
Ratgeber Sensen und Sicheln
Die Rasenpflege ist für jeden Gartenbesitzer eine wichtige Aufgabe. Die meisten greifen hierbei zu einem Rasenmäher oder -trimmer. Doch auch Sensen und Sicheln sind eine sinnvolle Alternative. Was die Vorteile von Sensen sind und wie Sie damit umgehen, erfahren Sie im Folgenden.
1. Die Vorteile von Sensen
Mit einer Sense arbeiten Sie im Gegensatz zu Rasenmähern oder -trimmern leise, umweltschonend und benötigen keinerlei Treibstoff oder Strom. Außerdem haben sie den Vorteil, dass man mit ihnen auch an Hanglagen oder in kleinen Gärten problemlos arbeiten kann.
1.1 Bestandteile
- Sensenblatt: Die gewölbte Klinge besteht aus geschmiedetem Stahl und kann je nach Einsatzzweck unterschiedlich lang und dick ausfallen. Die übliche Sense für das Mähen von Gras ist circa 60 bis 80 Zentimeter lang und mit einem dünnen Blatt versehen. Für gröberes Gehölz ist das Sensenblatt massiver und nur etwa 50 Zentimeter lang.
- Das Sensenblatt ist am sogenannten Sensenbaum befestigt. Er besteht entweder aus Holz oder aus einem Stahlrohr und kann gerade oder geschwungen sein. Die Sense wird an zwei Griffen beidhändig geführt. Für Linkshänder gibt es spezielle Modelle.
Sense mit Sensenbaum aus Stahl
1.2 Sensen schärfen und dengeln
Die Sense muss zum Mähen gut geschärft sein. Schleifen Sie die Schneidkante mit einem sogenannten Sensenstreicher regelmäßig nach. Dabei wird sie nach und nach abgetragen. Ist das Schärfen der Sense mit dem Wetzstein nicht mehr möglich oder weist die Kante kleine Ausbrüche auf, müssen Sie dengeln. Dabei wird der Stahl mit Hammer und Amboss nach vorne hin ausgedünnt. So wird die Kante fein und scharf. Dieses Vorgehen erfordert jedoch ausreichend Erfahrung und hohe Treffsicherheit. Hilfsmittel wie der sogenannte Schlagdengler erleichtern die Arbeit. Zum Dengeln können Sie folgende Werkzeuge verwenden:
Dengelamboss mit -hammer
- Dengelamboss
- Dengelhammer
- Rolldengler
- Schlagdengler
- Sensenstreicher
- Sensenschleifer/Wetzsteine
1.3 Die richtige Technik
Das Mähen mit einer Sense ist für Laien zunächst keine leichte Aufgabe. Mit etwas Übung bekommen Sie aber bald den richtigen Schwung.
Sensen Technik
- Stellen Sie die Füße beim Mähen schulterbreit auf und lassen Sie die Arme mit der Sense locker hängen.
- Mähen Sie in leicht gebückter Haltung.
- Schwingen Sie die Sense in großen Bögen durch das Gras, wobei Sie das Körpergewicht immer auf die Seite verlagern, auf der Sie gerade mähen.
- Drehen Sie dabei den ganzen Oberkörper.
- Schärfen Sie das Sensenblatt gelegentlich nach.
Das Gras lässt sich besser schneiden, wenn es feucht ist. Die beste Zeit für das Mähen mit einer Sense ist daher frühmorgens.
2. Sicheln
Eine Sichel wird zum Schneiden kleinerer Mengen Gras, Getreide oder Kräutern verwendet und besteht aus einer gekrümmten Klinge und einem Holzgriff. Im Unterschied zur Sense ist sie wesentlich kleiner und wird mit einer Hand geführt. Sicheln Sie in kurzen, gleichmäßigen Hieben aus dem Handgelenk heraus und möglichst bodennah.
Rundsichel
Folgende Modelle lassen sich unterscheiden:
- Rundsichel: Steirische Form
- Sensensichel: Die Klinge hat die Form einer Sense
- Grasstumpf: süddeutsche Form

































