
Hochentaster Ratgeber
Ein Hochentaster ermöglicht es, Bäume vom Boden aus mit wenig Kraftaufwand zurückzuschneiden. Auf welche Eigenschaften Sie beim Kauf des Gartengeräts achten sollten, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
1. Die verschiedenen Ausführungen
Der jährliche Baumschnitt sorgt nicht nur für einen besseren Wuchs – auch der Obstertrag des Baums kann dadurch um ein Vielfaches gesteigert werden. Sofern Sie die Äste mit einer gewöhnlichen Motorsäge schneiden müssen, wird die Arbeit jedoch schnell zum Kraftakt. Hochentaster erfüllen denselben Zweck, besitzen allerdings einen langen Teleskopstiel: Dieser ermöglicht es Ihnen, Äste in bis zu fünf Metern Höhe vom Boden aus zu schneiden. Doch welche weiteren Zwecke erfüllen die Gartengeräte und was ist beim Baumschnitt zu beachten? Diese und viele weitere Fragen klären wir im folgenden Ratgeber.
Hochentaster unterscheiden sich im Wesentlichen in der Form des Antriebs: Grundsätzlich können Sie zwischen Modellen mit Akku, Elektro- und Benzinmotor wählen. Welche Eigenschaften die jeweiligen Varianten aufweisen, erfahren Sie im Folgenden:
Elektro-Hochentaster

- Unveränderte Kapazität über viele Jahre hinweg -> kein Memory-Effekt (bei Lithium-Ionen-Akku)
- Wechselakku-Geräte gewährleisten langen Betrieb am Stück
- Gute Wahl für gelegentlichen Einsatz -> Schnittgeschwindigkeit im Vergleich zum Benzin- und Elektro-Hochentaster geringer: etwa 170 - 250 m/min
Benzin-Hochentaster

- Sehr leistungsstark
- Hohe Schnittgeschwindigkeit: bis zu 1.000 m/min
- Viele Modelle mit integrierter Easy-Start-Funktion
- Höheres Gewicht im Vergleich zu Akku- und Elektro-Hochentastern
Akku-Hochentaster

