
Vogelhäuser Ratgeber
Neben Pflanzen und Gartendekoration schaffen Sie mit Vogelhäusern eine schöne Atmosphäre in Ihrem Garten oder auf Ihrem Balkon. Vögel nutzen die Futterstelle nicht nur zur Nahrungsbeschaffung, sondern auch als Treffpunkt. Damit möglichst viele Vögel Ihr Vogelhaus aufsuchen, gibt es allerdings einige Dinge zu beachten: In diesem Ratgeber erfahren Sie, woran Sie vor dem Kauf denken sollten, worauf beim Material zu achten ist und welche unterschiedlichen Vogelhaus-Typen es gibt. Darüber hinaus erhalten Sie Tipps zur Reinigung der Futterstelle.
1. Die unterschiedlichen Vogelhaus-Typen
Es gibt eine Vielzahl an Vogelhaus-Modellen, aus der Sie wählen können. Für welches Sie sich entscheiden, sollte vor allem davon abhängen, welche und vor allem wie viele Vögel Sie anlocken möchten.
Um so viele Tiere wie möglich beobachten zu können, sollten Sie mehrere Vogelhäuser aufstellen: Da Vogelarten unterschiedliches
bevorzugen, können Sie auf diese Weise verschiedene Nahrungsquellen für eine Vielzahl an Vögeln schaffen.
Der folgenden Übersicht können Sie die Merkmale der einzelnen Modelle entnehmen:
- Silo-Vogelhaus
- Vogelhaus mit integrierter Futtersäule: Schutz vor Nässe, Futter kann in kleinen Mengen nachrutschen
- Hygienisch: Futter kommt nicht in Kontakt mit Vogelkot
- Klassisches Vogelhaus mit Ständer oder Aufhängung
- Rechtwinkliger Grundriss
- Mit Dach
- Zur Positionierung im Garten oder am Balkongitter
- Meisenknödel
- Netz mit Kleie-Körnern oder Beerenmischung gefüllt
- Zur Befestigung an Bäumen oder Sträuchern
- Futterautomat
- Meist nur aus einer mit Futter gefüllten Plastikflasche, einem Deckel und einem Unterteil bestehend
- Ansonsten gleiche Merkmale wie Silo-Vogelhäuser
- Vogelvilla
- Ähnlicher Aufbau wie Vogelhaus, nur größer
- Meist in Verbindung mit einem Nistkasten
2. Kaufaspekte
Angelockte Vögel im Vogelfutterhaus
Ehe Sie sich auf die Suche nach einem Vogelhaus begeben, müssen Sie sich überlegen, welche Vogelarten Sie anlocken möchten. Da die Tiere die Futterstelle auch als Treffpunkt nutzen, können Sie sich für ein großes Modell entscheiden. Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass das Vogelhaus nicht zu hoch ausfällt. Andernfalls kann es passieren, dass große Vögel kleinere Artgenossen vertreiben. Darüber hinaus sollten Sie die folgenden Aspekte berücksichtigen:
- Im Idealfall sollten Vogelhäuser ein Dach aufweisen: Dadurch ist das Futter besser vor Wind und Nässe geschützt. Alternativ können Sie zu Modellen mit Futterspeicher greifen. Diese ermöglichen, dass nur so viel Futter ausgegeben wird, wie auch gefressen wird.
- Das Vogelhaus sollte leicht zu reinigen sein.
- Bei der Wahl der Farbe und Aufmachung können Sie grundsätzlich nach Ihrem Geschmack entscheiden. Nur Rot sollten Sie vermeiden: Diese Farbe wirkt auf Vögel abschreckend.
3. Der Standort
Darüber hinaus sollten Sie genau planen, wo die Futterstelle positioniert werden soll. Dabei müssen Sie ein paar Punkte beachten:
Nistkasten
- Vögel sollten das Futterhaus gut erreichen können.
- Platzieren Sie das Vogelhaus so, dass Sie die Tiere gut beobachten können.
- Bringen Sie den Futterplatz so an, dass genügend Abstand zu Fenstern eingehalten ist. Andernfalls kann es passieren, dass die Vögel gegen die Scheiben fliegen und sich verletzen.
