
Elektrorasenmäher
Für kleine und mittelgroße Gärten ist ein Elektrorasenmäher die beste Wahl. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.
1. Vorteile von Elektrorasenmähern
Im Gegensatz zu Akku- und Benzin-Varianten verfügen netzbetriebene Modelle über eine ständige Energiezufuhr und somit über eine konstante Motorleistung. Das macht die Arbeit zeitlich flexibel und effizient, da Sie das Mähen nicht unterbrechen müssen um Kraftstoff nachzufüllen oder Akkus zu laden. Daneben zeichnen sich Elektrorasenmäher durch eine geringere Betriebslautstärke als Benzinrasenmäher aus und sind preiswerter in der Anschaffung. Nicht zuletzt bleiben Ihnen Wartungsarbeiten wie der Wechsel von Zündkerzen oder Luftfiltern erspart. Auch das Gewicht spielt bei der Auswahl einer Rolle, da dieses die Manövrierfähigkeit des Geräts beeinflusst.
Alle Vorteile eines Elektrorasenmähers auf einen Blick:
- Konstante Motorleistung und Energiezufuhr
- Geringere Betriebslautstärke als Benzinrasenmäher
- Preiswert in der Anschaffung
- Wenig Wartungsbedarf
- Robuster Motor
- Leichter als Benzingeräte
Tipp: Bevor Sie sich für einen Mäher entscheiden, sollten Sie in einem ersten Schritt einschätzen, wie groß die Rasenfläche ist, die regelmäßig gemäht werden soll. Elektrorasenmäher und Akku-Modelle eignen sich für kleine Flächen, bei großen Bereichen sind Benzinrasenmäher die bessere Wahl.
| Flächengröße in m2 | Geeigneter Mäher |
|---|---|
| Bis 300 | Elektro- / Akku-Mäher |
| Ab 300 | Benzinrasenmäher |
| Ab 600 | Aufsitzmäher* |
| Ab 2.000 | Rasentraktor* |
*Aufsitzmäher und Rasentraktoren werden für den Betrieb ebenfalls mit Benzin gespeist. Der Hauptunterschied gegenüber gängigen Mähern besteht neben der wesentlich größeren Schnittbreite des Mähwerks und der hohen Leistung darin, dass Sie während der Arbeit auf den Geräten sitzen.
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2. Wichtige Eigenschaften
Vor der Auswahl eines bestimmten Modells sollten Sie wichtige Eigenschaften wie etwa die Leistung, die Schnitthöhe und -breite sowie das Gewicht der Varianten vergleichen. Auf diese Weise erhalten Sie einen Eindruck, welches Gerät für Ihren Zweck infrage kommt.
2.1 Leistung
Die Angabe zur Leistung eines Mähers vermittelt einen Anhaltspunkt, wie kraftvoll der Motor ist. Der Durchschnittswert liegt bei Elektrogeräten bei 1.400 Watt, benzinbetriebene Mäher zeichnen sich durch doppelt so hohe Leistungswerte aus. Hinsichtlich der Leistung die folgende Formel als Orientierung dienen:
Je mehr Funktionen der Rasenmäher besitzt, desto höher sollte im Idealfall auch die Leistung sein, da jede Funktion, die gleichzeitig mit anderen genutzt wird, einen Teil der Motorenkraft beansprucht.
Zusätzliche Funktionen können beispielsweise ein Mulchmäh- beziehungsweise Vertikutiermodus sowie ein Radantrieb für das Mähen von Flächen an Gefällen sein.
2.2 Schnitthöhe und -breite
Die Schnitthöhe kann bei handelsüblichen Geräten über einen Mechanismus in mehreren Abstufungen gewählt werden. Eine entsprechende Vorrichtung befindet sich entweder am Griff (dem sogenannten Holm) oder in der Nähe der Räder des Elektrorasenmähers.
Die Schnitthöhe lässt sich bei den meisten Geräten komfortabel über einen Hebel einstellen.
Anders als die Schnitthöhe ist die Schnittbreite bei Rasenmähern nicht variierbar. Sie gibt den Durchmesser der Fläche an, die vom Mähwerk auf der Unterseite erfasst und in einem Arbeitsgang gekürzt werden kann.
