
Gartenfräsen
Wer das Beet oder den Acker nicht umständlich mit dem Spaten umgraben will, sollte zu einer motorbetriebenen Gartenfräse greifen. Wir stellen Ihnen Einsatzmöglichkeiten der Gartenmaschinen vor.
1. Bodenpflege mit Gartenfräsen
Hacken und Fräsen ist ein wichtiger Bestandteil der Ackerbodenpflege: Sowohl die Gartenfräse als auch die Motorhacke dienen dazu, diesen optimal für die Pflanzung beziehungsweise das Einbringen von Samen vorzubereiten.
Bodenbearbeitung mit einer Gartenfräse
Die Bearbeitung bringt folgende Vorteile für die Bodenqualität mit sich:
- Erdboden wird feiner und krümeliger, wodurch Pflanzen besser wachsen: Bodenlockerung sorgt für einen besseren Nährstofftransport
- Hacken durchlüftet den Boden, sodass er Regen- und Gießwasser besser aufnehmen und speichern kann
- Mehr Sauerstoff gelangt in den Boden, sodass organisches Material schneller zersetzt werden kann
- Unkraut wird grob gejätet
- Schädlinge werden reduziert
- Verhindert eine eventuelle Bodenvergiftung
Gartenfräsen ersetzen das anstrengende und rückenbelastende Umgraben des Bodens von Hand. Wer sein Beet regelmäßig mit einer Gartenfräse bearbeitet, muss zudem zur Unkrautentfernung nicht mehr auf chemische Mittel zurückgreifen.
Darüber hinaus eignet sich eine Gartenfräse nicht nur für das Umgraben des Bodens, sondern kann auch dazu genutzt werden, organisches Material wie Erntereste oder Gründünger in den Boden einzuarbeiten.
Das Hacken des Bodens ist essenziell für die bessere Wasserspeicherung der Erde . Schließlich gilt nicht umsonst das Sprichwort: Dreimal hacken ersetzt einmal gießen. Setzen Sie die Gartenfräse bevorzugt nach einem Regenschauer ein, da sich der Boden dann besonders gut bearbeiten lässt.
Zudem werden Gartenfräsen nicht nur klassischerweise für das Umgraben des Beetes, sondern auch dann eingesetzt, wenn ein neuer Rasen gesät werden soll. Hierzu wird die obere Erdschicht aufgelockert, bevor die Saat ausgebracht wird.
2. Eigenschaften von Motorhacken und Gartenfräsen
Neben Vertikutierer und Rasenmäher ist eine Motorhacke eine wichtige Gartenmaschine – vor allem wenn Sie eine große Ackerfläche bestellen. Bei kleinen Gemüsebeeten kann hingegen ein Handgartengerät ausreichend sein.
2.1 Allgemeine Funktionsweise
Mini-Pflug für den heimischen Garten
Das zentrale Element einer Gartenfräse ist die Hackwelle. Diese sitzt an der Unterseite der Gartenmaschine und wird vom Benzin- oder Elektromotor über einen Keilriemen oder über Zahnräder angetrieben. An der Hackwelle befinden sich die robusten und schnell rotierenden Messer aus Spezialstahl, die als Hackmesser bezeichnet werden und die Erde durchschneiden.
Wichtige technische Aspekte bei der Auswahl sind:
Anzahl Hackmesser
Jeder Hackstern besteht aus vier Messern, die sternförmig angeordnet sind. Die Anzahl der Sterne variiert dabei von zwei bis sechs, woraus sich Werte zwischen acht und 24 Hackmessern ergeben. Generell gilt: Je größer die Anzahl, desto feiner kann der Boden zerkleinert werden.
Arbeitsbreite
Die Arbeitsbreite einer Gartenfräse liegt zwischen 30 und 50 Zentimetern und kann in der Regel nicht individuell reguliert werden. Generell gilt: Je breiter die Motorhacke, desto schneller gelingt das Umgraben des Bodens.
Arbeitstiefe
Die Arbeitstiefe der Gartenfräse wird durch die Länge der Hacksterne bestimmt und liegt zwischen zehn und 100 Zentimetern. Bei vielen Modellen sind die Hackmesser zudem verstellbar, sodass die Arbeitstiefe individuell reguliert werden kann. Achten Sie auf die Beschreibung des Herstellers bezüglich der Hackmesserlänge. Die Arbeitstiefe wird nicht nur durch die Länge der Messer, sondern auch durch den Nutzer reguliert. Wenn Sie bei der Bedienung leichten Druck ausüben, fahren die Hackmesser tiefer in das Erdreich ein.
Drehzahl
Generell gilt: Je höher die Drehzahl, desto leistungsstärker der Motor. Welchen Wert die Motorfräse aufweisen sollte, ist abhängig davon, welchen Zweck sie erfüllen soll. Wenn der Boden nur aufgelockert werden soll, ist eine niedrige Drehzahl oftmals ausreichend. Wenn Sie hingegen die Erde für die Saat vorbereiten und die Bodenstruktur verbessern möchten, empfehlen sich Gartenfräsen mit einer hohen Drehzahl. Bei einigen Modellen kann die Drehzahl individuell reguliert werden.
Sicherheit
Zum Schutz des Nutzers sind Ackerfräsen mit diversen Sicherheitselementen ausgestattet. Ein Schutzblech fungiert beispielsweise als Schutz vor umherfliegenden Steinen und harten Erdbrocken. Außerdem verhindert ein Sicherheitsschalter die versehentliche Inbetriebnahme.