- Bedenken Sie, dass die natürlichen Feinde der Vögel nicht an das Futterhäuschen gelangen sollten. Damit Katzen oder Marder die Vögel nicht erreichen, sollten Sie die Futterstelle in mindestens zwei Metern Höhe anbringen.
Außerdem sollten sich keine Baumstämme oder Zäune in unmittelbarer Nähe zum Vogelhaus befinden – auch darüber könnten sich Katzen oder Marder anschleichen und zum Futterhaus gelangen. - Stellen Sie das Vogelhaus an einem windgeschützten Ort auf. Dadurch wird sichergestellt, dass das Futter nicht wegweht oder nass wird.
4. Anforderungen an das Material
In Bezug auf das Material sollten Sie vor allem daran denken, dass Vogelhäuser allen Wetterlagen ausgesetzt sind. Beachten Sie die folgenden Punkte:
- Das Material sollte frostfest sein.
- Wählen Sie wenn möglich nur unbehandeltes Material, da Vögel nicht mit Chemikalien in Berührung kommen sollten.
- Falls Sie sich für Holz entscheiden, sollte eine Imprägnierung erfolgen.
- Schimmelbefall können Sie mit einem Leinölanstrich entgegenwirken.
5. Pflege und Reinigung
Eine Holz-Imprägnierung schützt Vogelhäuser vor der Witterung
Wichtig ist vor allem, dass Sie das Vogelhaus regelmäßig reinigen und altes Futter entsorgen, sodass sich die Ausbreitung von E. coli oder Salmonellen verringert und kein Ungeziefer angelockt wird.
Die folgenden drei Punkte sollten Sie beachten:
- Benutzen Sie keine hochkonzentrierten Desinfektionsmittel. Eventuell verbleibende Rückstände können zu Vergiftungen der Tiere führen
- Legen Sie sich am besten einen Körnerfänger zu, der herunterfallendes Futter auffängt. Gelangt es auf den Boden, lockt es unter Umständen Mäuse und Ratten an.
- Warmes Wasser und eine Bürste reichen im Regelfall aus, um das Vogelhaus zu reinigen. Alternativ können Sie mildes Geschirrspülmittel beimischen. Beachten Sie dabei jedoch, dass Sie das Vogelhaus im Folgenden noch einmal mit klarem Wasser abspülen.
6. FAQ
Wie füttere ich Vögel richtig?
Entscheiden Sie sich am besten für Vogelhäuser mit integriertem Futterspender. Dadurch wird verhindert, dass sich die Tiere in ihrem Futter bewegen und dieses mit Kot verunreinigen. Darüber hinaus spielt auch die Jahreszeit eine wichtige Rolle: Die Fütterung kann zwar grundsätzlich das ganze Jahr über erfolgen, allerdings ist sie vor allem während der Wintermonate sinnvoll.
Aufgrund des kleineren Nahrungsangebots sucht eine größere Anzahl Vögel Futterhäuschen auf. Bei der Wahl des Futters können Sie mit Sonnenblumenkernen nichts falsch machen. Dieses wird von so gut wie allen Vogelarten gefressen. Weichfutterfresser wie Rotkehlchen oder Amseln freuen sich auch über Rosinen, Haferflocken oder Obst.Kann ich mein Vogelhaus selbst streichen? Wenn ja, mit welchen Farben?
Wollen Sie Ihr Vogelhaus optisch aufwerten, können Sie es selbstverständlich bemalen. Dabei sollten Sie jedoch nur ökologische Farben wählen, um die Tiere nicht zu vergiften. Besonders empfehlenswert sind Acrylfarben. Diese sind leicht aufzutragen und verhältnismäßig gesundheitsfreundlich.
Kann ich Meisenknödel selbst herstellen?
Ja, Meisenknödel können Sie schnell selbst anfertigen: Dafür müssen Sie etwas Fett in einem Topf erwärmen. Sobald dieses weich ist, mischen Sie eine Vogelfutter-Mischung und einen Teelöffel Speiseöl hinzu.
Daraufhin formen Sie das Gemisch zu einer Kugel und arbeiten dabei gleich das Seil ein, an dem der Meisenknödel aufgehängt werden soll. Sobald die Masse vollständig erkaltet ist, können Sie den fertigen Meisenknödel an einem Baum oder Balkongitter befestigen.



































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