- Leistungsstark
- Lange Betriebszeit möglich
- Geringes Gewicht
- Eingeschränkte Flexibilität, da Abhängigkeit von Stromquelle gegeben
Bei allen Modellen handelt es sich grundsätzlich um Motorsägen: Sie besitzen einen Öltank, der zwischen 20 und 120 Milliliter fasst. Darüber hinaus verfügen sie über eine Kette, die – sofern keine automatische Kettenölung integriert ist – regelmäßig geölt werden muss, um ein exaktes Arbeiten zu gewährleisten.
2. Kaufaspekte
Doch in welchen Bereichen kommen Hochentaster zum Einsatz und worauf ist beim Kauf zu achten? Je nach Modell eignen sich die Gartengeräte neben dem Schneiden von Ästen auch für das Kürzen von Hecken. Bei der Auswahl eines geeigneten Hochentasters sollten Sie auf folgende Kriterien Wert legen:
Hochentaster in Aktion.
- Die Schnittlänge: Für gewöhnlich liegt die Schnittlänge bei Hochentastern zwischen 18 und 25 Zentimetern. Je höher diese ausfällt, desto leichter können Sie auch dickere Äste durchsägen. Nachteil dabei ist jedoch, dass Geräte mit größerer Schnittlänge schwerer sind, was die Arbeit beeinträchtigt.
- Die Schnittgeschwindigkeit: Mit zunehmender Schnittgeschwindigkeit wird der Arbeitsprozess erheblich beschleunigt. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie sehr viele Bäume beziehungsweise Hecken schneiden müssen.
- Verstellbarer Motorkopf: Im Idealfall können Sie den Winkel des Motorkopfes selbst bestimmen. Somit gelangen Sie an alle Zweige problemlos.
- Trage- oder Beckengurt: Um die Arbeit so bequem wie möglich zu gestalten, gibt es für einige Hochentaster-Modelle Trage- oder Beckengurte. Das Gerät kann darin spielend leicht fixiert werden, sodass sich das Gewicht des Hochentasters gleichmäßig verteilt.
Grundsätzlich gilt:Wenn Sie den Hochentaster sehr häufig und lange Zeit am Stück benutzen, sollten Sie ein benzinbetriebenes Gerät wählen. Wer hingegen nur selten darauf zurückgreift, ist mit einem Akku-Hochentaster am besten bedient. Elektro-Modelle bestechen hingegen durch ihren unschlagbaren Preis für gute Leistung.
3. Richtiges Vorgehen beim Baumschnitt
Das Schneiden von Bäumen findet im Regelfall einmal im Jahr statt – zu welchem Zeitpunkt dies genau erfolgen sollte, hängt von der entsprechenden Baumart ab. Die meisten werden im Winter geschnitten, da die Zweige zu dieser Jahreszeit gut sichtbar sind und sich für gewöhnlich keine Vögel oder andere Tiere im Baum einnisten. Dennoch gibt es einige Baumarten, die ausschließlich im Sommer geschnitten werden sollten.
Im Folgenden haben wir die wichtigsten Hinweise zum Baumschnitt für Sie zusammengestellt:
Die Länge des Teleskopstiels lässt sich individuell einstellen.
- Machen Sie sich über die genauen Lebensrhythmen der Bäume, die sich in Ihrem Garten befinden, schlau. Dementsprechend sollten Sie den Zeitpunkt des Baumschnitts daran ausrichten. Laubbäume werden im Regelfall im Winter geschnitten, bei Obstbäumen kommt es ganz auf die jeweilige Art an: Die Äste von Apfel- und Birnbäumen werden ebenfalls im Winter gekürzt, Pfirsich- und Kirschbäume hingegen sollten im Sommer geschnitten werden. Der ideale Zeitpunkt zum Kürzen der Äste von Nadelbäumen ist der Spätsommer.
- Nehmen Sie den Baumschnitt jedoch niemals im Frühling vor. Gerade zu dieser Zeit nisten sich viele Vögel im Baum ein und werden durch das Sägen gestört oder gar verletzt. Darüber hinaus entfalten Bäume im Frühling ihre volle Vitalkraft: Eine Kürzung der Äste würde das Wachstum negativ beeinflussen.
- Im Winter sollten Sie die Bäume nicht bei Frost, im Sommer nicht bei Regen schneiden. Unter diesen Umständen können sich die Bäume nur schwer vom Schnitt erholen. Darüber hinaus sind sie dann anfälliger für Krankheiten.
- Achten Sie beim Schneiden darauf, dass Sie den Baum nach oben hin verjüngen. Auf diesem Wege erhalten Sie eine schöne Form.
4. Sicherheitsaspekte
In puncto Sicherheit sollten Sie beim Kauf eines Hochentasters darauf achten, dass er über einen Sicherheitsschalter verfügt. Mit diesem kann ausgeschlossen werden, dass Sie das Gerät aus Versehen einschalten und sich dabei verletzen. Der Hochentaster ist generell wesentlich sicherer als eine Motorsäge: Um mit Letzterer an die Äste zu gelangen, benötigen Sie eine Hubarbeitsbühne. Mit dem Hochentaster können Sie jedoch bequem vom Boden aus arbeiten, es herrscht also keine Sturzgefahr. Dennoch gibt es auch beim Umgang mit einem Hochentaster einige Punkte zu beachten:
- Schalten Sie das Gerät niemals in der Nähe von brennbaren Flüssigkeiten oder Gasen ein. Es droht Explosionsgefahr.
- Halten Sie genügend Abstand zu anderen Personen ein und lassen Sie sich nicht ablenken. Der Umgang mit dem Elektrogerät erfordert höchste Konzentration.
- Überprüfen Sie vor dem Einsatz des Geräts, ob der zu bearbeitende Bereich frei von Drähten, Kabeln oder sonstigen Objekten ist.
- Sofern Ihr Hochentaster über Strom betrieben wird, sollten Sie darauf achten, dass die Steckdose für die entsprechende Spannung ausgelegt ist. Außerdem sollten Sie das Gerät niemals in feuchter Umgebung verwenden.
- Tragen Sie bei der Arbeit Schutzausrüstung. Dazu gehört insbesondere eine Schutzbrille, Sicherheitsschuhe, ein Schutzhelm, Gehörschutz und Arbeitshandschuhe.
- Legen Sie genügend Pausen ein, um nicht zu übermüden.
- Schalten Sie das Gerät immer aus, ehe Sie Material von den Messern entfernen.
5. FAQ
Was ist beim Kauf von Akku-Hochentastern zu beachten?
Beachten Sie, dass ein Akku-Hochentaster eine geringere Kettengeschwindigkeit aufweist als eine Benzin- und Elektrovariante. Die Kettengeschwindigkeit wirkt sich lediglich auf die Dauer des Sägevorgangs aus, nicht aber auf die Schnittleistung. Ansonsten fällt die Handhabung eines akkubetriebenen Geräts genauso aus wie mit einer Benzin- und Elektrovariante.
Wie funktioniert ein Hochentaster?
Bei einem Hochentaster handelt es sich im Prinzip um eine Kettensäge, die an einem langen Stab angebracht ist. Mit dieser Konstruktion können auch schwer erreichbare Äste weit oben in der Baumkrone erreicht werden.
Welchen Hochentaster benötige ich?
Hohe Leistung und volle Bewegungsfreiheit vereint ein benzinbetriebenes Gerät. Elektrische Hochentaster sind kabelgebunden und bieten daher weniger Bewegungsfreiheit. Varianten mit Akku bieten zwar volle Flexibilität, haben allerdings vergleichsweise wenig Leistung.











































