
Angelschnüre
Die passende Angelschnur ist für ein erfolgreiches Angelerlebnis unerlässlich. Es stehen verschiedene Varianten mit individuellen Eigenschaften zur Auswahl. Mehr dazu in diesem Ratgeber.
1. Eigenschaften von Angelschnüren
Angelschnüre sind in verschiedenen Farben, Materialien und Durchmessern erhältlich.
Die Angelschnur ist auf einer Angelrolle aufgewickelt, mit dessen Hilfe bei Bedarf mehr Schnur freigegeben und eingeholt werden kann. Am Ende der Angelschnur befindet sich der Köder, wobei es sich je nach zu fangender Fischart entweder um Kunstköder oder Lebendköder handelt.
Angelschnüre selbst sind aus robustem Kunststoff gefertigt und können unterschiedliche Durchmesser und verschiedene Verarbeitungsmethoden aufweisen. Grundsätzlich sollte die Schnur so dünn wie möglich sein, damit sie von den Fischen nicht wahrgenommen wird. Andererseits soll die Schnur auch robust und reißfest sein. Eine gute Gleiteigenschaft sowie hohe Wurfeigenschaften sollte eine Angelschnur ebenso aufweisen.
1.1 Angelschnüre – diese Arten gibt es
Angelschnüre sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, die zur jeweiligen Angelmethode passend gewählt werden können. Im Folgenden erhalten Sie eine Übersicht:
Monofile Angelschnur
Diese Schnur besteht aus einer einzigen Faser, ist dehnbar und relativ strapazierfähig, was sie zu einer beliebten Angelschnur bei Anglern macht. Die Schnur ist darüber hinaus für verschiedene Anlässe konzipiert und daher vielseitig einsetzbar: Für sumpfige Gewässer ist sie in einer grünen Farbe erhältlich. Für klare Flüsse eignet sich hingegen eine transparente Variante.
Geflochtene Angelschnur
Eine geflochtene Angelschnur besteht aus mehreren, sehr feinen Fasern. Sie zeichnet sich durch eine extreme Belastbarkeit aus, ist reißfest und dehnungsarm. Sie besitzt eine hohe Lebensdauer, ist aufgrund ihrer Härte und rauen Oberfläche allerdings unflexibel und kann bei ungeübtem Umgang schnell zu Verletzungen an den Händen führen.
Hybrid-Angelschnur
Diese Schnur verbindet die Vorteile einer monofilen und geflochtenen Angelschnur. Sie ist demnach extrem belastbar und gleichzeitig flexibel. Diese Schnur verbindet die Vorteile einer monofilen und geflochtenen Angelschnur. Sie ist demnach extrem belastbar und gleichzeitig flexibel.
Fliegenschnur
Hierbei handelt es sich um eine spezielle Angelschnur für das Fliegenfischen. Sie besitzt einen einzigartigen Aufbau: Der Kern der Schnur besteht aus geflochtenen Nylonfäden, die von einer Kunststoffschicht umhüllt sind. Zudem verjüngt sich die Fliegenschnur zur Spitze hin, wodurch sie besondere Flugeigenschaften erhält. Daher kann die Schnur nicht gekürzt werden.
1.2 Farben bei Angelschnüren
Das Schaubild zeigt, ab welcher Wassertiefe die unterschiedlichen Farben der Angelschnüre verblassen.
Es gibt eine Vielzahl von Farbvarianten: Dazu zählen Tarnfarben wie Schwarz, Grün, Grau und Braun sowie die Signalfarben Rot, Orange, Gelb und Pink.
Schnüre in auffallenden Farben haben den Vorteil, oberhalb des Wassers besser vom Angler gesehen zu werden. Dadurch kann dieser die Position der Schnur auch aus großer Entfernung noch genau nachvollziehen. Gleichzeitig sollte die Angelschnur unter Wasser so unscheinbar wie möglich sein, um die Fische nicht abzuschrecken.
