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Motorradjacken: stilvoll und sicher unterwegs
1. Was zeichnet Motorradjacken aus?
Ob ein kultiges Vintage-Leder-Modell oder eine leichte Motorradjacke für den Sommer – zusammen mit Motorradhosen und Motorradhandschuhen sind Motorradjacken ein wichtiger Teil der Sicherheitsausstattung eines jeden Motorradfahrers. Weitaus mehr als nur ein modisches Accessoire können sie dich bei einem Sturz vor schweren Verletzungen schützen. Zudem bieten sie Komfort bei verschiedenen Witterungsbedingungen wie Wind, Sonne, Regen oder kalten Temperaturen.
Retro-Modell: Motorradjacke für Herren aus rotem Leder
2. Tipps zum Kauf
Bei der Wahl der richtigen Motorradjacke können dich folgende Kaufkriterien unterstützen:
- Marken: Beliebte Marken für Motorradjacken sind zum Beispiel Büse, Held oder Modeka. Beachte, dass die meisten Hersteller ihre eigenen Größentabellen anbieten, in denen die Maße der Jacke genau angegeben sind. Vor dem Kauf solltest du daher Brustumfang, Bauchumfang sowie Rücken- und Armlänge ausmessen.
- Größen: Motorradjacken gibt es als Damen- und Herrenmodelle. Varianten für Frauen sind schmaler geschnitten und üblicherweise in den Größen XS bis XXXL verfügbar. Motorradjacken für Herren sind meist in den Größen S bis XXXL erhältlich, wobei einige Marken auch größere oder kleinere Größen anbieten.
- Passform: Die Jacke sollte gut sitzen und darf nicht zu locker sein, damit die Protektoren nicht verrutschen können. Achte zudem darauf, dass die Ärmel nicht zu kurz sind.
- Zusätzliche Funktionen: Details wie Taschen, eine abnehmbare Innenjacke, Reflektoren für bessere Sichtbarkeit und Anschlüsse, um die Jacke mit einer passenden Hose zu verbinden, erhöhen den Komfort.
- Winter-/Sommermodelle: Wenn du nach einer Sommer-Motorradjacke suchst, sind vor allem luftige, atmungsaktive Modelle mit Mesh-Einsätzen ideal. Im Winter hingegen sind wärmere, wetterfeste Jacken gefragt. Sie sollten über ein wärmendes Innenfutter verfügen, das idealerweise herausnehmbar ist. Wichtig ist auch, dass die Jacke wind- und wasserdicht ist.
Eine sogenannte 3-in-1 oder 4-in-1 Jacke kann auch eine gute Option sein, da sie für verschiedene Wetterbedingungen ausgelegt ist. Sie hat oft abnehmbare Schichten und/oder Belüftungsöffnungen, die je nach Bedarf angepasst werden können.
3. Materialunterschiede
Um einen hohen Schutz zu gewährleisten, spielt das Material einer Motorradjacke eine entscheidende Rolle. In der Regel wird zwischen Motorradjacken aus Leder und Textil unterschieden. Die Materialien zeichnen sich durch verschiedene Eigenschaften aus.
3.1 Motorradjacken aus Leder
Lederjacken sind bei Motorradfahrern meist in erster Linie aufgrund ihres Kult-Status beliebt, denn sie verkörpern den klassischen „Biker-Look”, der mittlerweile auch alltagstauglich geworden ist. Viele Leder-Motorradjacken werden von Männern und Frauen gleichermaßen daher gerne auch abseits des Motorrades getragen, da sie sich zu vielen Outfits kombinieren lassen.
Ein weiterer großer Vorteil des Materials ist seine hohe Strapazierfähigkeit und Langlebigkeit. Hochwertiges Leder, etwa Känguru-, Büffel- oder Rindleder, bietet bei Stürzen ausgezeichneten Schutz vor Abrieb, da es die Aufprallenergie über die Oberfläche verteilt und somit die Intensität der Verletzungen reduziert.
Motorradjacken aus Leder sind in der Regel dicker und schwerer als Textiljacken und haben eine enganliegende Passform, um den Windwiderstand zu minimieren. Die stark beanspruchten Bereiche wie Schultern und Ellbogen sind oft doppelt genäht oder zusätzlich mit Polsterungen oder Einsätzen verstärkt.
Lederjacken sind anfangs noch etwas steif, passen sich im Laufe der Zeit jedoch an die Form des Körpers an.
3.2 Motorradjacken aus Textil
Motorradjacken aus Textil punkten durch ihre Funktionalität und durch hohen Komfort. Sie sind in der Regel aus synthetischen Materialien wie
- Polyester,
- Nylon,
- Cordura oder
- Kevlar
gefertigt, die besonders leicht und angenehm zu tragen sind und sich für verschiedene Wetterbedingungen eignen. Viele Textil-Motorradjacken verfügen über eine Gore-Tex-Membran, die sowohl wasserabweisend als auch atmungsaktiv ist. Weitere funktionale Eigenschaften wie Belüftungsreißverschlüsse, Einsätze aus Mesh-Gewebe oder herausnehmbares Thermofutter machen Motorradjacken aus Textil gerade im Sommer zu einer beliebten Wahl beim Motorradfahren.
Für ein zusätzliches Maß an Sicherheit solltest du darauf achten, dass deine Motorradjacke mit CE-zertifizierten Protektoren ausgestattet ist. Dabei handelt es sich um spezielle Polsterungen an Schultern und Ellbogen, die dich bei einem Unfall vor Verletzungen schützen können. Rückenprotektoren gehören nicht immer zur Grundausstattung, können jedoch nachgerüstet werden.
4. FAQ
Was bedeuten CE-Zertifizierungen bei Protektoren?
Ein CE-Symbol auf dem Jackenetikett bedeutet, dass die verarbeiteten Protektoren auf ihre Schlagdämpfung getestet wurden und die europäischen Sicherheitsnormen erfüllen. Es gibt verschiedene Schutzklassen dieser Norm, insgesamt fünf Stück, wobei Schutzklasse AAA den höchsten Schutz bietet.
Was ist der Unterschied zwischen Leder- und Textil-Motorradjacken?
Leder- und Textil-Motorradjacken unterscheiden sich in ihren Materialeigenschaften und der daraus resultierenden Schutzfunktion. Lederjacken bieten in der Regel einen höheren Abriebschutz und sind meist langlebiger, können jedoch bei unterschiedlichen Wetterbedingungen weniger komfortabel sein. Textiljacken hingegen sind oft leichter, bieten mehr Flexibilität und sind besser auf verschiedene Wetterbedingungen ausgerichtet, haben jedoch generell einen geringeren Abriebschutz als Lederjacken.
Wie sollte eine Motorradjacken sitzen?
Generell sollte die Jacke eng anliegen, aber genügend Bewegungsfreiheit bieten, vor allem im Schulter- und Ellenbogenbereich. Besonders wichtig ist, dass die eingearbeitete Schutzausrüstung korrekt sitzt und bei einem Sturz nicht verrutscht. Zudem ist es immer ratsam, die Größentabellen des Herstellers zu konsultieren.



































