
Kinderroller - Fortbewegung mit Spaß
Kinderroller sind als Spielgerät und Fortbewegungsmittel gleichermaßen beliebt. Schon kleine Kinder können einen Roller fahren und so ihre Umwelt entdecken. Lesen Sie hier alles über Kinderroller.
1. Aufbau eines Kinderrollers
Die Grundkonstruktion ist bei allen Rollern ähnlich und besteht aus den folgenden Elementen:
- Brett beziehungsweise Trittfläche
- 2 oder mehr Räder
- Lenkstange
Die Reifen sind an der Trittfläche befestigt, die häufig mit einer rutschsicheren Oberfläche ausgestattet ist. Für den nötigen Halt sorgt dabei in der Regel sogenanntes Grip Tape, das von der Struktur her Schleifpapier ähnelt. Die Lenkstangen sind zumeist höhenverstellbar, sodass sie ideal an die Größe des Nutzers angepasst werden können. Am oberen Ende befinden sich – je nach Modell – zwei Griffe oder ein Knauf.
Unterwegs mit dem Kinderroller
Zusätzlich bieten viele Kinderroller eine integrierte Bremse. Diese ist zumeist über dem Hinterrad angebracht und wird mit dem Fuß ausgelöst. Weitere Ausstattungsmerkmale bieten zudem einen höheren Komfort und mehr Sicherheit. So können die Fahrer mit einer angebrachten Klingel andere Verkehrsteilnehmer auf sich aufmerksam machen. Ein Ständer erlaubt ihnen hingegen, den Roller stehend zu parken. Auf diese Weise wird Kratzern vorgebeugt und der Kinderroller ist besser sichtbar, wodurch verhindert wird, dass jemand über das Gefährt stolpert. Zusätzlich können Lampen für eine bessere Sicht sowie eine gesteigerte Wahrnehmung durch andere Personen bei Dunkelheit sorgen.
Bei der Konstruktion von Tretrollern kommen in der Regel Holz, Kunststoff oder Metall zum Einsatz. Dabei sollten Sie neben dem Gewicht insbesondere auf die Stabilität des jeweiligen Werkstoffs achten. Aufschluss darüber gibt das angegebene maximale Nutzergewicht beziehungsweise die Tragkraft. Kinderroller aus Aluminium gelten als besonders stabil und weisen dabei ein relativ geringes Gewicht auf.
Die Tragkraft sollte nicht überschritten werden, da das Spielgerät andernfalls beschädigt werden und es zu Unfällen kommen kann
2. Kinderroller nach Altersklassen
Bei der Wahl eines für Ihr Kind geeigneten Modells sollten Sie sich an der Größe und der Anzahl der Räder orientieren:
- Kleinkinder: Für Kinder in einem Alter von etwa drei Jahren sollte die Lenkstange an die Körpergröße anpassbar sein. Darüber hinaus empfehlen sich Varianten, die drei Reifen aufweisen. Im Gegensatz zu Modellen mit lediglich zwei Rädern vereinfachen sie das Halten des Gleichgewichts.
Da Kinder und Jugendliche beim Rollerfahren hinfallen und sich verletzen können, sollten sie stets entsprechende Schutzkleidung wie einen Helm und Protektoren tragen.
- Ältere Kinder: Viele Kinderroller können durch unterschiedliche Einstellmöglichkeiten „mitwachsen“ und so für einen längeren Zeitraum genutzt werden. Allerdings bevorzugen ältere Kinder meist ein Gefährt mit lediglich zwei Rädern, da sie bereits ohne Probleme das Gleichgewicht beim Fahren halten können und diese Roller zudem wendiger sind.
Durch das Gleichgewichtstraining sind Kinderroller eine sinnvolle Vorbereitung für das Erlernen des Fahrradfahrens.
Jugendliche: Auch bei Jugendlichen ist Tretrollerfahren beliebt. Dabei verliert der eigentliche Transportzweck an Bedeutung und die sportliche Aktivität rückt in den Vordergrund. Es werden Tricks geübt und auf entsprechenden Geländen oder in Halfpipes vorgeführt. Daher eignen sich für ältere Kinder sportliche Roller, die über eine entsprechende Flexibilität oder beispielsweise eine Federung und Kugellager verfügen.
Dieser Kinderroller ist besonders wandelbar: Zum einen ist die Lenkstange höhenverstellbar und somit an die Größe des Kindes anpassbar. Zum anderen kann die Trittfläche auch als Sitzfläche benutzt werden, sodass der Roller anfänglich als Laufrad genutzt werden kann.
3. Varianten, Modelle, Bezeichnungen
Einige Rollervarianten bieten zusätzliche Ausstattungsmerkmale, die beispielsweise den Komfort beim Fahren erhöhen. Dazu gehören:
- Luftreifen statt Hartgummiräder
- Kugellager für einen besseren Lauf
Darüber hinaus bieten Klapproller die Möglichkeit, einfach und schnell zusammengefaltet zu werden. Auf diese Weise können die Fahrzeuge platzsparend aufbewahrt und leicht transportiert werden. Dies gilt insbesondere für Modelle, die über einen angebrachten Tragegurt verfügen.
Einige Modelle sind mit einem Schulranzen oder Rucksack ausgestattet, der an einer eigens dafür vorgesehenen Befestigung angebracht werden kann. Dies kann Rückenschmerzen vorbeugen und gestaltet den Schulweg besonders kurzweilig.
Dieser Kinderroller ist mit einem Rucksack ausgestattet. Somit eignet er sich perfekt für den Schulweg und schont zudem den Rücken Ihres Kindes.
Neben den Begriffen Kinderroller und Tretroller werden die Spielgeräte auch wie folgt bezeichnet:
- Microscooter
- Scooter
- Kickboard
Dabei steht jeder Begriff für eine spezielle Roller-Variante. Da die Bezeichnung jedoch nicht einheitlich ist, empfehlen wir Ihnen, sich stets die genauen Merkmale des gewählten Kinderrollers anzusehen.
4. FAQ
Wie fährt man einen Tretroller?
Die Fahrtechnik ist relativ simpel und daher leicht zu erlernen: Man stellt sich mit einem Fuß auf das Brett und stößt sich mit dem anderen Bein vom Boden ab. Das Lenken erfolgt dabei – je nach Modell – über die Bedienung des Lenkers oder über Gewichtsverlagerung. Der Bremsvorgang kann ebenfalls variieren: Häufig sind Trittbremsen am hinteren Rad der Kinderroller angebracht. Bei anderen Varianten wird die Geschwindigkeit verringert, indem mit einem Fuß der Boden berührt oder eine Handbremse betätigt wird.
Ab welchem Alter sind Tretroller geeignet?
Kinderroller gibt es in verschiedenen Ausführungen. Diese unterscheiden sich unter anderem in der Anzahl der Räder, der Größe oder der Lenkung. Für kleinere Kinder, deren Gleichgewichtssinn noch nicht so ausgeprägt ist, sind Roller mit drei Rädern empfehlenswert. Diese Modelle sind bereits für Kinder ab drei Jahren geeignet.






































