
Monstera: Die Trendpflanze im Detail
Die Monstera ziert nicht zuletzt aufgrund ihrer besonderen Blätter mit Aussparungen das Zuhause vieler. Welche Arten es gibt und wie Sie diese richtig pflegen, erfahren Sie im Folgenden.
1. Eigenschaften der Monstera
Die Monstera, auch als Fensterblatt bekannt, zählt zur Familie der Aronstabgewächse. Sie dürfen in keiner Sammlung von Liebhabern tropischer Pflanzen fehlen und kommen in unterschiedlichen Variationen vor.
Grundsätzlich zeichnen sie sich durch folgende Eigenschaften aus:
- Monsteras zählen zu den kletternden Pflanzen.
- Die Monstera kommt ursprünglich aus den tropischen Gebieten Mittelamerikas, Südamerikas Tropenwäldern und von den Karibischen Inseln. Mittlerweile ist sie jedoch auf anderen Teilen der Welt ebenfalls verbreitet.
- Sie zeichnet sich durch schnelles Wachstum aus.
- Viele Monstera-Arten weisen Aussparungen an den Blättern auf (an den Seiten oder in der Mitte der Blätter).
2. Monstera-Arten
Die verschiedenen Monstera-Arten unterscheiden sich bisweilen erheblich in ihrer Optik, wenngleich der Pflegeanspruch bei allen gleich oder ähnlich ist. Wir stellen Ihnen die bekanntesten Varianten vor:
Monstera deliciosa

- Sowohl als Pflanze mit komplett grünen Blättern als auch als sogenannte „Variegata“ mit panaschierten (gemusterten) Blättern sehr beliebt
- Seitliche Aussparungen an den Blättern
- Fleischige Triebe
- Lange, dicke Luftwurzeln
- Entzieht Schadstoffe aus der Luft
- Wuchshöhe: 50 cm bis 3 m
Monstera adansonii („Monkey Mask“)

- Lochartige Aussparungen im Innenbereich der Blätter (die Blattränder bleiben dauerhaft geschlossen im Gegensatz zu anderen Monstera-Arten)
- Luftreinigende Wirkung
- Wuchshöhe: 50 cm bis 3 m

