
Streuwagen
Egal ob für das Säen eines neuen Rasens, zum Streuen von Splitt im Winter oder für das Düngen: Streuwagen sind flexibel einsetzbar.
1. Einsatzmöglichkeiten von Streuwagen
Streuwagen sorgen für die gleichmäßige Verteilung von Streugut, Düngemitteln, Aussaat und Ähnlichem. Sie bestehen aus einem Behälter, in den das Streugut gefüllt wird, zwei Laufrädern und einer Schiebevorrichtung. Der Streugut-Behälter besitzt an der Unterseite kleine Öffnungen, durch die das Material fällt. Durch Schiebeleisten lässt sich die Menge, die beim Einsatz des Streugutwagens ausgebracht wird, variieren.
Die meisten Streuwagen sind für viele verschiedene Zwecke im Sommer oder Winter geeignet.
Klassischer Kastenstreuwagen
Einsatzgebiete sind beispielsweise die folgenden:
- Rasensamen: Ein dichter, grüner Rasen ist der Traum vieler Gartenbesitzer. Doch per Hand ist regelmäßiges Säen nur schwer möglich. Egal ob beim Anlegen neuer Rasenflächen oder beim Nachsäeen kahler Stellen – ein Streugerät nimmt Ihnen hier viel Arbeit ab.
- Düngen: Beim Düngen ist eine gleichmäßige Verteilung besonders wichtig: Wenn der Dünger per Hand ausgetragen wird, besteht die Gefahr der Überdüngung. Mit einem Streuwagen ist die gleichmäßige Düngung problemlos möglich, zudem bringt ein solches Gerät eine enorme Zeitersparnis mit sich.
- Winterdienst: Außerdem sind Streuwagen dazu geeignet, die in Deutschland herrschende Streupflicht im Winter umzusetzen: Bei Schnee und Glätte muss die Straße nicht nur von Eis befreit werden, sondern Sie sollten auch Splitt, Granulat oder Sand auf Zugangswege, Straßen und öffentliche Bereiche streuen – am schnellsten gelingt das mit einem Streugerät.
Dank der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten wird das praktische Gartenzubehör auch als Universalstreuer bezeichnet.
Weitere Einsatzmöglichkeiten: Aufbringen von Rasenkalk, Anlegen von Wegen aus feinem Kies, Verteilung von Sand, Verteilung von Unkrautvernichter
Streuhandwagen zur Verteilung von Saatgut und Streumaterial
Besonders praktisch für die Erledigung des Winterdienstes auf großen Flächen sind Streugeräte mit integrierter Schneefräse . Solche Modelle räumen Schnee und streuen Splitt in einer Bewegung.
2. Funktionsweise eines Streugutwagens
Damit sich das Streugut wie Splitt, Sand oder Samen gleichmäßig verteilt, wird die Oberfläche bahnenweise abgelaufen. Vor allem beim Ausbringen von Dünger sollten Sie darauf achten, dass die einzelnen Bahnen sich nicht überlappen.
Kies und Granulat sind gröber als Sand oder Splitt. Achten Sie deswegen darauf, ob der gewünschte Streuwagen ausreichend große Löcher für solche Materialien aufweist.
2.1 Mechanismus und Streubreite
Ein Streuwagen verfügt üblicherweise zur Dosierung des Streu- oder Saatgutes über eine mechanisch bedienbare Vorrichtung zur richtigen und einheitlichen Ausbringung des Streugutes: Mithilfe eines angebrachten Schiebereglers lässt sich die ausgebrachte Menge regulieren.
Unterschieden wird dabei zwischen klassischen Streugeräten, bei denen das Material unterhalb des Gerätes auf den Boden fällt, und Zentrifugalstreuer, die mit einem Rotationsauswurf arbeiten. Bei solchen Schleuderstreuern fallen Saatgut und Co. erst auf eine Zentrifugalscheibe, von der aus sie dann in einem Radius von etwa zwei bis vier Metern verteilt werden.
Besonders praktisch sind Streugeräte mit einstellbarer Streubreite, die von 20 bis 50 Zentimetern variiert.
2.2 Fassungsvolumen
Die meisten Modelle unterscheiden sich im Hinblick auf das Fassungsvermögen des Streuwagens. Je nach Einsatzzweck und Größe des Grundstückes sind unterschiedliche Modelle geeignet:
| Fassungsvolumen | Beschreibung |
|---|---|
| Bis 1,5 l | Für das Austreuen kleiner Mengen, beispielsweise für kahle Rasenstellen, Handstreuer |
| Bis 2,5 l | Für kleine Gärten bis 100 Quadratmeter, für das Ausbringen von Splitt in Garageneinfahrten |
| Bis 12,5 l | Für mittelgroße Gärten geeignet, für das großflächige Streuen von Splitt im Winter, beispielsweise Betriebsgelände |
| Ab 13 l | Auch für den professionellen Einsatz geeignet, für die Neuanlage großer Rasenflächen ab 800 Quadratmeter |
Für kleine Grundstücke und Vorgärten wird nicht zwangsläufig ein Streugutwagen benötigt. Sie erhalten auch kleine kompakte Handstreuer, die maximal fünf Liter Streugut fassen. Wer hingegen Streugut in einem sehr großen Radius verteilen möchte, sollte auf Schleuderstreuwagen zurückgreifen. Diese verteilen Splitt, Rasensamen oder Dünger einheitlich in einem großen Radius. Eingesetzt wird der Schleuderstreuwagen beispielsweise in der Landwirtschaft und in Baumschulen. Sie werden auch als Zentrifugalstreuer bezeichnet. Beliebt im professionellen Bereich sind auch Streuwagen-Anhänger.
Hand-Düngerstreuer versus klassischer Splittstreuer
Praktisch sind sogenannte Streuguttabellen, damit Sie wissen, wie viel Sie streuen müssen und auf welche Einstellung sie den Saatgutstreuer kalibrieren müssen.
Material
Die meisten Streuwagen bestehen aus einem robusten und hochwertigen Kunststoff, der im besten Fall auch korrosionsbeständig ist. Das Gestell ist dabei aus Metall gefertigt.
3. FAQ
Ab wie viel Quadratmeter Rasenfläche lohnt sich die Anschaffung eines Streugerätes?
Ein Streuwagen erspart nicht nur viel Zeit beim Säen oder Düngen des Rasens, er sorgt auch für eine besonders gleichmäßige Verteilung. Deswegen ist die Anschaffung auch bei kleinen Gärten empfehlenswert. Wenn Ihr Garten eine Rasenfläche unter 100 Quadratmetern aufweist, können Sie beispielsweise zu einem Handstreuer greifen, der etwa ein bis zwei Liter fasst. Ab etwa 400 Quadratmetern Fläche sollte das Fassungsvolumen des Streuwagens bei mindestens zwölf Litern liegen.
Welche Arten von Streugut kann ein Streuwagen verteilen?
Ein Streuwagen eignet sich nicht nur für die gleichmäßige Verteilung von Sand und Splitt beim Winterdienst, sondern kann auch für Kies, Granulat und Asche verwendet werden. Außerdem lassen sich Samen und Dünger mit einem solchen Gartengerät besonders regelmäßig ausbringen.





































