
Mäuse- und Rattenfallen Ratgeber
Mäuse und Ratten können zur echten Plage werden und großen Schaden anrichten: Die Nagetiere verursachen nicht nur zahlreiche materielle Schäden, vielmehr übertragen die Tiere auch ernsthafte Krankheiten. Mit Mäusen- beziehungsweise Rattenfallen können Sie die unbeliebten Nager effektiv bekämpfen. Dabei sollten Sie sich jedoch vorab über die unterschiedlichen Fallentypen und die richtige Positionierung erkundigen. In unserem Ratgeber erhalten Sie alle wissenswerten Informationen rund um Ratten- und Mäusefallen. Darüber hinaus geben wir Ihnen weitere hilfreiche Tipps zur Beseitigung der unerwünschten Nagetiere.
1. Anzeichen für einen Ratten- oder Mäusebefall
Oftmals bemerken Haus- und Wohnungsbesitzer einen Ratten- beziehungsweise Mäusebefall erst dann, wenn sich die Tiere bereits stark vermehrt haben. Zu diesem Zeitpunkt ist eine Bekämpfung verhältnismäßig schwierig. Damit Sie schnellstmöglich erkennen, ob sich Mäuse oder Ratten auf Ihrem Grundstück befinden, haben wir die wichtigsten Anzeichen für Sie zusammengestellt:
- Nagespuren: Mäuse und Ratten nagen bevorzugt an Kabeln und hinterlassen dabei Bissmuster, die sich durch zwei parallele Rillen im Abstand von ein bis zwei Millimetern auszeichnen. Darüber hinaus lassen sich beispielsweise an Einrichtungsgegenständen und Akten oftmals Nagespuren finden.
- Kot: Ein weiteres Anzeichen für Mäuse- oder Rattenbefall sind die spindelartigen Ausscheidungen der Tiere. Die Kotpillen sind etwa drei bis acht Millimeter groß und befinden sich überall dort, wo sich die Nager bevorzugt aufhalten.> Achtung: Sofern Sie Kotpillen in unterschiedlichen Größen finden, ist dies ein Anzeichen dafür, dass sich die Tiere bereits vermehrt haben.
- Schmierspuren: Mäuse und Ratten haben meist feste Wege, die sie täglich mehrfach ablaufen. Im Laufe der Zeit bilden sich dadurch sogenannte Schmierspuren, die durch Körperfett und an den Mäusen anhaftenden Schmutz entstehen. Folgen Sie diesen, gelangen Sie nicht selten zu Mäusenestern.
- Nester: Eines der sichersten Anzeichen für Mäuse oder Ratten sind deren Nester. Diese befinden sich oftmals in Zwischendecken oder Hohlwänden und sind deshalb nicht immer ohne Weiteres ausfindig zu machen.
- Beißender Geruch: Insbesondere in geschlossenen Räumen verursachen Mäuse und Ratten einen penetranten Geruch, der auf ihren Urin zurückgeht.
2. Mäusefallen und Rattenfallen: Die verschiedenen Typen
Grundsätzlich unterscheiden sich die Fallen-Typen darin, ob das unerwünschte Nagetier lebendig gefangen wird oder durch das Zusammenschnappen der Falle getötet wird. Wir haben die Merkmale der verschiedenen Arten für Sie zusammengestellt:
Lebendfallen

- Meist aus einem Käfig und einem Federmechanismus bestehend
- Bei Berühren des Köders wird die Eingangsöffnung verschlossen
- Unterkategorien: Reusenfalle, Röhrenfalle mit Kippmechanismus
Tötungs- / Schlagfallen

- Meist aus Holz bestehend
- Anbringen eines Köders (beispielsweise Mehl, Nüsse oder Rosinen) an einem Metallstift
- Bei Berühren des Köders schnappt ein Metallbügel abrupt zu und tötet das Nagetier auf der Stelle
Einen weiteren Fallen-Typ stellen chemische Mäuse- beziehungsweise Rattenfallen dar. Diese zeichnen sich durch eine klebrige Paste aus, an der Mäuse und Ratten hängen bleiben und letztendlich an Erschöpfung sterben. Der Einsatz dieser Fallen stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Handelt es sich um einen großen Ratten- oder Mäusebefall, werden Sie das Problem höchstwahrscheinlich nicht ausschließlich mit Fallen beheben können. Hierbei kann der Einsatz von Gift vonnöten sein. Dies sollten Sie jedoch keinesfalls selbst ausführen, sondern fachkundigen Schädlingsbekämpfern überlassen. Abgesehen davon, dass das Anwenden der meisten Gifte durch Verbraucher ohnehin verboten ist, bringt der Einsatz auch erhebliche Gefahren mit sich. So könnten Kleinkinder oder Haustiere das Gift aufnehmen, was im schlimmsten Fall zum Tode führen kann. Auch andere Tiere wie beispielsweise Raubvögel können durch den Verzehr einer vergifteten Ratte oder Maus sterben.
