
Tintenpatronen
Wer mit einem Füller schreibt, benötigt dafür Tinte. Praktischer als Tintenfässer sind kleine Patronen, die in den Füller gesteckt werden.
1. Tintenpatronen für Füller
In der Schule gilt ein Füllfederhalter als unerlässlich. Das Schreiben mit einem Füller fördert die Feinmotorik des Kindes, sodass sich ein gleichmäßiges Schriftbild und eine gut lesbare Handschrift entwickeln können.
Auch bei Erwachsenen gilt das Schreiben von Hand mit einem Füller als besonders stilvoll, beispielsweise bei Briefen. Zudem kommt der Füller bei kalligrafischen Arbeiten zum Einsatz.
Während früher hauptsächlich Kolbenkonverter und Kolbenfüllhalter verwendet wurden, bei denen die Tinte manuell in den Füllfederhalter gefüllt wird, kommen heutzutage vor allem fertige Patronen zum Einsatz: Bei einer Tintenpatrone handelt es sich um einen kleinen Kunststoff-Behälter, der mit Tintenflüssigkeit befüllt ist. Wird dieser in den Füller eingesetzt, gibt er beim Schreibvorgang immer eine kleine Menge der Tinte an die Spitze des Schreibwerkzeuges ab.
Tintenpatronen für das Schreiben mit dem Füller
Die Vorteile von Füllerpatronen im Vergleich zu Kolbenfüllhaltern und Kolbenkonvertern sind dabei die folgenden Aspekte:
- Schneller Patronenwechsel: Aufschrauben des Füllers, Einsetzen der Patrone, Zuschrauben des Schreibgerätes
- Auch von Kindern problemlos austauschbar
- Füllstand der Patrone lässt sich schnell feststellen -> Manche Füller sind mit einer Art Sichtfenster ausgestattet
- Regelmäßige Reinigung des Füllers beziehungsweise des Kolbens entfällt
- Praktische Mitnahme möglich
- Kein Tropfen oder Schmieren beim Austausch
Nachteil: Nicht jede Tintenpatrone ist mit jedem Füller kompatibel.
1.1 Funktionsweise
Die mit Tinte befüllte Patrone wird in den Füller eingesetzt, wobei der Verschluss in Form einer Membran, eines Stopfens oder einer kleinen Kugel eingedrückt wird. Über den Tintenleiter wird die Tinte zur Spitze der Feder geleitet, von der sie dann beim Schreiben aufs Papier gelangt.
1.2 Größen und Normen von Füllerpatronen
Die Füllmenge einer Standardtintenpatrone liegt bei einem Milliliter Tintenflüssigkeit. Dabei sind solche Tintenpatronen in der Länge so konzipiert, dass neben der Patrone im Gebrauch eine Ersatzpatrone im Füller untergebracht werden kann. Zudem erhalten Sie sogenannte Großraum-Tintenpatronen, die den gesamten Hohlraum im Füller einnehmen.
Mit einer Großraum-Tintenpatrone ist das Schreiben langer Texte ohne einen Wechsel der Patrone möglich – was beispielsweise bei Klassenarbeiten sinnvoll ist. Wenn Sie jedoch den Füller längere Zeit nicht benutzen, kann die Tinte eintrocknen und unbrauchbar werden.
1.3 Farben
Früher wurde Tinte für Füllfederhalter aus den Tintenbeuteln von Sepien gewonnen und war braun- bis grauschwarz. Heute jedoch wird Tinte künstlich hergestellt.
Bunte Tinte für den Füller
Die gebräuchlichste Tintenfarbe ist dabei Royalblau (Königsblau), die auch in vielen Schulen Pflicht ist. Manche Hersteller bieten für ihre Füller auch andere bunte Tintenpatronen an, beispielsweise in den Farben
- Türkis,
- Violett oder
- Pink.
Das Schreiben mit bunten Füllerpatronen ist jedoch in vielen Fällen nicht gestattet, beispielsweise bei Klassenarbeiten.
Royalblaue Tinte ist in der Regel löschbar und kann mit einem Tintenkiller wieder entfernt werden. Wer jedoch mit dem Füllfederhalter ein wichtiges Dokument auflegen oder unterschreiben will, sollte darauf achten, dass die Tinte dokumentenecht ist. Bei der handelsüblichen Schul-Tinte ist das meist nicht der Fall. Lediglich Eisengallus-Tinte oder Tinte mit Nanopartikeln erfüllen die Bedingung der Dokumentenechtheit.
2. Bekannte Hersteller
Die beiden bekanntesten Hersteller für Füller und die kompatiblen Tintenpatronen sind Pelikan und Lamy. Bei den Pelikan-Patronen handelt es sich um klassische Tintenpatronen, die deswegen auch in Füller anderer Hersteller passen. Lamy produziert für seine Füller hingegen ausschließlich die Großraum-Patronen T10. Diese sind nur selten mit den Füllern anderer Hersteller kompatibel.
Weitere Hersteller von Füllern und Tintenpatronen sind Parker, Montblanc und Faber-Castell.
Tintenpatronen von Pelikan und Lamy
3. FAQ
Wieso läuft der Füller meines Kindes aus?
Die Ursachen für einen auslaufenden Füller sind unterschiedlich: Gründe können beispielsweise defekte Dichtungen, eine verbogene Feder oder eine falsch eingesetzte Patrone sein.
Wenn der Füller beim Schreiben kleckert und ausläuft, sollten Sie ihn zunächst säubern. Entnehmen Sie die Tintenpatrone und spülen Sie die Feder des Schreibgerätes solange unter Wasser ab, bis keine Tinte mehr ausläuft. Lassen Sie den Füller dann an der Luft trocknen.
Ist klassische Lamy-Tinte mit einem Tintenkiller auslöschbar?
Klassische Tintenpatronen von Lamy sind in der Regel royalblau und mit einer löschbaren Flüssigkeit gefüllt. Mit einem herkömmlichen Tintenkiller lassen sich Rechtschreibfehler so problemlos korrigieren.
Wie wechsle ich die Patrone bei einem Füller?
Ist die Tinte leer oder eingetrocknet, muss die Patrone ausgetauscht werden. Schrauben Sie hierzu den oberen Teil es Füllers ab und entnehmen Sie die alte Patrone. Legen Sie anschließend die neue Tintenpatrone in den unteren Teil und schrauben Sie den Füller zusammen. In der Regel sind Füller so konzipiert, dass der Verschluss der Patronen durch das Zuschrauben automatisch durchstochen wird.
Kann ich auch klassische Tinte in einem für Patronen vorgesehen Füller verwenden?
Während Tintenpatronen in der Regel nur in ausgewählten Farbtönen erhältlich sind, reicht die Palette bei Tintenfässern weitaus weiter. Wer eine solche besondere Tinte benutzen möchte, die nur im Tintenfass erhältlich ist, kann diese in der Regel auch mit einem für Patronen ausgelegten Füllfederhalter verwenden. Um die Tinte aus dem Fass in den Patronen-Federhalter umzufüllen, gibt es spezielle Tintenkonverter beziehungsweise wiederbefüllbare Tintenpatronen, die vorsichtig mit einer Spritze befüllt werden.





































