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Wissenswertes zu Anlegeleitern
1. Einsatzgebiete von Anlegeleitern
Du möchtest nur mal eben eine neue Wandleuchte anbringen oder kleinflächige Malerarbeiten am Gartenhaus vornehmen? Bei diesen Vorhaben können Anlegeleitern gute Dienste leisten, denn sie sind sofort einsatzbereit: Die Leiter muss nicht ausgeklappt oder ausgezogen werden. Du kannst sie einfach an eine geeignete Stelle anlehnen und loslegen.
Da diese Leiterart ideal für den schnellen und flexiblen Gebrauch an ständig wechselnden Einsatzorten geeignet ist, wird sie für unterschiedliche Arbeiten auf Baustellen, in Industrie- oder Handwerksbetrieben und in Privathaushalten verwendet.
Das sind die Vorteile von Anlegeleitern:

- geringes Gewicht
- einfach transportierbar
- unkomplizierte Aufstellung
- platzsparend verstaubar
- rutschsicherer Stand
- stabile Konstruktion
Anlegeleitern werden häufig bei Arbeiten über Kopfhöhe eingesetzt. Es gibt jedoch auch große Modelle von bis zu sieben Metern, mit denen du Tätigkeiten an Dachrinnen oder Hausfassaden vornehmen kannst. Im folgenden Kapitel erfährst du, welche Merkmale die einzelnen Anlegeleitermodelle aufweisen.
2. Anlegeleitern: Merkmale und Modelle
Aufbau einer Anlegeleiter
Der Aufbau einer Anlegeleiter ist simpel: Sie besteht aus
- zwei seitlichen Holmen,
- mehreren Sprossen bzw. Stufen sowie
- rutschfesten Fußstopfen (optional).
Eine besondere Variante der Anlegeleiter ist die Schiebeleiter . Sie besteht aus zwei bis drei Leiterelementen, die auseinandergezogen werden können, um eine größere Länge zu erreichen.
Größen
Du findest Anlegeleitern in vielen verschiedenen Größen: Die Bandbreite reicht hierbei von kleinen Modellen mit fünf Sprossen bis hin zu sehr langen Leitern mit 16 Sprossen.
Für Arbeiten in Haus und Garten werden häufig Anlegeleitern mit sechs Sprossen verwendet. Diese Modelle bieten eine Arbeitshöhe von ungefähr zwei bis zweieinhalb Metern. Varianten mit 16 Sprossen kommen hingegen auf eine Arbeitshöhe von bis zu fünf Metern.
Bei Leitergrößen stößt du häufig auf den Begriff der Arbeitshöhe. Diese gibt an, in welchem Bereich du deine Tätigkeit ausführst. Du kannst sie ermitteln, indem du zu der Höhe, auf der du stehst, 1,5 Meter addierst.
Materialien
Anlegeleitern werden in der Regel aus Holz oder Aluminium hergestellt. Welche Vor- und Nachteile die Materialien bieten, kannst du den folgenden Tabellen entnehmen:
Hier alle Alumiunleitern anzeigen
Vorteile
- geringes Gewicht
- belastbar
- witterungsbeständig
- pflegeleicht
- langlebig
Nachteile
- nicht für Maler- und Tapezierarbeiten geeignet (Material reagiert mit bestimmten Farben und Klebstoffen)
- kostenintensivere Variante
- kälter als Holz
Hier alle Holzleitern anzeigen
Vorteile
- massiv und stabil
- natürlicher Werkstoff
- warmes Material
- für Maler- und Tapezierarbeiten geeignet
- kostengünstigere Option
Nachteile
- hohes Gewicht
- nur bedingt witterungsbeständig
- kürzere Lebensdauer als Aluminiumleitern
3. Sicherheitsaspekte
Für einen sicheren Gebrauch der Anlegeleiter solltest du folgende Hinweise zur Aufstellung und Benutzung beachten:
Anlegeleitern sind nur für den kurzzeitigen Gebrauch vorgesehen. Bei umfangreichen Arbeiten (etwa das Erneuern von Wandputz) solltest du ein Gerüst verwenden.
- Die Leiter sollte mindestens einen Meter über die Anlegestelle hinausragen.
- Die Anlegestelle muss ausreichend breit sein.
- Der Untergrund sollte gerade und eben sein.
- Der Anlegewinkel muss zwischen 65 und 75 Grad liegen.
- Bei langen Leitern ist es ratsam, nicht höher als bis zur vierten Sprosse von oben zu klettern. Hat deine Leiter beispielsweise zwölf Sprossen, dann solltest du nur bis zur achten Sprosse gehen.
Tipp:
Ob der Winkel stimmt, kannst du ganz einfach prüfen, indem du dich seitlich neben die Leiter stellst. Deine Füße sollten dabei den Standfuß der Leiter berühren. Hebe nun deinen Arm waagerecht in die Höhe und bilde mit Ober- und Unterarm einen rechten Winkel. Berührt dein Ellbogen nun die Stufen, ist der Winkel korrekt.
4. FAQ
Was sollte ich bei der Benutzung von Anlegeleitern beachten?
Damit du bei der Benutzung von Anlegeleitern Unfälle vermeidest, solltest du darauf achten, dass:
- die Anlegestelle breit genug ist,
- die Leiter mindestens einen Meter über die Anlegestelle hinausragt,
- der Anlegewinkel zwischen 65 und 75 Grad liegt,
- der Untergrund gerade und eben ist.
In welchem Winkel stellt man eine Anlegeleiter auf?
Die Anlegeleiter sollte stets in einem Winkel von 65 bis 75 Grad aufgestellt werden. Wie du prüfen kannst, ob der Winkel korrekt ist, erfährst du in unserem Ratgeber.
Was sind Anlegeleitern?
Anlegeleitern sind einteilige Leitern, die durch das Anlehnen an einen geeigneten Platz aufgestellt werden. Sie bestehen aus zwei Holmen, die durch mehrere Sprossen verbunden sind. Weitere Informationen zum Aufbau von Anlegeleitern findest du in unserem Ratgeber.




























