
Ratgeber Babynahrung
Bereits vor der Geburt des Babys machen sich viele Eltern Gedanken um die ersten gemeinsamen Monate mit dem neuen Mitbewohner. Das Babyzimmer wurde bereits hergerichtet und alle weiteren Babyartikel und Babykleidung besorgt. Wenn das Kleine erst einmal zuhause angekommen ist, tun sich viele Fragen auf, so zum Beispiel die Frage nach der richtigen Ernährung für das Kleine: Welche Alternativen gibt es zur Muttermilch oder sollte diese um eine künstliche Säuglingsmilch ergänzt werden? Ab welchem Alter sollte das Neugeborene auf Beikost umsteigen? Im Folgenden erhalten Sie eine detaillierte Übersicht über die verschiedenen Ernährungsstufen des Babys, sodass Sie Ihrem Kind eine optimale Ernährung gewährleisten können.
1. Anfangsmilch
Die Anfangsmilch kann als Ersatz der Muttermilch dienen oder als ergänzendes Nahrungsmittel zur Muttermilch verwendet werden. In der Regel bekommen Neugeborene bis zu einem Alter von sechs Monaten die Milch verabreicht. Während dieser Zeit benötigt das Baby keine andere ergänzende Nahrung. Gekennzeichnet ist die Anfangsmilch mit einer „1“ oder einem „Pre“. Ist zusätzlich noch ein „HA“ vermerkt, bedeutet das, dass die Milch hypoallergen – also auch für allergiegefährdete Babys geeignet ist. Zum Verabreichen der Anfangsmilch benötigen Sie eine Babyflasche. Achten Sie darauf, die Flasche stets gründlich zu Reinigen, damit sich keine Bakterien bilden können, die Ihrem Kind schaden.

2. Folgemlich
Nach den ersten sechs Lebensmonaten können Sie Ihr Kind mit der sogenannten Folgemilch füttern. Im Gegensatz zur Anfangsmilch beinhaltet dieses Nahrungsmittel unter anderem verschiedene Kohlenhydrate und eine höhere Eisenmenge, sodass ein längeres Sättigungsgefühl besteht. Die Folgemilch ist gekennzeichnet mit einer „2“ oder „3“. Allerdings ist es nicht zwingend notwendig, auf die Folgemilch umzusteigen.
3. Beikost
Mit der Beikost können Sie frühestens nach dem vierten und spätestens nach dem sechsten Lebensmonat beginnen, denn dann reichen die Nährstoffe, welche in der Mutter- oder Anfangsmilch sind, nicht mehr aus, um das Kleine mit allen Nährstoffen und der nötigen Energie zu versorgen. Signale dafür, dass Ihr Baby bereit für Beikost ist, sind beispielsweise, wenn es seinen Kopf selber halten sowie aufrecht sitzen kann, das Hungergefühl nach der Anfangsmilch deutlich schneller einsetzt und Interesse am Essen der Eltern besteht. Jedoch ist aller Anfang oft schwer: Wundern Sie sich also nicht, wenn Ihr Kind die ersten Löffel mit Beikost wieder ausspuckt, denn es muss sich erst an den neuen Geschmack sowie die Kaubewegungen gewöhnen. Wichtig ist, dass die Milch nach und nach durch die Beikost ersetzt und nicht direkt ganz abgesetzt wird. Insbesondere die Muttermilch kann, solange Sie und Ihr Kind es mögen, weiterhin regelmäßig gegeben werden. Dies gilt auch für Anfangs- bzw. Folgemilch.
4. Babybrei
Die beste Methode, um Ihr Neugeborenes auf feste Mahlzeiten vorzubereiten, ist mittels Babybrei. Der Brei besteht in der Regel aus einem Mix aus Früchten, Gemüse und Getreide. Es ist empfehlenswert, die feste Mahlzeit erstmals nach oder vor einer Milchmahlzeit einzuführen. Sollten Sie den Brei erwärmen, testen Sie in jedem Fall zuvor die Wärme an Ihrem Handgelenk. Damit Sie die Verträglichkeit der neuen Lebensmittel besser ausprobieren können, sollten Sie zunächst nur einige wenige füttern und erst im Abstand von einer Woche neue Lebensmittel hinzuziehen.

5. Fertigmahlzeiten
Wenn sich Ihr Baby an die breiige Nahrung gewöhnt hat, können Sie zusätzlich zu Fertigmahlzeiten beispielsweise aus Nudeln, Fleisch oder Kartoffeln greifen. Diese werden meist ab dem achten Lebensmonat verabreicht, da dann die meisten Babys ihre ersten Zähne bekommen und ihre Mundmuskulatur schon deutlich besser ausgeprägt ist. So können Sie auf drei feste Mahlzeiten hinarbeiten, was sich meistens ab dem ersten Lebensjahr einstellt. Sollte Ihr Kind eine Frühgeburt sein, an Allergien oder angeborenen Erkrankungen wie einen Herzfehler leiden, sollten Sie die Ernährung mit Ihrem Kinderarzt genau absprechen.
6. FAQ
Wie bemerke ich, ob mein Baby Hunger hat?
Grundsätzlich gilt, dass der Appetit bei jedem Säugling unterschiedlich ist und sich tagtäglich ändert. Nur weil ihr Baby weint, sollten Sie ihm nicht immer direkt die Flasche geben. Sie werden mit der Zeit selbst herausfinden, ob Ihr Kind Hunger hat oder nur nach Aufmerksamkeit schreit. Wenn Ihr Baby seinen Kopf in die Richtung Ihrer Brust dreht, schmatzende Geräusche macht oder sich die Hand in den Mund steckt, können Sie davon ausgehen, dass es hungrig ist. Diese Anzeichen sind jedoch auch von Säugling zu Säugling unterschiedlich, doch seien Sie unbesorgt. Sie werden schnell lernen, die Bedürfnisse Ihres Kindes richtig zu deuten und zu bedienen.
Wie erwärme ich das Babygläschen richtig?
Das Babygläschen wird im Wasserbad oder Babykostwärmer erwärmt. Vorsicht! Der Inhalt soll nur erwärmt werden und nicht kochen. Bevor Sie beginnen Ihr Baby zu füttern, rühren Sie das Gläschen noch einmal um, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilt und prüfen Sie die Temperatur der Beikost damit sich Ihr Kind nicht verbrennt.






































