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Kastenformen
1. Kasten- und Königskuchenformen
Die klassische Kastenbackform – auch als Königskuchenform bezeichnet – ist beim Backen multifunktional einsetzbar: Sie eignet sich sowohl für das Backen von Kuchen oder Brot als auch für die Zubereitung von Leberkäse und Pasteten.
Klassische Königskuchenform
Im Gegensatz zu einer Springform ist der Boden bei der Kastenform in der Regel fest mit dem Rand verbunden, sodass der Kuchen oder das Brot gestürzt werden muss. Ausnahmen stellen besondere Ausführungen mit Einsatz oder Kastenformen mit abnehmbarem Boden dar. Sie erleichtern das Herauslösen des Teiges, wenn Sie vergessen haben, die Form ausreichend einzufetten. Auch ein Auslegen der Königskuchenform mit Backpapier verhindert das Ankleben des Teiges.
Größe
Die Länge einer typischen Kastenform liegt zwischen 20 und 30 Zentimetern. Darüber hinaus erhalten Sie auch Mini-Kastenformen mit einer Länge von maximal 15 Zentimetern.
Material
Kastenformen bestehen in der Regel aus leichtem und hitzebeständigem Metall (Kastenform aus Weißblech), welches mit einer Antihaftbeschichtung überzogen wurde. Darüber hinaus erhalten Sie auch Ausführungen aus Silikon sowie Keramik-Kastenformen.
1.1 Kastenform für Rührkuchen
Kastenkuchenrezepte sind bekannt für ihre einfache Zubereitung und sind auch für Ungeübte relativ sicher zu gelingen. Klassischerweise wird eine Kastenform für Rührteige, die mit dem elektrischen Handrührer verarbeitet werden, eingesetzt. Solche Kuchen sind verhältnismäßig fest und lassen sich – im Gegensatz zu Backwaren aus der Springform – als Ganzes aus der Form herauslösen.
Beispiele für Kuchen aus der Kastenform (Kastenkuchen)
- Sandkuchen
- Marmorkuchen
- Zitronenkuchen
- Nusskuchen
- Christstollen
Rezept für Rührkuchen in Kastenform
Für einen Marmorkuchen, der in einer etwa 30 Zentimeter langen Kastenform gebacken wird, benötigen Sie die folgenden Zutaten:
- 200 g Butter
- 200 g Zucker
- Prise Salz
- 4 Eier (Größe M)
- 300 g Mehl
- 2 TL Backpulver
- 8 EL Milch
- 20 g Kakaopulver
- 150 g Kuchenglasur
So bereiten Sie den Marmorkuchen in der Königskuchenform zu:
- Mischen Sie im ersten Schritt die Butter, eine Prise Salz und 200 Gramm Zucker miteinander und schlagen Sie die Zutaten mit dem Handrührer auf höchster Stufe schaumig.
- Geben Sie nach und nach alle vier Eier unter ständigem Rühren dazu.
- Vermischen Sie anschließend das Mehl mit dem Backpulver und fügen Sie dieses zusammen mit acht Esslöffeln Milch zu dem Teig hinzu.
- Trennen Sie etwa zwei Drittel des Teiglings ab und verrühren Sie diesen Teil mit den 20 Gramm Kakaopulver.
- Geben Sie im nächsten Schritt die Hälfte des hellen Teiges ohne Kakaopulver in die Kastenform. Dann folgen der gesamte dunkle Teig und zuletzt der restliche helle Teig.
- Für die typische marmorierte Struktur des Rührkuchens ziehen Sie anschließen eine Gabel spiralförmig durch den Teig.
- Anschließend wird der Kastenformkuchen bei 175 Grad Celsius für etwa 50 Minuten gebacken.
Verschiedene Rührkuchen aus der Kastenform
Auch für viele Backmischungen brauchen Sie eine Königskuchenform.
1.2 Brotbacken in einer Kastenform
Auch die meisten Brote lassen sich problemlos in der Kastenform zubereiten. Achten Sie darauf, dass die Kastenform mit einer hochwertigen Antihaftbeschichtung ausgestattet ist, die zugleich auch säurebeständig sowie kratzfest ist.
Beispiele für Brote aus der Kastenform (Kastenbrote)
- Sauerteigbrote
- Körner- und Vollkornbrote
- Weißbrote
Da das Brot während des Backens durch die verwendete Hefe aufgeht, ist es wichtig, die richtige Größe für die entsprechende Teigmenge auszuwählen:
Relation Teigmenge und Kastenform-Größe
- 500 g Teig -> 20 cm Kastenform
- 750 g Teig -> 25 cm Kastenform
- 1.000 g Teig -> 30 cm Kastenform
- 1.500 g Teig -> 35 cm Kastenform
Brotbacken in der Kastenform
Mehr Informationen über Brotbackformen sowie Rezepte finden Sie in unserem Ratgeber.
2. FAQ
Wie löse ich den Kuchen aus der Kastenform?
In der Regel wird der Kuchen nach dem Backen einfach umgestürzt. Damit er dabei nicht zerbricht, sollte er vollständig ausgekühlt sein. Das Herauslösen des Kuchens aus der Kastenform gelingt besonders einfach, wenn Sie die Form vorher mit Butter oder Olivenöl einreiben oder passend zugeschnittenes Backpapier verwenden.
Wie hoch fülle ich eine Kastenform?
Die maximale Füllmenge einer Kastenform ist abhängig davon, welche Backwaren Sie darin zubereiten möchten. Brot, welches einen hohen Hefeanteil besitzt, geht stark auf und verdoppelt sein Volumen, während Rührkuchen in der Regel nur leicht aufgehen. Für Hefeteige empfiehlt sich eine Füllmenge bis zur Hälfte der Höhe, während andere Kuchenteige bis zu zwei Drittel der Kastenform einnehmen dürfen.


































