
Ratgeber Betonmischer und Rührer
Egal ob Hobby-Maurer oder Profi-Handwerker, bei baulichen Arbeiten ist die Verwendung der entsprechenden Werkzeuge für ein optimales Ergebnis entscheidend. Zum Anmischen homogener Massen wie Mörtel oder Beton, die beispielsweise für Maurerarbeiten benötigt werden, bietet sich die Anschaffung eines Betonmischers oder Rührquirls an. Wir verraten Ihnen, wann sich der Erwerb eines solchen Elektrowerkzeuges lohnt und was Sie beim Kauf beachten sollten.
1. Betonmischer und Rührer
Betonmischer dienen auf Großbaustellen und für industrielle Zwecke dem Anmischen großer Beton-, Estrich- oder Mörtel massen. Für Heimwerker, die in der Regel nur geringe Mengen an Beton benötigen, eignen sich manuell befüllbare Kleinmischer oder Mörtelquirle am besten. Mit solchen Geräten können Sie schnell und einfach die gewünschte Menge anrühren. Darüber hinaus kann die Zusammensetzung des Betons individuell bestimmt werden. Mehr dazu erfahren Sie unter 2.
1.1 Betonmischer
Die Anforderungen an einen Betonmischer sind denkbar einfach: Sie sollen aus verschiedenen Bestandteilen eine möglichst homogene Masse herstellen, die anschließend schnell verarbeitet werden kann. Bei einem Betonmischer findet dieser Vorgang im Inneren der Trommel statt: An der Innenwand befinden sich schräg zueinander gestellte Schaufeln, die beim Drehen der Trommel einen Teil der Masse anheben.
Für ein optimales Ergebnis sollten Trommelmischer folgende Eigenschaften aufweisen:
- Geringe Betriebskosten
- Herstellung einer homogenen Masse innerhalb kürzester Zeit (mind. 600 Watt Motorleistung)
- Schutzisoliert
- Fassungsvolumen: mindestens 100-150 Liter
- Schutzart: mindestens IP 44*oder höher
- Große Öffnung zum einfachen Befüllen
- (Kunststoff-)Räder, mit denen sich der Mischer verschieben lässt
- Großes Handrad zum einfachen Schwenken der Trommel
- Stabiles (Metall-)Gestell
- Empfohlen: Zusätzliche Sicherheitseinrichtungen wie Wiederanlaufschutz und Thermoschalter
*Kennzeichnet die Eignung verschiedener elektrischer Geräte in Bezug auf Umgebungsbedingungen.
1.2 Rührgeräte
Ein Rührstab – häufig aufgrund der verschiedenen Einsatzmöglichkeiten als Mörtelquirl oder -mischer bezeichnet – dient hauptsächlich dem Anmischen von Beton oder Mörtel. Darüber hinaus eignen sich solche Elektrogeräte ebenfalls, um Kleber oder Farbe zu verrühren. Hierbei handelt es sich um einen Wendelrührer, der mit einer helixartigen Spirale ausgestattet ist. Wer sich für einen solchen Betonrührer entscheidet, benötigt darüber hinaus eine Mörtelwanne . Diese sollte im Optimalfall mindestens 90 Liter fassen. Empfohlene Eigenschaften von Rührgeräten entnehmen Sie folgender Liste:
Leistung
Mindestens 800 Watt, sodass innerhalb kurzer Zeit ein homogenes Ergebnis erreicht wird. Geringere Wattzahlen verlängern die notwendige Betriebsdauer.
Gewicht
Maximal 5 Kilogramm, sodass auch längeres Betreiben des Rührers nicht mit zu hoher Kraftanstrengung verbunden ist.
Ausstattungsmerkmale
- Ergonomischer Handgriff
- Einschaltsperre
- Stufenlose Drehzahlregulierung
- 2-Gang-Getriebe
- Verschiedene Geschwindigkeitsstufen
Tipp: Manche Rührgeräte, beispielsweise von ATIKA, verfügen über unterschiedliche Rühraufsätze, die sich je nach zu durchmischender Masse (Beton, Mörtel oder Kleister) austauschen lassen.
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2. Beton mischen und Betonieren
Zwar eignet sich ein Betonmischer beziehungsweise ein Rührgerät für viele verschiedene Anmischungen, in der Regel dienen sie aber der Herstellung von Beton. Dieser besteht aus Sand oder feinem Kies, Zement und Wasser. Je nachdem, welchen Beton Sie benötigen (z.B. Estrichbeton, Leichtbeton etc.) unterscheidet sich die Zusammensetzung der einzelnen Stoffe. Für den sogenannten Universalbeton, der sich vor allem für Fundamente oder kleine Mauern anbieten, sieht diese wie folgt aus:
| Universalmischung | |
|---|---|
| Zement | 1 kg |
| Kies oder Sand (Körnung 0/16) | 4 kg |
| Wasser | 0,5 l |
Damit der angemischte Beton weder zu dick- oder dünnflüssig wird, ist das Verhältnis der einzelnen Bestandteile entscheidend. Dieses sollte 1 (Zement) : 4 (Kies) : 0,5 (Wasser) betragen. Je nachdem, für welchen Mischer Sie sich entscheiden, unterscheidet sich die Herstellung des Betons:
Im Betonmischer
- Betonmischer anschalten und bei laufendem Motor zwei Drittel des Wassers hinzufügen
- Kies oder Sand hinzufügen
- Zement hinzufügen
- Hinzufügen des restlichen Wassers
- Betonmischer auf voller Stufe drei bis vier Minuten laufen lassen
Mit einem Rührgerät/Im Baueimer
- Im Bottich Zement und Kies gut vermischen
- Nach und nach Wasser zugeben, dabei ständig rühren
- Drei bis vier Minuten auf höchster Geschwindigkeit verquirlen
Tipp: Alternativ kann satt eines Rührgeräts auch ein Bohrmaschinenquirl verwendet werden. Dieser Aufsatz für herkömmliche Bohrgeräte empfiehlt sich jedoch nur bei Kleinstmengen, da die Leistung einer Bohrmaschine normalerweise nicht für Mischarbeiten ausgelegt ist und diese bei längerer Betriebsdauer Schaden nehmen kann.
3. FAQ
Lohnt sich der Kauf eines Betonmischers?
Viele Baumärkte bieten die tageweise Vermietung von Betonmischern an. Dies lohnt sich oftmals jedoch nur, wenn Sie den Mischer wirklich nur einmalig und kurzzeitig gebrauchen. Wer hingegen öfters mit kleinen Renovierungen und handwerklichen Tätigkeiten beschäftigt ist, sollte sich zum Kauf eines Betonmischers entscheiden. Auf längere Zeit gesehen, ist das die günstigere Variante.
Wie entferne ich Betonreste auf dem Betonmischer?
Einmal hart gewordene Masse lässt sich kaum und nur mit Mühe entfernen. Deswegen ist es wichtig, den Betonmischer nach Arbeitsende beziehungsweis bei längeren Arbeitspausen direkt zu reinigen. Entfernen Sie zuerst den restlichen Beton mit einer Schaufel und füllen Sie anschließend Wasser und etwas Kies in den Betonmischer. Lassen Sie das Elektrowerkzeug für einige Zeit in Betrieb und entfernen Sie die Wasser-Kies-Mischung. Führen Sie die angegebenen Schritte wiederholt durch, bis nahezu aller Beton entfernt ist. Hartnäckig anhaftende Betonreste sollten mit einer Bürste entfernt werden. Wenn es trotz intensiver Reinigung passiert, dass Betonverkrustungen bestehen bleiben, können Sie diese mit speziellen Betonlöser entfernen.











































