
Ratgeber Auffahrrampen
Auffahrrampen kommen dann zum Einsatz, wenn Sie mit einem PKW, Motorrad, Quad oder einem anderen Gefährt einen geringen Höhenunterschied überwinden müssen, wie beispielsweise beim Verladen auf einen Anhänger. Daneben finden Auffahrrampen aber auch in Werkstätten als sichere Alternative zu Wagenhebern Verwendung.
Auffahrrampen werden grundsätzlich in zwei verschiedene Anwendungsbereiche unterteilt: Eine Montagerampe kommt neben einer Hebebühne in Werkstätten zum Anheben von Fahrzeugen zum Einsatz. Eine Verladerampe oder Auffahrschiene wird beim Verladen von Motorrädern oder PKWs auf eine Ladefläche eingesetzt und sollte daher möglichst kompakt aber gleichzeitig auch stabil sein. So finden sich im Handel unterschiedlichste Modelle, die jeweils an spezielle Gewichtsklassen angepasst sind.
1. Montagerampen für PKWs
Montagerampen eignen sich für den Einsatz bei sämtlichen Reparaturen, die unter dem Fahrzeug anfallen. Da PKWs in der Regel ein hohes Gewicht aufweisen, müssen diese Auffahrrampen entsprechend stabil verarbeitet sein. In Werkstätten kommen daher Modelle aus Stahl zum Einsatz, die einem Gewicht von bis zu zwei Tonnen standhalten.
Neben dem Verarbeiteten Material sollten Sie auf folgende Eigenschaften einer zuverlässigen Konstruktion achten:
- Zulässige Reifenbreite: Die Schienen müssen in Anbetracht der Wagenreifen ausreichend breit sein, damit Sie die Rampe problemlos und vor allem sicher befahren können.
- Schweißnaht: Achten Sie auf sauber verarbeitete, durchgängige Schweißnähte. Diese stellen eine stabile Konstruktion sicher.

Montagerampe aus Stahl
- Aus geschweißtem Stahl gefertigt
- Eigengewicht von 17 Kilogramm
- Maximale Reifenbreite von 235 Millimeter
- Überfahrschutz am Ende der Rampe
- Steigung von circa 15°
- Höhe von 26 Zentimetern
Als Alternative zu Montagerampen eignen sich Auffahrkeile, welche das Fahrzeug zwar nicht so hoch wie eine Montagerampe anheben, dafür allerdings ein Gewicht bis zu acht Tonnen tragen.
Auffahrkeile eignen sich für schwere Fahrzeuge, wie Reisemobile und gewährleisten selbst auf weichem Untergrund einen festen Stand.
Achten Sie während der Benutzung einer Auffahrrampe auf einen sicheren Stand. Auf glatten Böden können die Rampen leicht verrutschen und so ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Um dieser Gefahr entgegenzuwirken, legen Sie am besten eine rutschfeste Matte unter die Rampen. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, schwere Steine hinter die Rampen zu legen, um dadurch ein wegrutschen zu verhindern.
2. Hydraulische Montagerampen
Hydraulische Auffahrrampen haben im Gegensatz zu einfachen Auffahrrampen einige Vorteile: Zum einen haben Sie damit die Möglichkeit, das Fahrzeug noch höher anzuheben, als es mit einer einfachen Montagerampe möglich ist. Das verschafft Ihnen mehr Platz unter dem Wagen. Zum anderen fällt das eigentliche Auffahren leichter, da die hydraulischen Modelle einen weniger steilen Auffahrwinkel besitzen.
Reicht Ihnen die Höhe von einfachen Auffahrrampen nicht aus, sollten Sie daher auf eine hydraulische Auffahrrampe zurückgreifen, die Sie in der Anhebehöhe variabel einstellen können. Nach dem Auffahren auf die Rampe können Sie die Plattformen, auf denen sich die Räder befinden, mithilfe einer hydraulischen Vorrichtung nach oben befördern.

