller können Flächen gemäht werden. Die Höhe der Messer kann entweder im Benutzermenü automatisch oder manuell über eine Schraube an der Unterseite des Geräts variiert werden.
Mähroboter können leichte Steigungen im Garten selbstständig überwinden. In den Herstellerinformationen der meisten Modelle finden Sie deshalb auch Angaben zur maximal befahrbaren Steigung.
3.4 Räder und Gewicht
Die meisten Roboter sind mit zwei Vorder- und zwei Hinterrädern ausgestattet. Zu beachten ist, dass das Profil der meisten Räder nicht für abfallende Rasenflächen geeignet ist. Bei vielen Modellen können Sie die Hinterräder jedoch gegen Varianten austauschen, die mehr Halt bieten.
Achtung: Zu schwere Modelle hinterlassen unter Umständen Spurrillen auf der gemähten Fläche.
3.5 Lautstärke
Ein besonderer Vorzug von Rasenmäher-Robotern ist ihr verhältnismäßig leiser Betrieb, sodass die Geräuschbelastung gering ausfällt. Das Mähen ist selbst zur Mittagsruhe möglich. So liegt der Pegel der meisten Geräte unter 70 Dezibel, was in etwa Gesprächslautstärke entspricht. Herkömmliche Rasenmäher erreichen Lautstärken von über 90 Dezibel.
4. Mulchmähen
Bedingt durch das feinere Schneidwerk sind Mähroboter im Vergleich zu handelsüblichen Rasenmähern besser als sogenannte Mulchmäher einsetzbar. Beim Mulchmähen wird Gras regelmäßig nur wenige Millimeter gestutzt und bleibt auf der gemähten Fläche liegen. Auf diese Weise werden dem Boden wichtige Nährstoffe zugeführt. Um diesen Effekt zu begünstigen, können Sie die Grasreste mit einer Harke oder einem Vertikutierer in den Boden einarbeiten. Beim Mulchmähen sollten Sie Folgendes beachten:
- Für den optimalen Kompostiereffekt sollte mindestens zweimal pro Woche gemäht werden.
- Feuchte Rasenflächen sollte nicht gemäht werden, da Schnittreste verklumpen und faulen können, was dem Gerät wie auch dem Rasen schadet.
5. FAQ
Wie muss ich meinen Mähroboter für den Betrieb einrichten?
Zunächst müssen Sie mit dem Begrenzungsdraht die Fläche umgeben, die gemäht werden soll. Zur Befestigung können Sie Heringe in den Boden stecken. Die Enden des Drahtes werden mit der Ladestation des Rasenroboters verbunden. Im Anschluss muss der Akku aufgeladen werden. Stellen Sie daraufhin den Betrieb des Gerätes über das Display und die Bedienelemente ein.
Was ist Mulchmähen?
Beim Mulchmähen wird Gras nur wenige Millimeter gekürzt. Die Reste können auf der Rasenfläche liegen bleiben, was bewirkt, dass dem Boden wertvolle Nährstoffe zugeführt werden. Diese Mähtechnik sollte mindestens zweimal pro Woche eingesetzt werden. Außerdem sollten Sie generell darauf achten, keine feuchten Rasenflächen zu mähen: Das geschnittene Gras kann verklumpen und faulen, was nicht nur dem Gerät, sondern auch dem Rasen schadet.
Was sollte ich hinsichtlich der Sicherheit beachten?
Der Stoßsensor sollte so beschaffen sein, dass das Gerät beim Kontakt mit einem Hindernis kehrtmacht. Beim Anheben oder Umdrehen des Mähers sollte der Kippsensor dafür sorgen, dass das Schneidwerk augenblicklich und vollständig zum Stehen kommt, ohne dass sich die Messer nachdrehen. Der Notstopp-Schalter sollte außerdem gut sichtbar und einfach zu betätigen sein. Stellen Sie den Timer des Mähers auf Zeiten ein, in denen sich weder Kinder noch Haustiere auf dem Rasen aufhalten.
Worin unterscheiden sich die Schneidwerke der verschiedenen Modelle?
Achten Sie bei den Schneidwerken auf die Länge der Messer: Je größer diese ausfallen, desto schneller können Rasenflächen gemäht werden. Wichtig ist außerdem die Höhe der Klingen, die sich bei den meisten Modellen entweder automatisch oder über das Verstellen einer Schraube an der Unterseite variieren lässt.
Kann ein Mähroboter die Rasenqualität verbessern?
Ein gleichmäßiges Schnittbild sorgt für einen optisch ansprechenden Garten. Vor allem das Mulchmähen kann zudem die Qualität des Rasens verbessern: Das fein gehäckselte Schnittgut verbleibt nach dem Mähen auf dem Rasen und gibt Nährstoffe an die Grasnarbe ab.









































