[Quelle Headerbild: iStock.com/Jacob Wackerhausen]
Wissenswertes über Nieten
1. Nieten – unlösbare Verbindungen
Die Niete ist ein spezielles Verbindungselement, das plastisch verformbar ist und meist in Zylinderform hergestellt wird. Niet-Verbindungen werden meistens verwendet, um Werkstoffe wie Blech miteinander zu verbinden. Die kleinen Metallverbindungen sind vielseitig einsetzbar und erlauben eine schnelle Verarbeitung.
Generell werden Nieten meistens aus Messing, Aluminium, Titan, Kunststoff oder Stahl und Kupfer hergestellt.
Nieten als modische Highlights
Egal, ob als Nietengürtel, auf der Lederjacke oder der Handtasche – Nieten kommen nicht nur beim Heimwerken zum Einsatz, auch als modisches Accessoire auf Kleidungsstücken sind die Metallknöpfe beliebt.

Wir haben für Sie alle Vor- und Nachteile von Nieten zusammengefasst:
Vorteile
- Unlösbare Verbindung
- Rostfrei
- Günstiger als Schrauben
- Verändern Werkstoff nicht
- Schnelle Verarbeitung
Nachteile
- Können nur mit speziellem Werkzeug verwendet werden
2. Nietenarten und Nietverfahren
Man unterscheidet zwischen warm- und kaltgefügten Nieten. Warmnietung wird bei Stahlnieten ab einem Durchmesser von zehn Millimetern durchgeführt. Hierbei werden die Nieten im heißen Zustand geschlagen und gepresst. Im Vergleich dazu werden die Nieten bei der Kaltvernietung kalt verarbeitet.
Prinzip der Nietverbindung
- Zunächst wird ein Bohrloch in das zu verbindende Material gebohrt.
- Mithilfe spezieller Nietzangen wird der Nietschaft gestaucht, sodass dieser das Nietloch vollständig ausfüllt und radial gegen die Lochwand drückt.
- Der überstehende Teil der Niete wird durch eine Sollbruchstelle abgetrennt und steht nicht länger hervor.
Verschiedene Nietverfahren
Vollnieten: Vollnieten können sehr hohe Belastungen aushalten. Das Verfahren wird überwiegend in der industriellen Verarbeitung verwendet, beispielsweise beim Kran-, Brücken- oder Flugzeugbau.
Blindnieten: Diese Vorgehensweise kommt zum Einsatz, wenn nur ein einseitiger oder schwer erreichbarer Zugang möglich ist. Blindnieten sind leicht zu verarbeiten und universell einsetzbar. Damit können Sie Beschläge an Holz, Kunststoff- oder Metallplatten stabil befestigen.
Damit die Nietverbindung unlösbar ist, ist die passende Länge der Niete das Wichtigste. Für Blindnieten gilt hierbei die Faustformel:
Nietlänge = Gesamtstärke der Werkstoffe + Nietdurchmesser
Beispiel: Mit einer Drei-Millimeter-Niete soll Ein-Millimeter dickes Schild an eine Holzplatte mit Zehn-Millimeter befestigt werden. Die passende Nietenläge beträgt in diesem Fall 14 mm.
Stanznieten: Anders als bei den zuvor genannten Nieten, wird bei diesem Nietverfahren kein Loch vorgebohrt. Die Stanzniete wird durch einen einstufigen Setzvorgang mit dem Werkstoff verbunden und quasi in diesen geschossen.










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