[Quelle Headerbild: iStock.com/Jacob Wackerhausen]
Kurz und bündig: Integralhelme
1. Integralhelme: rundum geschützt
Integralhelme (oder: Vollvisierhelme) sind der gängigste Typ unter den Motorradhelmen und stehen aufgrund ihrer Bauart für ein Höchstmaß an Sicherheit: Sie schützen den ganzen Kopf vor Verletzungen und damit – anders als Jethelme – auch die Kinnpartie. Das Visier eines Integralhelms kann bei Bedarf nach oben geklappt werden. Dank seiner Robustheit und der aerodynamischen Form eignet er sich selbst für den Einsatz unter hohen Geschwindigkeiten.
Integralhelm mit hochgeklappter Sonnenblende und dem Logo der Marvel-Figur Punisher
Da der Integralhelm aufgrund seiner geschlossenen Konstruktion nur wenig Luftaustausch zulässt, sind Belüftungsschlitze (sogenannte Lufthutzen) essenziell. Ihre Größe kann oftmals reguliert werden, sodass sie zum Beispiel an heißen Sommertagen mehr Fahrtwind einlassen als bei kühlen Außentemperaturen.
Wenn Sie eine Brille tragen und Integralhelme in Kombination mit der Sehhilfe als unpraktisch und/oder unbequem empfinden, sollten Sie stattdessen zu einem Klapphelm greifen: Bei diesem Typ kann die gesamte Kinnpartie nach oben geklappt werden.
2. Hinweise zur Anschaffung eines Integralhelms
Grundsätzlich gilt bei der Auswahl eines Motorradhelms wie bei jeder Art von Schutzkleidung: Sicherheitsaspekte sind wichtiger als das jeweilige Design. Allerdings werden neben rein funktionalen Modellen auch ausgefallene Integralhelme angeboten. Letztere sind beispielsweise mit Motiven wie Totenköpfen verziert oder in ihrer Optik an Filme und Serien angelehnt, wobei sich besonders Superhelden wie Iron Man und Deadpool großer Beliebtheit erfreuen.
Integralhelm in der Optik von Iron Man aus dem gleichnamigen Film
Achten Sie immer darauf, dass der gewünschte Helm den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht, was durch das ECE-Siegel im beziehungsweise am Helm nachgewiesen wird. Weitere allgemeine Informationen zu Motorradhelmen finden Sie hier.
Anprobe des Integralhelms
Testen Sie den Helm ausgiebig, indem Sie ihn für etwa zehn bis 15 Minuten mit geschlossenem Visier aufsetzen. Wenn Sie Brillenträger sind, stellen Sie sicher, dass Sie die Brille bequem unter dem Helm tragen können und die Innenpolster nicht auf die Bügel drücken. Zudem sollten Sie mit angezogenen Motorradhandschuhen dazu in der Lage sein, das Helmvisier zu öffnen und zu schließen.
Mit komfortabler Schutzkleidung können Sie das Motorradfahren besonders genießen.
Nutzungsdauer eines Integralhelms
Wie lange Sie Ihren Integralhelm verwenden können, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich gilt, dass Sie ihn bei regelmäßiger Nutzung nach etwa fünf Jahren gegen ein neues Exemplar tauschen sollten – unter bestimmten Umständen ist das jedoch schon früher nötig:
- Das Volumen der Innenpolsterung kann sich nach einer gewissen Zeit verringern, sodass kein optimaler Halt mehr gewährleistet ist. In diesem Fall ist es ratsam, entweder die Polsterung auszuwechseln oder sich einen neuen Helm anzuschaffen.
- Kratzer im Visier können die Sicht – vor allem bei Gegenlicht – beeinträchtigen, daher empfiehlt es sich, das Visier auszutauschen oder auf ein neues Exemplar zurückzugreifen.
- Nach einem Unfall sollte der Integralhelm immer entsorgt werden, da mit dem bloßen Auge nicht zu erkennende Haarrisse die Schutzwirkung schmälern können.
3. Verwandte Links
- Motorradjacken
- Motorradhosen
- Motorradstiefel
- Nierengurte




