Oftmals wird die sogenannte „Mini-Monstera“ beziehungsweise „Monstera minima“ verkauft. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine Monstera, sondern um eine Rhapidophora tetrasperma, die zur Familie der Arakäer gehört. Optisch erinnert sie aufgrund ihrer großen Blattaussparungen, die nahezu die Blattader erreichen, zwar stark an die Monstera, sie wächst jedoch in die Breite und zeichnet sich dementsprechend durch eine deutlich geringere Wuchshöhe aus. Zudem weisen bereits die Blätter junger Pflanzen diese Aussparungen auf, was bei der Monstera nicht der Fall ist: Bei dieser prägen sich die charakteristischen Blätter erst im Laufe der Zeit aus.
3. Pflege der Monstera
Monsteras zählen zu den verhältnismäßig pflegeleichten Pflanzen, weswegen sich auch Anfänger und all diejenigen, die nicht viel Arbeit in die Pflanzenbetreuung stecken möchten, an ihr ausprobieren können.
Gießen
Die Monstera muss regelmäßig gegossen werden. Grundsätzlich können Sie mit etwa einmal pro Woche rechnen, wobei es hierbei auch auf die entsprechenden Temperaturen und den genauen Standort der Pflanze ankommt. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, Staunässe zu vermeiden, da dies zu Wurzelfäule führen kann. Grundsätzlich verträgt die Monstera Trockenheit im Vergleich zu Feuchtigkeit deutlich besser.
Verwenden Sie zum Gießen ausschließlich kalkfreies Wasser. Wenn Ihr Wasser sehr kalkhaltig ist, können Sie hierfür einen Wasserfilter verwenden. Alternativ ist die Verwendung von Regenwasser denkbar.
Düngen
Ihre Monstera kann während der Wachstumsphase zwischen April und Oktober im Zwei-Wochen-Takt gedüngt werden. Nutzen Sie hierfür die Hälfte der vorgegebenen Dosierung. Während des Herbsts und Winters muss die Pflanze nicht mit Nährstoffen versorgt werden.
Standort
Das Fensterblatt verträgt keinen vollsonnigen Standort, allerdings sollte das Lichtangebot dennoch verhältnismäßig hoch ausfallen und ausreichend Wärme gegeben sein. Bei einem dunklen Platz kann es dazu kommen, dass sich die Blätter nicht vollständig entfalten. Die Idealtemperatur des Standortes für die Monstera liegt bei etwa 22 Grad Celsius, im Winter sollten Temperaturen von 16 Grad Celsius nicht unterschritten werden.
Die Monstera wächst deutlich besser, wenn die Luftfeuchtigkeit am entsprechenden Standort bei etwa 60 Prozent liegt. Um diesen Wert zu erreichen, können Sie die Pflanze regelmäßig mit kalkfreiem Wasser besprühen oder auf einen Luftbefeuchter zurückgreifen.
Substrat
Das Substrat sollte nährstoffreich und gut durchlässig sein, damit eine ausreichende Luftzufuhr für die Wurzeln gewährleistet werden kann. Hierfür empfiehlt es sich, hochwertige Pflanzenerde mit groben Komponenten wie Pinienrinde oder Perliten zu mischen.
Umtopfen
Da Monsteras zu den schnell wachsenden Pflanzen zählen, ist ein jährliches Umtopfen ratsam. Im Gegensatz zu anderen Arten müssen Sie hierbei nicht auf den nächstgrößeren Topf zurückgreifen, sondern können problemlos ein Gefäß mit einem noch weiteren Durchmesser wählen, damit sich das Fensterblatt vollends ausbreiten kann.
Vermehrung
Die Monstera lässt sich ganz einfach durch Kopf- und Stammstecklinge vermehren. Hierfür schneiden Sie den Stiel einfach mit einem sauberen, am besten vorab desinfizierten, Messer knapp unterhalb eines Blattknotens ab. Alternativ dazu können Sie auch eine Gartenschere verwenden. Verzichten Sie jedoch auf Haushaltsscheren, da diese die Pflanze durch Zusammendrücken des Stiels beschädigen können.
Im Idealfall weist Ihr Monstera-Steckling mindestens eine Luftwurzel auf, aus welcher die richtigen Wurzeln austreiben können. Zwar ist eine Bewurzelung auch ohne möglich, allerdings dauert diese in jedem Fall deutlich länger. Der Steckling kann nach dem Abtrennen von der Mutterpflanze in ein Wasser-Gefäß, Sphagnum-Moos oder Anzuchterde gesetzt werden.
Wer Fäulnis vorbeugen möchte, kann die Schnittstelle mit Zimt desinfizieren und sie im Anschluss mit Wachs versiegeln.
4. Die Monstera als Gestaltungselement in Räumen
Das Fensterblatt besticht durch seine dekorativen Eigenschaften und sorgt vor allem in Kombination mit anderen tropischen Pflanzen wie Philodendren, Calatheas oder Anthurien für Dschungel-Flair in den eigenen vier Wänden.
Im Folgenden finden Sie Inspirationen, wie Sie mit Ihrer Monstera Highlights setzen können:
- Monsteras entfalten auf Beistelltischen platziert ihre volle Wirkung. Zusammen mit anderen Pflanzen, die auf dem Boden stehen, sorgt dies für ein atmosphärisches Gesamtbild.
- Das Fensterblatt wirkt besonders schön in Seegras-Körben. Diese stellen die ideale Wahl für all diejenigen dar, die eine ansprechende Alternative zu gängigen Blumentöpfen suchen.
Sowohl auf Beistelltischen als auch in Seegras-Körben platziert werden Monsteras zum echten Hingucker.
- Monsteras lassen sich zudem besonders schön auf Leiterregalen platzieren. Ein kleiner Tipp: Machen Sie aus Ihrem Regal doch eine ganze Pflanzenecke, indem Sie auf den verschiedenen Ebenen unterschiedliche tropische Pflanzen in diversen Größen platzieren.
5. FAQ
Welcher Topf ist für meine Monstera geeignet?
Grundsätzlich bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie auf Terrakotta-Töpfe oder welche aus Plastik zurückgreifen. Allerdings sollten die Gefäße schwer ausfallen, da die Monstera während ihres Wachstums stark an Gewicht zunimmt und gegebenenfalls umkippen könnte.
Wie kann ich meine Monstera festbinden?
Da es sich bei der Monstera um eine kletternde Pflanze handelt, ist es ratsam, sie an einem Pflanzstab festzubinden. Je nach Größe eignen sich hierfür unterschiedliche Hilfsmittel: Junge Pflanzen lassen sich in der Regel einfach mit etwas Bindegarn an dem Stab fixieren. Bei Pflanzen mit dickerem Stamm können Sie auf Kabelbinder zurückgreifen, die für noch mehr Stabilität sorgen.
Meine Monstera hat sehr viele Luftwurzeln. Darf ich diese abschneiden?
Die Luftwurzeln des Fensterblatts sollten möglichst nicht abgeschnitten werden: Sie dienen der Pflanze dazu, Nährstoffe aufzunehmen und übernehmen aufgrund dessen eine wichtige Rolle. Nur in Ausnahmefällen – beispielsweise wenn die Luftwurzeln derart wuchern, dass sie stören – können einzelne (keinesfalls alle) Luftwurzeln entfernt werden.
Kann die Monstera auch im Freien aufgestellt werden?
Von Mai bis September kann die Monstera auch im Garten oder auf dem Balkon platziert werden. Achten Sie lediglich darauf, einen windschattigen Standort auszuwählen, an dem keine direkte Sonneneinstrahlung gegeben ist.
Ist die Monstera giftig?
Ja, das Fensterblatt kann sowohl bei Menschen als auch Tieren zu Vergiftungserscheinungen führen. Achten Sie dementsprechend vor allem bei Kleinkindern und Tieren darauf, dass sie die Pflanze nicht erreichen können. Sollten Sie Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Krämpfe bei Ihrem Kind oder Tier, das Kontakt zur Monstera hatte, beobachten, suchen Sie schnellstmöglich einen Arzt beziehungsweise Tierarzt auf.





