Hydraulische Montagerampe aus Stahl
- Stufenlos höhenverstellbare Hebeplattformen
- Eigengewicht von 19 Kilogramm je Rampe
- Hydraulik mit Pumphebel
- Sicherungsbolzen zum Verhindern des Absenkens der Plattformen
Möchten Sie eine hydraulische Auffahrrampe dazu benutzen, um Arbeiten unter dem Wagen durchzuführen, sollten Sie auf ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal achten: Sichere Hydraulikrampen sind mit Bolzen ausgestattet, welche das Absinken der Plattformen verhindern.
3. Verladerampen für Motorräder
Diese Auffahrrampen eignen sich nicht zur Montage und sind ausschließlich zum Verladen von Motorrädern, Rollern oder ähnlichem geeignet.
Die eingestanzten Löcher im Aluminium stabilisieren das Metall, wodurch es eine vergleichsweise hohe Tragkraft erreicht.
Wie auch bei Montagerampen sollten Sie hierbei ebenfalls auf Material und Verarbeitung achten. Da Motorräder allerdings ein erheblich leichteres Gewicht als Autos aufweisen, müssen die Rampen vergleichsweise nur wenig Gewicht tragen können.
Zu den gängigsten Rampen zählen Aluminium-Schienen, die sich aufgrund ihres leichten Gewichts und stabilen Bauweise ideal für unterwegs eignen. Diese besitzen außerdem ausreichend Kraft, um dem Gewicht von Motorrädern, Rollern, Quads, Rollstühlen und ähnlichen Gefährten standzuhalten. Alu-Schienen besitzen je nach Ausführung eine unterschiedliche Tragkraft, die sich meist auf 200 bis 500 Kilogramm beläuft.

Hydraulische Montagerampe aus Stahl
- Komplett aus leichtem Aluminium
- Gesamtgewicht von nur wenigen Kilogramm
- Tragkraft in der Regel zwischen 200 und 500 Kilogramm
Als stabilere Alternative stehen auch Auffahrschienen aus Stahl zur Verfügung, die eine erheblich höhere Tragkraft aufweisen, allerdings auch deutlich schwerer ausfallen. Spezielle Stahlkonstruktionen sind außerdem zum Zusammenklappen geeignet. In dieser Form sind diese Schienen nicht nur kompakt, sondern lassen sich zudem als Montagerampe benutzen.
Im zusammengeklappten Zustand trägt diese Auffahrrampe das doppelte an Gewicht und eignet sich damit als Montagerampe.
Achten Sie auch bei Auffahrschienen darauf, dass diese stabil auf dem Untergrund aufliegen und nicht wegrutschen können.
4. Rampen für Tiere
Rampen ermöglichen nicht nur das Verladen von Fahrzeugen, sondern helfen auch Tieren, wie beispielsweise Hunden, geringe Höhen einfach zu überwinden. Hier kommen Rampen aus Kunststoff zum Einsatz, die einem Gewicht von bis zu 90 Kilogramm standhalten. Der Einsatz dieser Konstruktionen macht besonders bei Tieren mit Gelenkproblemen, wie Arthrose und Arthritis, Sinn und ermöglichen den Vierbeinern einen einfachen Ein- und Ausstieg aus dem Kofferraum oder Anhänger. Eine Antirutsch-Beschichtung gibt dem Tier genügend Halt.
Mithilfe einer einfachen Steckverbindung lässt sich diese Rampe für Tiere schnell auf- und abbauen.
5. FAQ
Was muss ich bei der Benutzung von Auffahrrampen beachten?
Achten Sie auf die Tragkraft der Rampen, sowie die zulässige Reifenbreite. Sorgen Sie außerdem für einen festen, rutschfesten Stand.
Wie sicher sind Auffahrrampen?
Auffahrrampen sind sehr sicher in der Benutzung, solange die angegebene Tragkraft nicht überschritten wird. Wenn Sie darüber hinaus auf einen festen Stand achten, kann im Umgang mit Auffahrrampen nichts mehr schiefgehen.
Kann ich Auffahrrampen für Montagearbeiten unter dem Fahrzeug benutzen?
Ja. Auffahrrampen eignen sich aufgrund ihrer Stabilität bestens für Arbeiten unter dem Auto und sind in dieser Hinsicht sogar sicherer, als handelsübliche Wagenheber. Mehr über Wagenheber und deren Einsatzgebieten lesen Sie in unserem Ratgeber zu Wagenhebern.
6. Verwandte Links
- Hebebühnen
- Wagenheber
- Schneeketten
































