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Solarladeregler für eine längere Lebensdauer der Batterie
1. Solarladeregler: Funktionen und Anwendung
Immer mehr Menschen setzen während ihrer Urlaubsreisen mit dem Caravan oder Boot auf Solartechnik: Hierfür sind jedoch nicht nur Solarpanels notwendig, sondern auch entsprechende Zubehörartikel. Neben Batterien, welche die Sonnenenergie speichern, ist auch ein Solarladeregler erforderlich. Dieser stellt die Vermittlungsstelle zwischen Batterie und Modul dar und sorgt für eine Regulierung des Ladestroms und der Ladespannung des Akkus. Dies führt unter anderem dazu, dass die Lebensdauer der Batterie deutlich verlängert wird. Angeschlossen wird er mit Kabeln, die ihn sowohl mit den Solarmodulen als auch mit der Batterie und den Verbrauchern verbinden:

Würde ein direktes Anschließen des Solarmoduls an die Batterie erfolgen, müsste eine kontinuierliche Überwachung der Ladespannung von Ihnen vorgenommen werden. Bei Erreichen der Ladeendspannung müssten Sie die beiden Bestandteile jedes Mal physisch voneinander trennen, um einer Zerstörung der Batterie vorzubeugen. Aus diesem Grund lohnt es sich, in einen effizienten Solarladeregler zu investieren, der auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt ist.
Aufgaben des Solarladeregelers
Aufgabe des Solarladereglers ist es, die teils stark schwankenden Spannungswerte zu kompensieren. Diese entstehen unter anderem durch das unterschiedliche Lichtangebot während verschiedener Jahres- und Tageszeiten und durch den sich verändernden Verbrauch der Geräte, die mit Solarstrom betrieben werden. Der Regler verhindert eine Überladung und gewährleistet eine höhere Ladespannung im Winter, während sie im Sommer entsprechend heruntergefahren wird. Diese Ausgleichsmechanismen stellen sicher, dass die Batterie effizient arbeitet.
Weitere mögliche Funktionen von Solarladereglern:
- Tiefentladeschutz: Wenn die Spannung unter einen gewissen Wert fällt, sorgen einige Solarladeregler dafür, dass Verbrauchsgeräte von der Batterie abgeschaltet werden.
- Temperatursensor: Dieser ist zur Anpassung der Ladekurve an die Temperatur notwendig.
Zahlreiche Varianten liefern zudem Informationen zum Betriebs- und Ladezustand sowie der Akku-Spannung.
Einige Solarladeregler ermöglichen vielfältige Einstellungsmöglichkeiten von Steuerungsparametern, sodass Sie die Arbeitsweise auf Ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können.
Was die Ladestrategie angeht, ist grundsätzlich zwischen folgenden Versionen zu unterscheiden:
- Serienregler: Bei Erreichen der Ladeschlussspannung wird der Strom des Trafos durch ein Relais unterbrochen. Sobald die Spannung wieder bis zu einem gewissen Punkt abgefallen ist, erfolgt die erneute Freischaltung.
- MPP-Regler: Hierbei erfolgt eine Anpassung des Solargenerators an den Akku, wodurch eine Erhöhung des Ladestroms ermöglicht wird. Diese Varianten arbeiten besonders effizient, sind jedoch auch mit dem höchsten Anschaffungspreis verbunden.
- Shuntregler: Bei dieser Art von Solarladereglern wird der Solargenerator durch ein Relais für kurze Zeit kurzgeschlossen. Für den Akku bedeutet dies eine effizientere Arbeitsweise, da der Strom hierbei langsam, aber stetig nach unten geregelt wird.
2. Auf diese Besonderheiten müssen Sie beim Kauf achten
Ehe Sie sich für einen Solarregler entscheiden, sollten Sie sicherstellen, dass dieser mit Ihrem System kompatibel ist. Es ist zwingend notwendig, dass die Maximalleistung der Solarmodule vom Laderegler auch bewältigt werden kann.
Um die notwendige Stromstärke zu bestimmen, können Sie folgende Rechnung durchführen:
Erforderliche Stromstärke des Solarladereglers = Anlagenleistung : Spannung der Batterie
Bedenken Sie hierbei jedoch, mindestens zehn Prozent hinzuzuaddieren. So können Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt weitere Solarmodule verwenden, ohne einen neuen Regler erwerben zu müssen. In der Regel sind Solarladeregler mit einer Stromstärke zwischen fünf und 30 Ampere erhältlich.
Wie viele Solarladeregler Sie benötigen, hängt vorrangig von Ihrem Photovoltaik-System ab. So gibt es gleichstromseitige Varianten und wechselstromseitige Versionen.
- Bei gleichstromseitigen Varianten benötigen Sie lediglich einen Solarladeregler, damit die Batterie energieeffizient aufgeladen wird und möglichst keine Energie verlorengeht.
- Wechselstromseitige Versionen benötigen zwei Solarladeregler, da hier eine Umwandlung von Wechsel- in Gleichstrom erfolgen muss






































