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Kurzratgeber Kupfertöpfe
1. Allgemeines zu Kupfertöpfen
Kupfertöpfe gehören zu den hochwertigsten Küchenutensilien und werden von Kennern für ihre Materialeigenschaften geschätzt. Besonders gut eignen sich Kupfertöpfe zum Zubereiten von Speisen auf einem Gasherd, können aber auch auf einem Ceranfeld oder Induktionsherd benutzt werden. Traditionell sind Kupfertöpfe mit genieteten Griffen und Stielen aus Gusseisen versehen. Viele Modelle weisen eine verzinkte Innenfläche auf, damit die Nahrung nicht direkt mit Kupfer in Berührung kommt. Bei Kontakt mit in Lebensmittel enthaltenen Säuren kann sich Grünspan bilden, der in hohen Mengen giftig ist. Bei sorgfältiger Handhabung ist die Zubereitung von Speisen in Kupfertöpfen allerdings unbedenklich.
Kupfertopf mit beschichteter Innenseite.
Vermeiden Sie die Zubereitung von säurehaltigen Speisen wie zum Beispiel Salat in unbeschichteten Kupferbehältern.
Kupfertöpfe sind bei Hobbyköchen wie Profis deshalb so beliebt, weil sie aufgrund ihrer hohen Wärmeleitfähigkeit schnell auf Temperaturveränderungen am Herd reagieren. Die Wärme breitet sich gleichmäßig im Topf aus und erleichtert die Temperaturregulierung, wodurch sich einem Anbrennen von Speisen gut vorbeugen lässt.
Die Vor-und Nachteile von Kupfertöpfen im Überblick:
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Gleichmäßige Wärmeverteilung | In der Standardausführung nicht auf Induktionskochfeldern nutzbar |
| Hohe Wärmeleitfähigkeit | Edles Design |
| Vergleichsweise hohe Anschaffungskosten |
2. Material
Echte Kupfertöpfe bestehen zu mindestens 90 Prozent aus Kupfer. Nur diese Modelle weisen die oben beschriebenen Eigenschaften wie Wärmeleitfähigkeit und gute Wärmeverteilung auf. Sie sind nicht zu verwechseln mit Töpfen aus Eisen oder Edelstahl, die lediglich aus optischen Gründen über eine Ummantelung aus Kupfer verfügen.
Reine Kupfertöpfe sind allerdings eher selten. Um eine Beeinträchtigung der Speisen oder des Materials zu verhindern, weisen viele Töpfe Beschichtungen aus Zink, Edelstahl oder Keramik auf der Innenseite auf. Diese sorgt dafür, dass die Lebensmittel nicht anhaften und beugt der Bildung von Grünspan vor.

Töpfe, die zur Herstellung von Marmelade oder anderen süßen Speisen gefertigt sind, werden meist nicht verzinkt, da die Schmelztemperatur von Zucker über der von Zink liegt und die Beschichtung in diesem Fall beschädigt werden würde.
Darüber hinaus gibt es auch Kupfertopf-Modelle für Induktionsherde, bei denen eine dünne Schicht aus magnetischem Material am Boden des Topfes aufgetragen ist, um die Erwärmung des Topfes auf dem Induktionskochfeld zu gewährleisten. Diese Töpfe erhitzen sich zwar langsamer als reine Kupfertöpfe, die in Kombination mit Gasherden verwendet werden, weisen aber eine gleichbleibend gute Wärmeverteilung auf.

3. Tipps zur Zubereitung von Speisen und Pflege
Kupfertöpfe und -pfannen eignen sich zur Zubereitung fast aller Speisen. Lediglich Lebensmittel, die scharf angebraten oder lange bei hoher Hitze gegart werden müssen, sollten mit Hilfe anderer Küchenutensilien zubereitet werden um einer Beschädigung des Materials vorzubeugen.
Braten Sie Lebensmittel nur kurz an und drehen Sie danach die Hitze herunter, um einen Schaden in der Teflon- oder Metallbeschichtung im Inneren zu vermeiden.

Verzichten Sie außerdem darauf, den leeren Topf auf dem Herd zu erhitzen. Andernfalls droht eine Beschädigung der Beschichtung.
Leichte Verfärbungen an der Zinkbeschichtung oder dem Kupfertopf sind unbedenklich und auf die unterschiedliche Verteilung der Nahrung im Topf, aber auch die unterschiedliche Hitzeeinwirkung, zum Beispiel der Flamme eines Gasherdes, zurückzuführen.
Reinigen Sie den Topf nicht mit einem Kratzschwamm, da Sie sonst das Material beschädigen könnten.
Kupfertöpfe lassen sich problemlos mit natürlichen Materialien reinigen. Traditionell benötigen Sie dazu einen weichen Schwamm, feinkörniges Salz sowie so viel Zitronensaft, wie der Schwamm aufnehmen kann. Diesen träufeln Sie in den Topf und bedecken die Flüssigkeit anschließend mit Salz. Nun verteilen Sie das Gemisch im Inneren des Topfes und auf der Außenwand. Durch leichte, kreisende Bewegungen werden Verfärbungen entfernt. Anschließend spülen Sie den Topf mit klarem Wasser ab.




