Hinweis: Beim Mähen bleiben zwangsläufig Kanten zurück, da das Mähwerk nicht bündig mit der Verschalung abschließt, sondern diese breiter angelegt ist. Langes Gras bleibt vor allem an schwer zugänglichen Stellen wie Beeteinfassungen und in verwinkelten Bereichen stehen. Am einfachsten ist es, lange Halme nach dem Mähen mit einem Rasentrimmer zu kürzen.
2.3 Gewicht
Das Gewicht eines Rasenmähers beeinflusst seine Manövrierfähigkeit: Bei den meisten Geräten müssen Sie den vorderen Teil anheben, um sich um die eigene Achse drehen zu können. Besonders manövrierfähig sind hingegen Rasenmäher mit drei Rädern, bei denen das Vorderrad frei schwingbar ist.
3. Bauform von Elektrorasenmähern
Neben den technischen Eigenschaften ist auch die Bauform und die Beschaffenheit der Bestandteile ein wichtiger Aspekt bei der Auswahl eines Elektrorasenmähers. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Kriterien für Sie zusammengestellt.
3.1 Mähwerk
Die meisten Elektrorasenmäher sind sogenannte Sichelmäher, was gleichzeitig die Beschaffenheit und das Funktionsprinzip der Klinge beschreibt: Das Messer sitzt auf der Unterseite des Geräts, rotiert um die eigene Achse und schlägt Gras ab, das beim Mähen mit ihm in Berührung kommt.
Eine Variante sind Balkenmäher. Bei diesen Modellen befindet sich das Mähwerk im vorderen Bereich und ist waagerecht angebracht. Eine gezahnte, bewegliche Klinge sitzt über einer zweiten, die fest arretiert ist. Gräser, die zwischen die Zähne geraten, werden wie mit einer Schere geschnitten. Balkenmäher besitzen eine große Schnittbreite, die meisten Geräte werden jedoch nur in der Landwirtschaft benutzt.
Die Klinge eines Sichelmähers sollten Sie regelmäßig von einem Fachmann schleifen lassen.
Hinweis: Einmal jährlich sollten Sie die Klinge von einem Fachmann schärfen lassen. Wenn Sie den Ausbau selbst vornehmen wollen, sollten Sie zuvor unbedingt sichergehen, dass der Stecker nicht mit dem Stromnetz verbunden ist. Sehen Sie für Anweisungen zum Ausbau im Handbuch des Gerätes nach und tragen Sie Arbeitshandschuhe, um Verletzungen durch die Schneide zu verhindern. Befreien Sie die Klinge außerdem nach jedem Mähvorgang vollständig von feuchten Grasresten.
3.2 Räder
Die Beschaffenheit der Räder trägt maßgeblich zur Wendigkeit des Mähers bei. Besonders praktisch sind dreirädrige Modelle mit einem freischwingenden Vorderrad: Diese Varianten lassen sich ohne großen Kraftaufwand manövrieren, da Sie die Geräte dafür nicht anheben müssen.
Befindet sich die Rasenfläche an einem Gefälle, ist außerdem ein Radantrieb hilfreich: Bei Steigungen müssen Sie bei diesen Geräten nicht selbst Kraft aufwenden. Allgemein sind Mäher mit großen Rädern zu empfehlen, da diese Bodenunebenheiten besser überwinden.
3.3 Holm
Die Vorrichtung, mit der Sie den Mäher führen, wird Holm genannt. Dieser sollte nach Möglichkeit höhenverstellbar sein: Auf diese Weise können Sie den Griff des Elektrorasenmähers Ihrer Körpergröße anpassen. Außerdem sind so unterschiedlich große Personen in der Lage, das Rasenmähen zu übernehmen.
Darüber hinaus sollte sich der Holm einklappen oder gar abnehmen lassen, was Ihnen den Transport beziehungsweise platzsparendes Verstauen erleichtert.
Ein einklappbarer Holm erleichtert das Verstauen und den Transport des Elekrorasenmähers erheblich.
