
Ratgeber Kindersitze
Für den sicheren Transport im Auto sind spezielle Kindersitze unerlässlich. Die Art des richtigen Autositzes ist dabei vom Alter, der Größe und dem Gewicht des Kindes abhängig.
1. Sicherheitsmerkmale eines Kindersitzes
Viele namhafte Hersteller haben sich auf die Produktion von hochwertigen Kindersitzen spezialisiert. Dabei haben Sie die Wahl zwischen klassischen Babyschalen für Säuglinge, Kindersitzen und einfachen Sitzerhöhungen für ältere Kinder. Alle Modelle sollten folgende Sicherheitsmerkmale aufweisen:
- Bequeme Polsterung: Besonders im Kopfbereich sollte der neue Kindersitz gut gepolstert sein, um Verletzungen zu vermeiden.
- Die richtige Größe: Der Kindersitz muss groß genug sein, um zu verhindern, dass der Anschnallgurt im Halsbereich einschneidet. Wichtig ist jedoch auch, nicht zu früh auf das nächstgrößere Modell umzusteigen: Da die Entwicklung jedes Kindes individuell verläuft, ist bei der Wahl des richtigen Sitzes nicht das Alter, sondern vielmehr das Gewicht ausschlaggebend.
- Einhalten der Sicherungsnormen: Seit Juli 2013 dürfen nur noch Sitze verkauft werden, die der Prüfnorm ECE R 129 entsprechen. Das orangefarbene Siegel am Kindersitz beschreibt neben der Prüfnorm auch die zugelassene Verwendung, das maximale Körpergewicht, die europäische Kennung sowie den Kindersitzhersteller.
Kindersitz ab 9 Kilogramm
Bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres oder bis zu einer Körpergröße von 150 Zentimetern ist der Gebrauch eines Kindersitzes gesetzlich verpflichtend.
Die Sicherheit neuer Modelle wird regelmäßig von unabhängigen Unternehmen und Organisationen getestet. So nimmt der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) jährlich umfangreiche Testläufe vor und bewertet die Modelle anhand der Ergebnisse:
2. Normen von Autositzen
Mit der i-Size (ECE R 129) Norm wird gewährleistet, dass Kinder bei einem Aufprall nicht nur frontal, sondern auch seitlich geschützt werden. Grundsätzlich sollten Babys so lange wie möglich gegen die Fahrtrichtung transportiert werden. Bei einem Unfall verteilt sich die Stoßkraft so auf die gesamte Wirbelsäule, anstatt die im jungen Kindesalter wenig entwickelte Nackenmuskulatur zu belasten.
Seit der Reform ist auch die Isofix-Befestigung verpflichtend. Hierbei handelt es sich um zwei Haltebügel im Fahrzeug, die sich im Spalt zwischen Sitzfläche und Lehne befinden. Hier wird der Kindersitz eingehakt, um eine Verbindung zwischen Autokarosserie und Kindersitz herzustellen. Wir zeigen ihnen, welche Klasse für welches Alter geeignet ist:
| Klasse | Alter | Gewicht | Montage | Modell |
|---|---|---|---|---|
| 0+ | 0 bis 15 Monate | Bis 13 kg | Rückwärts gerichtet | Babyschale |
| I | 9 Monate bis 4,5 Jahre | 9 bis 18 kg | Rückwärts oder in Fahrtrichtung | Reboarder |
| II | 3 bis 7 Jahre | 15 bis 25 kg | Rückwärts oder in Fahrtrichtung | Reboarder/Sitzerhöhung |
| III | 6 bis 12 Jahre | 22 bis 36 kg | In Fahrtrichtung | Sitzerhöhung |
3. Marken und Modelle
Obwohl Kindersitze von vielen verschiedenen Herstellern angeboten werden, ist der technische Aufbau der Modelle vergleichbar. Wir stellen Ihnen die gängigsten Varianten sowie deren Einsatzbereiche vor:
Babyschale
Babyschalen eignen sich für Säuglinge und Kinder mit einem Körpergewicht von bis zu 13 Kilogramm. Diese Kindersitze sind oft mit einem Kinderwagen kompatibel und lassen sich bequem von diesem abmontieren. Rückwärtsgerichtet unterstützen sie bei einem Unfall vor allem die empfindliche Wirbelsäule Ihres Kindes. Beachten Sie jedoch, dass die Babyschale täglich nicht länger als 30 Minuten verwendet werden sollte, um Schäden an der Wirbelsäule zu verhindern.

Reboarder
Mit Reboardern können Kinder ab einem Alter von neun Monaten transportiert werden. Diese Varianten werden einfach über eine Basisstation eingebaut und ebenfalls entgegen der Fahrtrichtung montiert. So wird die empfindliche Kopf- und Rückenpartie auch weiterhin geschützt, wenn Ihr Nachwuchs aus der Babyschale herausgewachsen ist. Zudem werden die Reboarder auch für Kinder mit einem Körpergewicht ab 15 Kilogramm angeboten, sodass sie sich bis zu einem Alter von rund sieben Jahren eignen.

Kindersitz
Ältere Kinder halten eigene Sitze oft für überflüssig und möchten am liebsten ohne diese im Auto mitfahren. Je nach Entwicklungsstand Ihres Kindes können Sie den Kindersitz schon im Alter von sechs Jahren deshalb durch eine unauffälligere Sitzerhöhung austauschen. Eine solche Erhöhung dient primär dazu, den Hals des Kindes vor den Einwirkungen des Sicherheitsgurts zu schützen und ist dann bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres oder einer Körpergröße von 150 Zentimetern zu verwenden.

In unserem Sortiment finden Sie Kindersitze für alle Altersgruppen von vielen namhaften Herstellern. Stöbern Sie durch das Angebot:
| Recaro Kindersitze | Britax Römer Kindersitze | Maxi-Cosi Kindersitze |
|---|---|---|
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4. FAQ
Wann sollte ein Sitz der nächsten Gruppe gekauft werden?
Grundsätzlich sollte bei der Wahl des richtigen Sitzes nicht das Alter, sondern das Körpergewicht ausschlaggebend sein. Wenn Ihr Kind das zugelassene Höchstgewicht eines Modells erreicht hat, ist es Zeit für einen Kindersitz der nächsthöheren Klasse. Es ist ebenfalls ein neues Modell nötig, wenn der Kopf oder die Füße des Babys über den Rand des Sitzes hinausragen und es ohne Hilfestellung sitzen kann.
Wo im Auto sollte der Kindersitz montiert werden?
Um die größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, sollte der Kindersitz auf dem mittleren Rücksitz eingebaut werden. Hier ist das Kind bei einem Unfall von den Seitenwänden des Autos am weitesten entfernt und bestens geschützt.
Bis zu welchem Alter sollten Kinder in einem Kindersitz sitzen?
In Deutschland ist die Verwendung von Kindersitzen gesetzlich vorgeschrieben und wie folgt geregelt: Bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres beziehungsweise bis zu einer Körpergröße von 150 Zentimetern müssen Kinder einen geeigneten Sitz im Auto benutzen.
5. Verwandte Links
- Adapter und Befestigungen
- Kindersitzbezüge
- Gurtpolster
- Sonstiges Kinderautositzzubehör









































