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Alles über Ölpastellkreide
1. Ölpastellkreide – Bunte Vielfalt
Ölpastellkreide ist verhältnismäßig weich, weil sie neben Wachs auch das namensgebende Öl enthält. Daraus ergibt sich, dass Sie mit diesen Pastellkreiden besonders leicht malen können. Gleichzeitig weisen Pastellstifte eine hohe Deckkraft sowie Farbtöne mit großer Leuchtkraft auf, wodurch Sie zahlreiche Maltechniken mit ihnen realisieren können. Dies gilt umso mehr für Kreiden mit einer hohen Pigmentierung.
Ölpastellkreide ist sehr leuchtstark.
Ein weiterer Vorteil von Ölpastellkreide ist ihre Vielseitigkeit: Die Ölfarbe hält auf zahlreichen Untergründen beziehungsweise Materialien, darunter:
- Karton
- Pappe
- Papier (Tonpapier)
- Leinwand
- Holz
- Glas
Tipp: Aquarellfarben eignen sich sehr gut, um sie mit Ölpastellkreiden zu kombinieren. Wählen Sie in diesem Fall jedoch einen passenden Malgrund, zum Beispiel Aquarellpapier.
Bekannte Hersteller von Ölpastellkreide sind unter anderem:
- Faber-Castell
- Jaxon
- Jaxell
Ölpastellkreide von Faber-Castell
Ölpastellkreide von Jaxon
2. Maltechniken
In den folgenden Abschnitten stellen wir Ihnen einige Techniken für die Ölmalerei mit Kreide vor. Wenn Sie besonders detailliert malen möchten, können Sie die Ölkreide einfach mit einer Klinge anspitzen, ein Messer ist hierfür ideal geeignet. Entsorgen Sie die dabei abfallenden Kreidestücke nicht, denn diese können Sie bei einigen Maltechniken weiterverarbeiten.
Wischtechniken
Es gibt verschiedene Wischtechniken, mit denen Sie Ihre Gemälde noch individueller gestalten können.
- Verwischen Sie die Farbe nach dem Aufmalen, entweder mit den Fingern oder einem Lappen. So erzeugen Sie weichere Flächen.
- Sie können auch mehrere Farben ineinander wischen, wodurch sich fließende Übergänge ergeben. Achten Sie dabei darauf, dass Sie beim Malen nicht zu viel Druck ausüben und die Farbschichten nicht zu dick sind.
Lösen von Ölpastellkreide: Mithilfe von Terpentinöl, -ersatz oder Öl können Sie Ölfarbe lösen und dann zum Beispiel mit einem Pinsel vermalen. Dies ermöglicht detailliertere Bilder als mit den recht breiten Kreiden. Haben Sie einen Ölpastellstift zuvor angespitzt, können Sie auch die Bruchstücke mit Öl lösen, nachdem Sie sie zerdrückt haben. Übrigens: Je mehr Öl Sie zum Lösen verwenden, desto heller wird der Farbton.
Achtung: Wenn Sie mit Lösungsmitteln wie Terpentinersatz arbeiten, achten Sie jederzeit auf eine gute Belüftung der Umgebung.
Sgraffito
Bei der Sgraffito-Maltechnik überdecken Sie eine bunte Zeichnung mit schwarzer Farbe und kratzen anschließend Konturen und Flächen mit einem Skalpell frei. Auf diese Weise ergeben sich hohe Kontraste und nuancierte Details.
Enkaustik
Für die Enkaustik-Technik benötigen Sie neben der Ölpastellkreide auch ein Enkaustikeisen, das optisch an ein Bügeleisen erinnert.
So malen Sie mit der Enkaustik-Technik:
- Bringen Sie das Eisen auf Temperatur.
- Streichen Sie mit der Ölpastellkreide über das heiße Metall. Die Ölfarbe wird flüssig.
- Bringen Sie das Eisen auf Temperatur.
- Das Eisen fungiert als Malwerkzeug: Mit der Metallfläche verteilen Sie die Farbe auf der Oberfläche, mit den Kanten zeichnen Sie Linien und Konturen.
- Je nach Farbe und Malgrund können Sie Ihre Zeichnung mehrmals mit dem Enkaustikeisen erhitzen und korrigieren oder weiter bearbeiten.





































