
Ratgeber Maschendrahtzaun
Drahtzäune eigenen sich für die Einfriedung von Grundstücken und für den Bau von Kleintierkäfigen. Ein Maschendrahtzaun besticht hierbei durch seine Flexibilität und den geringen Preis. Wir verraten Ihnen alles, was Sie über Maschendrahtzäune wissen müssen.
1. Maschendrahtzäune
Im Gegensatz zu herkömmlichen Metallzäunen bestehen Maschendrahtzäune aus einem miteinander verflochtenen Gitter und sind nicht verschweißt. Dies macht sie in der Anschaffung preiswerter als vergleichbare Gartenzäune. Darüber hinaus sind Maschendrahtzäune sehr flexibel, was wiederum den Aufbau erleichtert. Des Weiteren zeichnen sie sich durch folgende Eigenschaften aus:
- Korrosionsgeschützt durch Verzinkung oder Kunststoffummantelung
- Äußerst langlebig
- Farbbeständig
- Drahtrollen von 15 oder 25 Metern Länge
- In der Regel Viereckgeflechte (Variante: Sechseckgeflecht)
- Formstabil
- Je nach Anforderung und Einsatzbereich in leichter, mittlerer oder schwerer Qualität erhältlich
1.1 Einsatzmöglichkeiten
Egal ob für Privatgrundstück oder in der Landwirtschaft – Maschendrahtgeflechte können vielfältig eingesetzt werden und sind eine einfache und günstige Art, auch große Grundstücke einzufrieden. Im Folgenden geben wir Ihnen Hinweise für die jeweiligen Einsatzbereiche:
| Als Einfriedung (Privatgrundstück) | Als Einfriedung (Gewerbliches Grundstück, in der Landwirtschaft) | Für die Kleintierhaltung |
|---|---|---|
| Grober Maschendraht | Verzinkte oder kunststoffummantelte Varianten | Feinmaschiger Draht |
| Verzinkte oder kunststoffummantelte Varianten | Höhe: mindestens 150 cm | Für dem Bau von Zwingern und Käfigen geeignet |
| Höhe: 100-150 cm | Schwere Qualität empfohlen | Alternative: Spezieller Kaninchendraht |
| Leichte bis mittlere Qualität ausreichend | Drahtstärke: >2,8 mm | Korrosionsschutz nicht notwendig |
| Maschenweite: 60x60 cm | Enge Maschenweite empfohlen | Höhe: unter 100 cm |
| Drahtstärke: <2,8 mm |
1.2 Varianten
Ein Maschendraht ist in der Regel mit grüner oder anthrazitfarbener Kunststoffummantelung erhältlich. Darüber hinaus gibt es auch verzinkte Modelle. Wir stellen Ihnen die unterschiedlichen Drahtzäune vor:
- Viereckige, rautenförmige Geflechte
- Klassischer Zaun für die Abgrenzung von Grundstücken
- Grüne Kunststoffummantelung (PVC) schützt vor Korrosion und somit vor Rost

- Unauffälligere Alternative zum klassischen grünen Drahtgitter
- Kunststoffbeschichtung (PVC) in Anthrazit schützt vor Korrosionsschäden (Rost)
- In der Regel Unterscheidung zwischen zwei Qualitäten: dickverzinkt und extradickverzinkt
- Hochwertig und stabil => Besonders gut für gewerbliche Zwecke geeignet
- Teurer als kunststoffummantelte Drahtzäune
2. Maschendrahtzaun Montageanleitung
Um einen Maschendrahtzaun aufzustellen, benötigen Sie Zeit und etwas handwerkliches Geschick. Im besten Fall sollten an dem Aufbau des Drahtzaunes zwei Personen beteiligt sein.
Benötigte Materialien
- Maschinengeflecht
- Zaunpfosten
- Zaunstreben
- Spanndraht
- Drahtelemente
- Zaunspannhalter
- Metallpflöcke
- Werkzeug (Richtschnur, Spaten, Hammer, Zollstock, Wasserwaage, Zange)
- Beton und Kies
Kurzanleitung
Bestimmen Sie den Verlauf des Zaunes mithilfe einer Richtschnur. Diese wird an den in den Boden geschlagenen Metallpflöcken befestigt und bietet Ihnen während des Aufbaus Orientierung
Graben Sie mit einem Spaten die Löcher für die einzelnen Pfosten. Für den ersten und letzten Pfosten empfiehlt sich zugunsten der Stabilität eine Zaunstrebe, die ebenfalls einbetoniert werden sollte. Hierbei müssen Sie folgende Maße beachten:
- Abstand der einzelnen Zaunpfähle zueinander: 250 cm*
- Größe des Fundamentlochs: ca. 30 x 30 cm
- Tiefe: ca. 80 cm
*Da das Maschinengeflecht an jeder Stelle am Zaun befestigt werden kann, sind Maschendrahtzäune im Gegensatz zu Gitterstabzäunen sehr flexibel. Eine exakte Abmessung ist deswegen nicht unbedingt notwendig, wirkt allerdings optisch besser.
Füllen Sie die Fundamentlöcher zu einem Drittel mit Kies und gießen Sie diese anschließend mit Beton aus. Anschließend werden die Pfosten in den Beton gesteckt. Achten Sie darauf, dass sich der unterste Spanndrahthalter nur knapp über der Erdoberfläche befindet.
Richten Sie die Pfosten mit der Wasserwaage und dem Zollstock aus.
Befestigen Sie die Spanndrahthalter am ersten und am letzten Pfosten, nachdem der Beton ausgehärtet ist. Schneiden Sie anschließend die Spanndrähte auf die richtige Länge (Gesamtlänge des Zaunes plus 10 cm) und befestigen Sie sie gemäß der Anleitung des Herstellers.
Rollen Sie im nächsten Schritt den Maschendraht etwas auf und haken Sie den Zaun in den oberen und unteren Spanndraht. Damit der Zaun sicher hält, müssen Sie die oberen Enden des Maschengeflechts um den Spanndraht herumbiegen. Verfahren Sie so über die gesamte Zaunlänge.
Im letzten Schritt sollte der Maschendrahtzaun am mittleren Spanndraht an mehreren Stellen mit Drahtelementen befestigt werden.








































