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Ratgeber Barcodescanner
Du bist auf der Suche nach einem Barcodescanner, weißt aber nicht, welches Modell sich für deine Zwecke am besten eignet? In unserem Ratgeber klären wir dich über die verschiedenen Merkmale auf.
1. Einsatz und Funktionsweise von Barcodescannern
Barcodescanner, die auch als Barcodelesegeräte bezeichnet werden, kommen in unterschiedlichen Branchen und bei verschiedenen Gelegenheiten zum Einsatz:
- Handel und Verkauf
- Industrie und Produktion
- Lager und Logistikbranche
- Krankenhäuser und Labore
- Flughäfen
- Bibliotheken
Kabelloser 2D-Barcodescanner mit Laser-Technologie
Sie dienen dazu, (Strich-)Codes zu lesen und an ein System weiterzuleiten, um die passenden hinterlegten Daten (Produktdaten, Zugangsdaten etc.) abzurufen. Je nach Art des Codes und je nach Ort der Verwendung sind unterschiedliche Barcodescanner sinnvoll oder notwendig.
2. Scanner-Arten und -Technologien
Vorrangig kommen fünf unterschiedliche Barcodescanner-Typen zum Einsatz, die sich sowohl in Aufbau und Funktionalität sowie hinsichtlich der verwendeten Technologie unterscheiden. Diese stellen wir dir im Folgenden detailliert vor.
CCD-Sensor
- Der Scanner beleuchtet den Barcode mithilfe einer LED.
- Das reflektierte Licht wird von einem Sensor erkannt und mithilfe eines Decoders entschlüsselt.
- Die Informationen werden an das System oder Ausgabegerät (Display) weitergeleitet.
- CCD-Sensoren bieten eine hohe Auflösung und können schnell Arbeiten.
- Die maximale Reichweite zum Scannen beträgt rund 50 cm.
- Diese Technologie eignet sich unter anderem für EAN- beziehungsweise Strichcodes.
- QR-Codes und andere 2D-Codes werden nicht unterstützt.
Laser
- Laser-Scanner funktionieren wie CCD-Sensoren, setzen jedoch auf einen Laser anstelle von LEDs.
- Der Vorteil liegt darin, dass sie sehr schnell sind, auch bei schwierigen Lichtverhältnissen zuverlässig arbeiten und über eine größere Distanz sowie durch Folie hindurch scannen können.
- Der höhere maximale Abstand vom Scanner zum Code ermöglicht zudem das Einlesen breiter und langer Barcodes.
- Auch Laser-Scanner eignen sich ausschließlich für sogenannte 1D-Codes wie beispielsweise Strichcodes.
Stationärer Scanner für den Einbau
Kamera-/Imager-Technologie
- Bei entsprechenden Modellen wird der Code digital von einer Kamera erfasst und ausgewertet.
- Solche Geräte erlauben das Erkennen und Dekodieren von Codes mit hoher Informationsdichte. Dazu zählen 2D-Codes wie etwa QR-Codes.
Barcode-Lesestifte
- Diese Modelle zeichnen sich durch ihre kompakte Bauweise in Stiftform aus.
- Sie arbeiten jedoch verhältnismäßig langsam und sind fehleranfällig, da der Stift mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und im korrekten Winkel über den Code geführt werden muss.
Wearable-Scanner
- Diese kompakten Geräte werden entweder auf dem Handrücken getragen (mithilfe einer Manschette oder in Form eines Handschuhs) oder als Ringscanner über einen bis zwei Finger gezogen.
- Der Einsatz erlaubt es, während der Arbeit beide Hände zu gebrauchen und bei Bedarf den Scanner einzusetzen.
Tipp: Solltest du den Barcodescanner nur sehr selten benötigen, eignet sich gegebenenfalls ein leistungsfähiges Smartphone mit guter Kamera, das du mit einer entsprechenden App ausstatten kannst.
3. Wichtige Kaufkriterien
Bei deiner Wahl eines geeigneten Barcodescanners solltest du die folgenden Aspekte beachten:
- IP-Schutzklasse: Je nachdem, ob der Scanner in einer feuchten oder staubigen Umgebung eingesetzt wird, sollte er entsprechend resistent gegen Nässe und Staub sein. Unterstützte Code-Arten: 1D-Scanner können nur in eine Richtung lesen und lineare Barcodes (Strichcodes/EANs, 2/5 Intervealed, Code 39, Code 128) erkennen. 2D-Scanner können hingegen in zwei Richtungen lesen und komplexe Darstellungen wie QR-Codes, Datamatrix, PDF-417 und Aztek verarbeiten.