3. Die richtige Platzierung der Falle
Für einen erfolgreichen Einsatz von Mäuse- oder Rattenfallen ist der Aufstellort entscheidend: Hierbei ist es vor allem von großer Wichtigkeit, keine Kleinkinder oder andere Tiere zu gefährden. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt:
- Stellen Sie die Falle in der Nähe des Ortes auf, an dem Sie Spuren der Nagetiere entdeckt haben.
- Sofern Sie die Falle im Garten platzieren möchten, sollten Sie dies ausschließlich abends und nachts tun. Während des Tages halten sich die Tiere ohnehin ungern im Garten auf und Sie verhindern, dass Kleinkinder in die Fallen treten.
- Wählen Sie einen einigermaßen geschützten Aufstellort: Dadurch vermeiden Sie, dass der Köder beispielsweise durch Regen ausgespült wird. Außerdem haben Mäuse und Ratten dadurch weniger Hemmungen, den Köder zu fangen.
- Wichtig ist es, hinsichtlich der Aufstellorte und Köder zu variieren. Insbesondere Ratten gelten als hochintelligente Tiere: Sobald Sie eine Ratte aus einem Rudel gefangen haben, werden die Artgenossen nicht mehr an den entsprechenden Ort zurückkehren.
4. Weitere Tipps
Sofern der Ratten- oder Mäusebefall noch nicht zu groß ist, können Sie auch mit Hausmitteln die unerwünschten Nager loswerden. Diese Methode birgt keine Gefahren für Mensch oder Tier und ist absolut umweltfreundlich.
Im Folgenden finden Sie bewährte Hausmittel gegen Ratten und Mäuse aufgelistet:
- Terpentin
- Cayennepfeffer
- Chilis
- Minze
- Katzenstreu
Am besten ist es, die aufgezählten Mittel entlang der Wege auszulegen, auf denen Sie bereits Spuren der Nagetiere entdeckt haben.
Damit die unerwünschten Besucher gar nicht erst in Ihre eigenen vier Wände oder Ihren Garten kommen, können Sie einige vorbeugende Maßnahmen treffen:
- Geben Sie keine Essensreste oder tierische Abfälle in den Kompost oder die Tonne. Der Geruch lockt Mäuse und Ratten an.
- Legen Sie in Räumen, in denen Sie Nahrung gelagert haben, besonders großen Wert darauf, dass alle Risse oder Löcher abgedichtet sind.
- Lagern Sie Tierfutter ausschließlich in fest verschlossenen Gefäßen.
- Reinigen Sie Tierkäfige regelmäßig und gründlich.
- Geben Sie Essensreste außerdem keinesfalls in Ihre Toilette. Da sich Ratten gerne auch in Kanalisationen befinden, bereiten Sie den Tieren ein großes Nahrungsangebot und begünstigen damit die Fortpflanzung.
5. FAQ
Welche Köder sollte ich für meine Ratten- oder Mausfalle verwenden?
Ratten werden insbesondere von Speck, Gemüse, Müsli oder Erdnussbutter angelockt. Bei Mäusen sollten Sie hingegen auf Zutaten wie beispielsweise Schokolade und Hafer oder aber auch Nistmaterial setzen.
Der Köder wurde gefressen, aber es ist keine Ratte oder Maus in der Falle. Woran kann das liegen?
Dies ist meist dann der Fall, wenn ein zu großer Köder verwendet wurde. Mäusen und Ratten wird dadurch eine größere Fläche geboten, um den Leckerbissen zu entfernen, ohne den Federmechanismus auszulösen. Wählen Sie also besser ein kleineres Stück, sodass die Tiere einen größeren Druck ausüben müssen, um es zu entnehmen.
Wie fange ich eine Wühlmaus?
Wühlmäuse lassen sich häufig in der Nähe von Beeten finden, fressen sie doch ausschließlich Gemüse. Da sie sich auch unterirdisch fortbewegen und dort ihre Gänge graben, besteht die Verwechslungsgefahr mit Maulwürfen. Um sicherzustellen, dass es sich um eine Wühlmaus handelt, sollten Sie die Beschaffenheit der Gänge genau betrachten: Wühlmäuse graben das Eingangsloch seitlich versetzt unter dem Hügel, während sich bei Maulwürfen die Öffnung genau in der Mitte des Hügels befindet. Darüber hinaus sind Wühlmaushügel im Regelfall nicht so hoch wie die eines Maulwurfs. Um die Nagetiere zu fangen, gibt es spezielle Wühlmausfallen. Dazu zählt mitunter die bayerische Wühlmausfalle: Diese wird zu etwa einem Drittel in den vorderen Bereich des Ganges eingeführt. Decken Sie die Falle mit einem Rasenstück ab und lassen Sie ein etwa ein Zentimeter großes Luftloch, durch das das Tier angelockt wird. Alternativ dazu können Sie ein Wühlmausschussgerät verwenden, das mit einer Platzpatrone ausgestattet ist. Die Falle wird ebenso an einer Öffnung des Wühlmausgangs angebracht und im Anschluss mit etwas Rasen verdeckt. Beim kleinsten Kontakt wird das Wühlmausschussgerät ausgelöst.

































