
Gartenkamine Ratgeber
Gartenkamine eignen sich nicht nur als Grill, sondern auch als geschmackvolle Wärmequelle. Wir erklären Ihnen, worauf Sie bei der Anschaffung des witterungsbeständigen Blickfangs achten sollten.
1. Der Gartenkamin
Für Gartenbesitzer und Hobbygriller stellt der Gartenkamin eine empfehlenswerte Anschaffung dar. Er wird in der Regel dauerhaft im Garten montiert und ist somit jederzeit einsatzbereit. Mobile Gartenkamine (auch als Terrassenöfen bezeichnet) weisen dagegen Rollen auf, sodass sie sich auf ebenen Untergründen wie einer Terrasse flexibel platzieren lassen.
Doch nicht nur beim Grillen kann ein Gartenkamin Freude bringen: Mit Holz oder Holzkohle befeuert, ist er ein idealer Wärmespender. Somit ermöglicht er selbst in kühlen Nächten das gemütliche Beisammensein im Freien.
- Rauch wird nach oben abgeleitet
- Auch bei Regen nutzbar
- Stets einsatzbereit ohne vorheriges Aufbauen
- Lässt sich meist als Wärmequelle und Grill verwenden
- Witterungsbeständig und pflegeleicht
2. Verschiedene Modelle
Je nachdem, welchen Standort Sie für Ihren Gartenkamin wählen und wofür Sie ihn hauptsächlich nutzen wollen, bieten sich unterschiedliche Modelle an:

Eigenschaften
- Geschlossene Feuerstelle
- Wird meist nur als Wärmequelle genutzt
- Kann jedoch mit Grillrost ausgerüstet werden
Material
- Gusseisen
- Edelstahl

Eigenschaften
- Hohe Stabilität
- Witterungsbeständig
- Wird hauptsächlich zum Grillen verwendet
Material
- Stein
- Beton

Eigenschaften
- Optisches Highlight
- Fungiert als Grill und Wärmequelle
Material
- Terrakotta
- Gusseisen

Eigenschaften
- Hauptsächlich als Wärmequelle im Einsatz
- Dient auch als Gartenskulptur
Material
- Stahl
3. Standort und Fundament
Die massiven und schweren Gartenkamine sollten immer einen festen Stand haben, während Terrassenöfen sich dank ihrer Rollen und des relativ geringen Gewichts verschieben lassen. Bei der Wahl des Standortes für Ihren Grillkamin sollten Sie darauf achten, aus welcher Richtung der Wind überwiegend weht, damit der Rauch oder der Geruch von Speisen weder zum Nachbargrundstück noch in das eigene Haus zieht. Außerdem sollte der Kamin nicht direkt unter einem Baum stehen, da die Äste andernfalls durch die aufsteigende Wärme verdorren würden.
Vor der ersten Nutzung Ihres Gartenkamins sollten Sie ein geeignetes Fundament anlegen – eine verdichtete Kiesschicht ist für diesen Zweck die einfachste Lösung. Gehen Sie beim Fundamentbau wie folgt vor:
- Heben Sie eine circa 20 Zentimeter tiefe Fläche aus, die etwas größer als die Grundfläche des Kamins ist. Möchten Sie auch noch Stühle und Tische darauf platzieren, sollten Sie entsprechend mehr Platz einplanen.
- Füllen Sie das Loch mit Baukies auf und verdichten Sie es mit einer Rüttelplatte.
- Belegen Sie die Kiesschicht mit Terrassenplatten.
4. Praktisches Zubehör
Brennmaterial
Gartenkamine können mit Holz, Holzkohle, Kohle oder Briketts beheizt werden. Wenn Sie den Ofen als Wärmequelle verwenden möchten, ist Holz die beste Wahl. Bei Azteken-Öfen sollten Sie gänzlich auf Holzkohle oder Kohle verzichten, da diese zu heiß abbrennt und Risse im Korpus verursachen kann. Achten Sie zudem darauf, das Brennmaterial immer trocken zu lagern.
Grillutensilien
Mit der richtigen Ausstattung können Sie nahezu jeden Gartenkamin in einen Grill verwandeln. Selbst in relativ kleine Terrassenöfen lassen sich passende Grillgitter einsetzen. Manche Kamine verfügen zusätzlich über eine Ablagefläche für das Grillgut. Bedenken Sie, dass bei Grillkaminen die Grillfläche meist nur von einer Seite zu erreichen ist. Um sich vor Hitze, Fettspritzern und glühender Asche zu schützen, sollten Sie daher stets einen Kaminhandschuh tragen.
Wenn Sie nicht nur Fleisch oder Würstchen grillen möchten, können Sie Ihren Gartenkamin mit einer Räucherbox oder einem Pizzastein ausstatten und so andere leckere Mahlzeiten zubereiten.
Weiteres Zubehör
Um die Sicherheit und eine einfache Handhabung beim Grillen zu gewährleisten, ist außerdem folgendes Zubehör sinnvoll:
- Metalleimer für Asche
- Feuerfeste Schaufel
- Edelstahlplatte, falls der Untergrund nicht feuerfest ist (zum Beispiel bei hochwertigen Fliesen oder Naturholz)
- Löschmaterial (Eimer mit Sand)
- Aschekasten
5. FAQ
Kann ich mit einem Gartenkamin räuchern?
Um Fisch oder Fleisch zu räuchern, ist ein geschlossener Raum vonnöten, aus dem der entstandene Rauch nicht entweichen kann. Daher gibt es für Grillkamine spezielle Räuchereinsätze, mit denen sich der Kamin in einen Räucherofen verwandeln lässt. Geschlossene Modelle können teilweise auch ohne solche Maßnahmen zum Räuchern verwendet werden.
Wie kann ich mit einem Gartenkamin Pizza zubereiten?
Einige Grillkamine sind bereits in Kombination mit einem separaten Backofen erhältlich. Wenn Sie Ihre Pizza jedoch auf einem Grillgitter backen möchten, können Sie auf einen Pizzastein zurückgreifen. Durch die hohen Temperaturen fällt die Backzeit kürzer aus als im Backofen. Außerdem entwickeln sich so die typischen Röstaromen, die in Steinbacköfen erzeugt werden. Legen Sie den Pizzastein dafür etwa 30 Minuten vorher auf den Grill, damit er sich ausreichend aufheizen kann. Damit die Pizza rundum gar wird, sollte sich der Grillkamin schließen lassen.
Welchen Untergrund benötige ich für einen Gartenkamin?
Aufgrund des hohen Gewichts von Gartenkaminen ist ein fester Untergrund unerlässlich. Wenn Sie Ihre Terrasse als Standort wählen, sollten Sie zunächst die Statik prüfen. Wollen Sie dagegen einen eigenen Grillplatz im Garten schaffen, sollten Sie vorab einen befestigten Untergrund errichten. Ein Betonfundament ist dafür nicht zwangsläufig nötig; eine verdichtete Kiesschicht genügt als Basis.
6. Verwandte Links
- Kamine und Öfen
- Beton- und Steingrills
- Grills und Zubehör
- Feuerkörbe und Feuerschalen
- Gartenbeleuchtung


























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