- Bauform: Handscanner – insbesondere kabellose Ausführungen – sind besonders flexibel, erfordern jedoch, dass man den Scanner gezielt mit der Hand auf den Code richtet. Einbauscanner sind hingegen zwar weniger flexibel, decken jedoch einen größeren Scanbereich ab.
- Schnittstelle: Je nachdem, wie das dahinterliegende System funktioniert und welche Verbindungen dieses unterstützt, kannst du zwischen Modellen mit USB-Anschluss, Funk und Bluetooth wählen.
- Scanrate: Dieser Wert ist wichtig, um sicherzustellen, dass aufeinanderfolgende Scans schnell genug ausgeführt werden können. Die Scanrate gibt an, wie viele Scans pro Sekunde möglich sind.
- Lesebestätigung: Eine Lesebestätigung stellt sicher, dass ein Scan erfolgreich war. Dies kann über eine aufblinkende LED oder ein akustisches Signal erfolgen.
- Fehlerkorrektur: Barcodescanner mit integrierter Fehlerkorrektur verbessern die Ergebnisse beim Scannen und ermöglichen das Ablesen von Codes mit schlechter Qualität oder Beschädigungen.
- Tiefenschärfe: Die Tiefenschärfe gibt den minimalen und maximalen Leseabstand an. Einfache Modelle können über eine Distanz von rund 5 Zentimetern scannen, sogenannte Long-Range-Imager schaffen je nach Ausführung rund 30 Zentimeter bis 9 Meter und Geräte mit Extra-Long-Range überbrücken bis zu 21 Meter.
- Reichweite: Die Reichweite gibt bei kabellosen Barcodescannern hingegen an, über welche Distanz die Information übertragen werden kann. Dies ist beispielsweise in großen Lagern von Bedeutung.
- Display: Ausführungen mit Display ermöglichen das direkte Ablesen von den gescannten Informationen. Teilweise können über das Display und eine Tastatur auch Daten eingegeben und hinterlegt werden. Gewicht und Größe: Diese beiden Kriterien sind insbesondere dann wichtig, wenn der Scanner beispielsweise den ganzen Tag lang in der Arbeitsjacke herumgetragen wird.
4. FAQ
Was kann ein Barcodescanner?
Barcodescanner eignen sich je nach Ausführung dazu, beispielsweise einfache Strichcodes oder informationsreiche QR-Codes zu lesen. Die enthaltenen Informationen werden dann über eine integrierte Dekodiereinheit erkannt und an das System mit den zugehörigen Daten wie Preis oder Produktname weitergeleitet.
Welcher Barcodescanner ist der Beste?
Diese Frage ist von deinem vorgesehenen Einsatzzweck abhängig. Dabei spielt unter anderem eine Rolle, welche Art von Codes (1D oder 2D) eingelesen werden sollen oder wo das Gerät zum Einsatz kommt. Alle Informationen rund um die Unterschiede sowie die wichtigsten Kaufkriterien bietet dir unser Ratgeber.
Wie funktioniert ein Barcodescanner?
Je nach Modell wird der Code mit LED-Licht oder einem Laser beleuchtet und die Reflexion von einem Sensor aufgenommen sowie verarbeitet. Alternativ kommen dabei Kameras (Imager-Technologie) zum Einsatz. Die dekodierten Informationen werden dann an das dahinterliegende System weitergeleitet.






























![Produktbild von Datalogic Barcodescanner Magellan 1500i [MG1501-10210-0200]](https://media.cdn.kaufland.de/product-images/400x400/1e64e2bb3126ea4058793bcd199f974f.webp)






![Produktbild von Datalogic Handscanner QuickScan QD2590 [QD2590-BKK1]](https://media.cdn.kaufland.de/product-images/400x400/791b0841bb85b102aa20e73ba0967708.webp)