Bei der Benutzung einer Fräse dringen die Hacksterne tief in die oberste Erdschicht des Bodens ein.
2.2 Unterschied zwischen Hacke und Fräse
Auch wenn beide Begriffe häufig als Synonyme gebraucht werden, gibt es dennoch Unterschiede zwischen einer Motorhacke und einer Gartenfräse:
Motorhacke
- Motorbetriebene Hacke, die ähnlich arbeitet wie das Handwerkzeug
- Dient in erster Linie zur Lockerung der oberen Erdschicht
- Arbeitstiefe etwa 5-10 cm
- In erster Linie für leichte Böden geeignet
- Besitzt kurze Hackmesser
- Zerschneidet die Erde für eine krümelige Konsistenz
- Drehzahl zwischen 80 und 150 Umdrehungen pro Minute
Gartenfräse
- Kein entsprechendes Handwerkzeug erhältlich
- Ähnelt einem professionellen Pflug
- Dient nicht nur zur Lockerung, sondern auch zur Einbringung von Dünger oder organischem Material
- Auch für schwere Böden geeignet, wie beispielsweise Lehm
- Arbeitstiefe bis zu 100 cm
- Drehzahl um die 350 Umdrehungen pro Minute
2.3 Antrieb: Benzin oder Elektro?
Fräsen für den Garten sind entweder benzin- oder elektrobetrieben. Wir stellen Ihnen die beiden Ackerfräsen-Modelle vor:
Benzin-Gartenfräse
Gartenfräsen, die mit Benzin betrieben werden, besitzen einen kleinen Tank und werden vor allem für landwirtschaftliche Kleinarbeiten eingesetzt.
Vorteile
- Sehr leistungsstark
- Kein Stromanschluss notwendig
- Kein störendes Kabel
- Hohe Mobilität und Flexibilität
Nachteile
- Verhältnismäßig laut
- Abgasausstoß
- Teurer als elektrische Modelle
- Wartungsaufwendig
Elektro-Motorhacke
Motorfräsen mit Elektroantrieb sind entweder kabelgebunden oder mit einem leistungsstarken Akku ausgestattet. Sie eignen sich vor allem für den privaten Gebrauch, beispielsweise im Schrebergarten.
Vorteile
- Kleiner und handlicher als benzinbetriebene Modelle
- Besonders umweltverträglich, da keine Abgase entstehen
- Günstiger als Benzin-Gartenfräsen
- Geringer Wartungsaufwand
Nachteile
- Kabel für die Stromversorgung kann den Arbeitsbereich einschränken
- Betriebsdauer an Akkuleistung gebunden
Benzin-Motorhacke
Elektrische Gartenfräse
3. FAQ
Lohnt sich eher die Anschaffung einer Gartenfräse oder einer Motorhacke?
Motorhacken und -fräsen sind die motorbetriebenen Varianten des Handgartengerätes. Die Arbeit mit einer Hacke kann vor allem bei hartem Boden schnell anstrengend und ermüdend werden, sodass Sie nur für die Bearbeitung einer kleinen Fläche auf ein solches Gerät zurückgreifen sollten. Wer hingegen große Bereiche bepflanzen will, sollte sich eine Gartenfräse oder eine Motorhacke anschaffen. Die Handhabung ist einfach und Sie entlasten damit Ihren Rücken. Im Gartenlandschaftsbau werden fast ausschließlich Motorhacken mit Benzinbetrieb verwendet, während für den Schrebergarten oder den privaten Anbau von Pflanzen elektrische Modelle empfehlenswerter sind.
Gibt es einen Unterschied zwischen Gartenfräse und Motorhacke?
Auch wenn beide Begriffe häufig synonym verwendet werden, gibt es doch einen Unterschied zwischen Gartenfräse und Motorhacke. Eine Motorhacke ist eine elektrisch betriebene Hacke, die zurAuflockerung der oberen zehn Bodenzentimeter verwendet wird. Ein Fräse](/gartenfraesen/) dringt hingegen bis zu 100 Zentimeter in den Boden ein und eignet sich dementsprechend nicht nur für das Entfernen von Unkraut, sondern auch für die Einarbeitung organischer Materialien in den Boden.
Was sind die Vorteile einer Motorhacke?
Motorhacken ersetzen das mühsame Umgraben des Gartens mit einer Hacke oder einem Spaten. Sie lockern die oberen Zentimeter der Erdschicht auf, wodurch sich Samen besser einbringen und Pflanzen einfacher einsetzen lassen. Die Lockerung der Erdschicht entfernt zudem Unkraut und verbessert die Wasserdurchlässigkeit des Bodens.
Kann ich eine Gartenfräse auch bei gefrorenem Boden verwenden?
Bei Bodenfrost sollten Sie von einer Verwendung der Motorhacke absehen. Der Boden ist dann sehr hart, sodass die Hackmesser beschädigt und im schlimmsten Fall zerbrochen werden können. Zudem ist es generell nicht sinnvoll, den Boden im Winter zu bearbeiten, da Sie zu diesem Zeitpunkt auch keine Saat ausbringen können.
4. Verwandte Links
- Güde Gartenfräsen
- Schneefräsen
- Gemüsesaat
- Spitzhacke
- Unkrautbrenner
- Unkrautstecher
- Spitzhacke











