Allerdings sollte auch beachtet werden, dass farbige Angelschnüre mit fortschreitender Wassertiefe ihre Intensität verlieren und dann unter Wasser nur noch als weiß bis grau wahrgenommen werden. Dieser Effekt tritt bei Farben unterschiedlich schnell auf, was bei dem jeweiligen Gewässer und den zu angelnden Fischen beachtet werden sollte.
In klaren Gewässern eignen sich schwarze, blaue und grüne Angelschnüre am besten. In trüben Gewässern sollte auf braune und graue Schnüre zurückgegriffen werden.
Die passende Farbe zur Angeltechnik.Neben dem Gewässer und der Wassertiefe spielt die Angeltechnik eine sehr wichtige Rolle bei der Farbwahl. Beim klassischen Grundfischen sollte die Schnur so unauffällig wie möglich sein, weshalb hier Tarnfarben in der Regel die richtige Wahl darstellen.Anders verhält es sich beim Spinnfischen, bei dem nahe der Oberfläche geangelt wird und der Köder ständig in Bewegung bleibt. Hier können bedenkenlos auffällige Farben gewählt werden, um die Position der Angelschnur stets optimal im Auge zu haben.
2. Tragkraft von Angelschnüren
Generell sollte die Wahl der Angelschnur vom Gewässer und den zu fangenden Fischen abhängig gemacht werden. Angelschnüre können grob in dünne Schnüre, Allrounder und dicke Schnüre eingeteilt werden:
| Schnurtyp | |
|---|---|
| Dünne Schnüre (0,25 – 0,3 mm) | Dünne Angelschnüre eignen sich sehr gut zum Distanzangeln. Aufgrund der geringen Abriebfestigkeit sollte das Gewässer möglichst frei von Hindernissen sein. |
| Allrounder (0,3 – 0,35 mm) | Diese Schnur eignet sich bei mittleren bis weite Distanzen und wird eingesetzt, wenn ohne Schlagschnur geangelt wird. |
| Dicke Angelschnüre (0,3 – 0,35 mm) | Dicke Angelschnüre weisen eine hohe Abriebfestigkeit auf, sind robust und sinken schnell zu Boden. Sie sind auf kurzen und mittleren Distanzen empfehlenswert. |
Angelschnüre mit einem Durchmesser von 0,2 und 0,35 Millimeter gehören zu den gängigsten Varianten. Wieviel Gewicht eine Angelschnur trägt, hängt einerseits vom Durchmesser und andererseits von der Schnurart ab. Geflochtene Schnüre sind belastbarer als monofile Angelschnüre.
Die folgende Übersicht stellt die Tragkraft einzelner Angelschnüre dar:
| Durchmesser in mm | 0,25 | 0,35 | 0,5 |
|---|---|---|---|
| Tragkraft geflochtene Schnur | 16 kg | 30 kg | 50 kg |
| Tragkraft monofile Schnur | 6 kg | 10 kg | 22 kg |
3. FAQ
Welche Angelschnur sollte ich verwenden?
Die zu verwendende Angelschnur sollte ganz vom Gewässer und den zu fangenden Fischen abhängig gemacht werden. Die Monofile Angelschnur stellt für viele Gewässern die richtige Wahl dar und kann für einige Fischarten verwendet werden.
Welche Tragkraft soll eine Angelschnur haben?
Die Tragkraft wird vom Gewässer und von den zu fangenden Fischen abhängig gemacht. Daher kann keine pauschale Tragkraft empfohlen werden. Je schwerer der Fisch, desto dicker sollte die Schnur sein. Geflochtene Schnüre sind darüber hinaus strapazierfähiger als monofile Varianten.
Wie oft soll ich eine Angelschnur wechseln?
Bei Verschleißerscheinungen und häufigem Abriss sollte die Schnur ausgewechselt werden. Besonders beanspruchte Schnüre sollten nach zwei bis drei Jahren ausgewechselt werden, da dann die Tragkraft nachlässt.

