3.4 Grasauffangbehälter
Viele Elektromäher verfügen über einen abnehmbaren Behälter am Heck, in dem das gemähte Gras gesammelt wird. Der Korb erspart Ihnen das mühsame Zusammenrechen der Grasreste. Entleeren Sie den Inhalt des Behälters nach der Arbeit auf den Kompost oder geben Sie das Schnittgut in die Biomülltonne.
4. Funktionen
Wenn Sie für das bestmögliche Wachstum Ihres Rasens sorgen wollen, sollte Ihr Mäher zusätzlich über eine Mulchfunktion verfügen. Mit vielen Modellen können Sie außerdem die Rasenfläche vertikutieren.
4.1 Mulchmähen
Beim Mulchmähen wird der Rasen zwei- bis dreimal pro Woche nur um wenige Millimeter gekürzt. Das Schnittgut fällt besonders fein aus und wird über einen seitlichen Auswurf auf der Fläche verteilt, was mehrere Vorteile hat:
- Dem Rasen werden wertvolle Nährstoffe zugeführt.
- Die feinen Grasreste können von der Witterung und Nutztieren wie Würmern besonders schnell zersetzt werden, sodass sich kein Schimmel bildet.
- Regelmäßiges Mulchen verhindert Wildwuchs.
Bei der Arbeit mit einem Elektrorasenmäher mit Mulchmähfunktion wird der Rasen regelmäßig nur um wenige Millimeter gekürzt.
Tipp: Viele Elektrorasenmäher sind Kombigeräte, bei denen Sie zwischen normalem Mäh- und Mulchmähbetrieb wählen können.
4.2 Vertikutieren
Damit mehr Sauerstoff an die Graswurzeln gelangen kann, wird das Erdreich gelockert und gemähtes Gras in den Boden eingearbeitet. Dieses Vorgehen wird als Vertikutieren bezeichnet und sollte vor der Hochphase des Pflanzenwachstums (etwa Anfang Mai) durchgeführt werden. Sollte Ihr Rasenmäher nicht über eine entsprechende Funktion verfügen, können Sie auf einen Vertikutierer zurückgreifen.
Achtung: Bei jungem Rasen unter drei Jahren sollten Sie vom Vertikutieren absehen, da das Wurzelwerk in diesem Stadium noch keinen ausreichenden Halt im Boden hat.
5. FAQ
Kann ich meinen Rasen im Mulchmähmodus bearbeiten, auch wenn er verhältnismäßig hoch ist?
Beim Mulchmähen wird der Rasen nur jeweils um wenige Millimeter gekürzt. Bei zu langem Gras fällt das Schnittgut zu grob aus und kann Schädlingen wie Schnecken Schutz bieten, wenn es auf dem Rasen liegenbleibt. Aus diesem Grund sollten Sie das Gras zunächst im normalen Mähbetrieb stutzen, das Gras entfernen und hinterher in den Mulchmähmodus wechseln.
Was sollte ich beachten, wenn ich den Rasen im Vertikutiermodus mähen will?
Vertikutieren begünstigt zwar das Wachstum des Rasens – wird das Erdreich jedoch zu oft gelockert, schadet das dem Boden. Ideale Zeitpunkte sind zu Beginn der warmen Jahreszeiten (Anfang Mai) und zum Ende der Gartensaison (Oktober). Junger Rasen von bis zu drei Jahren sollte hingegen nicht vertikutiert werden.
Wie kann ich Rasenkanten schnell kürzen?
Bedingt durch die Bauweise von Rasenmähern bleiben zwangsläufig Bereiche zurück, die Sie mit dem Gerät nicht erreichen können. Diese Stellen können Sie besonders schnell mit einer elektrischen Grasschere oder einem Rasentrimmer bearbeiten.
6. Verwandte Links
- Benzinrasenmäher
- Akku-Rasenmäher
- Rasentraktoren
- Mähroboter
- Rasenmäher-Zubehör
- Vertikutierer
- Handgartengeräte











































