[Quelle Headerbild: iStock.com/Jacob Wackerhausen]
Wissenswertes zu Keschern
1. Unterschiedliche Kescher-Arten
Ein Kescher, dessen korrekte Bezeichnung eigentlich Unterfangkescher lautet, dient zur Entlastung der Angel beim Einholen (dem sogenannten Landen) des Fischs. Besonders große und schwere Fische lassen sich nicht ohne einen Kescher an Land bringen. Auch das Lösen des Hakens, um einem Fisch im Anschluss die Freiheit zu schenken, ist ohne Kescher nur schwer möglich, sodass die Geräte zum unverzichtbaren Angelzubehör zu zählen sind.
Im Angelsport lassen sich Kescher je nach Verwendungszweck unterschiedlichen Kategorien zuordnen. Die gängigsten haben wir im Folgenden für Sie zusammengefasst.
Watkescher
Sogenannte Watkescher sind für Angler konzipiert, die vorrangig an Meeresküsten angeln und zu Fuß zum Teil weite Strecken bis zu ihrem Angelplatz zurücklegen müssen. Die Modelle zeichnen sich durch einen vergleichsweise stark verkürzten Stiel (der auch als Kescherstock bezeichnet wird) sowie ein faltbares Netz am Kescherkopf aus, sodass sich der Transport besonders einfach gestaltet. Vielen Watkescher können mithilfe von Ösen an der Hose befestigt werden.
Watkescher lassen sich aufgrund der Beschaffenheit des Kescherstocks besonders leicht transportieren.
Setzkescher
Setzkescher werden für die sogenannte Lebendhälterung von Fischen verwendet. Hierbei verbleiben die Tiere im Netz des Keschers, bis sie schließlich getötet werden. Vor allem Tiefe und Durchmesser des Netzes sind bei diesen Keschern von Bedeutung.
Beachten Sie: Die Lebendhälterung wurde als Tierquälerei eingestuft und verboten. Dies gilt auch für das Halten von Köderfischen in einem Setzkescher.
Raubfisch- und Friedfischkescher
Auch die Entscheidung, ob Sie vorwiegend Raub- oder Friedfische angeln wollen, beeinflusst die Auswahl eines passenden Keschers. Bei Raubfischkeschern ist auf eine robuste Verarbeitung und entsprechend geeignete Materialien zu achten: Stark beanspruchte Teile des Keschers werden oft aus Edelstahl gefertigt. Da Raubfische im Vergleich zu Friedfischen größer ausfallen, sollten auch der Durchmesser und die Tiefe des Keschers entsprechend gewählt werden.
Weist der Kescher eine zu geringe Netztiefe auf, so kann es passieren, dass der Fisch aus dem Kescher herausspringt. Das gilt vor allem für große Fried- und Raubfische.
Auch die Frage, ob Sie vorwiegend an fließenden oder stehenden Gewässern angeln wollen, hat Einfluss darauf, welcher Kescher für Sie am besten geeignet ist. Hierbei ist vor allem die Maschengröße wichtig, da bei fließenden Gewässern mehr Druck auf das Netz ausgeübt wird.
Empfohlene Maschengröße
| Fließende Gewässer | Stehende Gewässer |
|---|---|
| 20 bis 30 cm | Unter 20 cm |
2. Materialien
Das optimale Material des Keschers ist von der Fischart abhängig, die vorrangig geangelt werden soll. Wenn Sie vor allem große und schwere Fische fangen, sollten Sie darauf achten, dass beim Kescherstock und dem Ring, an dem das Netz befestigt ist, robustes Material wie Edelstahl verarbeitet worden ist. Sollen hingegen vorwiegend kleine Friedfische geangelt werden, so sind leichte Aluminiummodelle die bessere Wahl. Weitere Stoffe, die sich durch ihr geringes Gewicht auszeichnen, sind beispielsweise Fiberglas und Kohlefasern.
Kescher mit faltbaren Netzen lassen sich sehr platzsparend verstauen und erleichtern den Transport.
Wichtig ist auch das Material des Netzes. Entscheiden Sie sich hierbei nach Möglichkeit für gummierte Netze: Diese bieten den Vorteil, dass sie den Geruch der Fische nicht annehmen. Achten Sie jedoch darauf, diese nicht zu lange direktem Sonnenlicht auszusetzen, ansonsten kann das Material porös und somit instabil werden.






































